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Coburg

Wildes Parken am Spielplatz sorgt für Ärger

Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Nun will die Gemeinde Ebersdorf Abhilfe schaffen.



Das Parkverhalten am Spielplatz beim Ebersdorfer Rathaus ist bei Eltern zum Stein des Anstoßes geworden. Foto: Henning Rosenbusch
Das Parkverhalten am Spielplatz beim Ebersdorfer Rathaus ist bei Eltern zum Stein des Anstoßes geworden. Foto: Henning Rosenbusch  

Ebersdorf/C. - Das Parkverhalten am "Traumritterspielplatz" nahe dem Ebersdorfer Rathaus ist bei Eltern zum Stein des Anstoßes geworden. In seiner Sitzung am Dienstagabend befasste sich der Gemeinderat mit dem Thema.

Der parteilose Gemeinderat Achim Fischer hatte die Bedenken der Eltern an die Gemeindeverwaltung übermittelt. Die auf dem Gehweg direkt vor dem Spielplatz abgestellten Fahrzeuge stellten ein Hindernis dar, das Fußgänger dazu zwinge, auf die Straße auszuweichen. Kinderwägen kämen auf keinen Fall auf dem Bürgersteig vorbei. Zudem könnten Kinder plötzlich zwischen den parkenden Autos auf die Straße treten.

Auch Bürgermeister Bernd Reisenweber zeigte wenig Verständnis für das Parkverhalten, zumal es sich bei den Besitzern der Autos oft um Eltern handle, die selbst mit ihren Kindern den Spielplatz nutzten. Fischer plädierte unter anderem für eine strikte Kontrolle durch die kommunale Verkehrsüberwachung. Dies, so der Bürgermeister, sei nicht von heute auf morgen zu machen. "Dafür müssten wir das Personal aufstocken", meinte er.

Von Seiten der Verwaltung kam der Vorschlag, neue Parkplätze bei den Grünflächen vor dem Rathaus zu schaffen. Davon zeigte sich Dennis Busch, der mit Fischer im Gemeinderat eine Ausschussgemeinschaft bildet, wenig überzeugt. So mancher würde dennoch versuchen, möglichst nah am Spielplatz zu parken. Man einigte sich schließlich darauf, Parken vor dem Spielplatz zuzulassen - allerdings in kontrollierter Form. Jetzt sollen Parkflächen auf dem Boden markiert werden, damit Fahrzeuge so abgestellt werden, dass sie den Gehweg frei lassen.

Der heiße und trockene Sommer 2018 hat sowohl den VfL Frohnlach als auch den SC Sylvia Ebersdorf dazu veranlasst, die Gemeinde um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die Vereine beantragten einen Zuschuss für die erhöhten Wasserkosten, die durch die Bewässerung der Rasenplätze entstanden. Beide Anträge lehnte der Gemeinderat jedoch einstimmig ab.

Bürgermeister Reisenweber verwies auf einen ähnlichen Antrag des SC Oberfüllbach bereits aus dem Jahr 2015. Sondertarife für Vereine habe es damals nicht gegeben und werde es auch nicht geben. Denn die Wasserpreise regle eine Beitrags- und Gebührensatzung, die für alle Ebersdorfer in gleicher Weise gelte. Die Gebühren dienten allein der Kostendeckung für die Wasserversorgung. Eine Bezuschussung würde dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Gebührenzahler entgegenstehen. Daher riet die Gemeindeverwaltung den Vereinen, "aufgrund der Klimaprognose" sich nach alternativen Bewässerungsmöglichkeiten umzusehen. Deren Einbau könnte sogar bezuschusst werden.

Verhalten optimistisch zeigte sich Bürgermeister Bernd Reisenweber mit Blick auf die von Kämmerer Tom Schultheiß vorgelegte Halbjahresbilanz der Gemeindefinanzen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lägen im erwarteten Rahmen, sodass die im Haushalt angesetzten rund drei Millionen Euro bis Jahresende erreicht werden könnten.

Bei Friesendorf soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Landwirtschaftliche Fläche von rund 0,6 Hektar soll zu einem Solarfeld werden. Der Gemeinderat gab sine Zustimmung. Antragsteller Jürgen Heymann, selbst Gemeinderat, war von der Abstimmung ausgeschlossen.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
24. 07. 2019
17:44 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
24. 07. 2019
17:44 Uhr



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