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Coburg

Zum Geburtstag die Ehrenbürgerschaft

Bislang nur 19 Mal hat die Stadt Persönlichkeiten mit der höchsten Auszeichnung bedacht. Nun zählt auch Dr. Gerhard Beyer zu dieser illustren Runde.



So ist Dr. Gerhard Beyer als Vorbild und Chefarzt des Roten Kreuzes vielen bekannt.	Fotos: Tischer
So ist Dr. Gerhard Beyer als Vorbild und Chefarzt des Roten Kreuzes vielen bekannt. Fotos: Tischer   » zu den Bildern

Neustadt - Der Stadtrat hat in seiner letzten regulären Sitzung auf Empfehlung des Ältestenrates beschlossen, wieder einmal eine Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Es ist 21 Jahre her, dass dies der Stadtrat das letzte Mal gemacht hat, damals für den langjährigen 2. Bürgermeister, späteren Oberbürgermeister Hellmut Grempel. Die höchste Auszeichnung der Stadt Neustadt wurde bislang erst an 19 Persönlichkeiten verliehen.

Eine lebende Legende

Gerhard Beyer ist die lebende Legende des Bayerischen Roten Kreuzes in der Region. 1968 hatte er als Arzt in der Sanitätskolonne Neustadt begonnen, 1969 war er bereits leitender Kolonnenarzt, 1973 wurde er Arzt für die Coburger Sanitätseinheiten des Katastrophenschutzes, 1984 wurde er Notarzt im Rettungsdienstbereich und 1986 Leitender Notarzt für den Landkreis Coburg. Er war erst stellvertretender Chefarzt und dann Chefarzt im Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes.


Nun wurde Dr. Gerhard Beyer diese Ehre zuteil. "Ich kenne niemanden, der diese Auszeichnung mehr verdient hätte", dankte die Sprecherin des Seniorenbeirats, Renate Gretzbach, im Rahmen einer kleinen Feierstunde. Denn Corona hatte auch hier ein größeres Defilee unterbunden und so kamen nur die Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsparteien zur Aushändigung der Ehrenbürgerwürde.

"Die Stadt geht sehr sorgfältig und zurückhaltend mit der Möglichkeit um, die Ehrenbürgerschaft zu verleihen", betonte dann auch Oberbürgermeister Frank Rebhan in seiner Laudatio. "Sie ist zum einen das größte Dankeschön, das eine Stadt für jemanden aussprechen kann, zum anderen ziehen wir damit den Hut vor einer Person, vor einem Menschen und seiner Lebensleistung." Verantwortliche von Behörden und Organisationen oder Verbänden, die Beyer über die Jahrzehnte begleiten durften, wüssten, dass er seinen Dienst am Nächsten stets mit Freude geleistet habe und für alle stets ein offenes Ohr gehabt hätte, so Rebhan. Beyer habe sich ehrenamtlich in den Dienst am Nächsten gestellt, Menschenleben gerettet und viel Leid gelindert.

Menschen, Medizin und Fußball seien die drei großen Leidenschaften von Beyer, so Rebhan. "Der Fußball ist im Laufe der Jahre in den Hintergrund gerückt. Offensichtlich, weil gar keine Zeit mehr dafür blieb", führte Rebhan weiter aus. "Für all diejenigen, die alleine nicht weiterkommen, diejenigen, die akut Hilfe benötigen, diejenigen, die in unserer Gesellschaft allzu häufig übersehen und alleine gelassen werden, für all die warst und bist du immer da." Selbstloser Einsatz, Kompetenz und ein bescheidenes Auftreten hätten Beyers Wirken über Jahrzehnte bestimmt. Beyer sei ein gradliniger Mensch, der immer Haltung gezeigt habe.

Der Rathauschef erinnerte an die gute Zusammenarbeit mit ihm beim Einsatz während der großen Flüchtlingswelle 2015. Beyer habe in den allerschwierigsten Situationen kühlen Kopf bewahrt, betonte Rebhan. So sei es ihm auch persönlich eine große Freude, Beyer zum Ehrenbürger der Stadt ernennen zu dürfen. Die Zeremonie fand an Beyers 79. Geburtstag statt. Die eigentliche Feier soll nachgeholt werden.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 05. 2020
16:30 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
06. 05. 2020
16:30 Uhr



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