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Coburg

Zweifel an Aufrichtigkeit des CC

Rund 200 Menschen haben sich an Pfingsten am Protest gegen den Coburger Convent beteiligt. Der Verein Alternative Kultur zieht jetzt Bilanz.



Während der Protestwoche zum 151. Pfingstkongress demonstrierten nach Angaben des Vereins für Alternative Kultur insgesamt rund 200 Menschen gegen den Coburger Convent.	Foto: Norbert Klüglein
Während der Protestwoche zum 151. Pfingstkongress demonstrierten nach Angaben des Vereins für Alternative Kultur insgesamt rund 200 Menschen gegen den Coburger Convent. Foto: Norbert Klüglein  

08.06.2019 - Protest gegen den Coburger Convent - Foto: Norbert Klüglein

Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
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Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
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Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent
Protest gegen den Coburger Convent

Coburg - Die Protestwoche zum 151. Pfingstkongress des Coburger Convents (CC) habe gezeigt, dass der Dachverband pflichtschlagender Landsmannschaften und Turnerschaften "nicht von allen in Coburg willkommen geheißen wird und sich viele Menschen hinter die Forderung einer Stadt für alle stellen". Das betont der Verein Alternative Kultur Coburg in seiner Bilanz zum CC-Pfingstkongress. Er verbindet damit den Anspruch, "dass die Stadt selbstverwaltete Freiräume zur Verfügung stellt und dadurch die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Ausgestaltung der öffentlichen Kultur ermöglicht", wird Jonas Bauman in einer Pressemitteilung des Vereins vom Dienstagabend zitiert.

Coburger Convent

Der Coburger Convent (CC) ist ein Zusammenschluss von rund 90 Studentenverbindungen - Landsmannschaften und Turnerschaften. Unter dem Motto "Ehre, Freiheit, Freundschaft, Vaterland” bilden die rund 10 000 Mitglieder eine Gemeinschaft von Studenten und Absolventen an Hochschulen in Deutschland und Österreich. Ziel sind ein erfolgreiches Studium und die Erhaltung der Freundschaften über das Studium hinaus - ein Leben lang.

 

Während die Mitglieder des Coburger Convents von Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) wohlwollend empfangen worden seien, habe sich dem diesjährigen Pfingstkongress "ein bunter und kreativer Protest" entgegen gestellt. An verschiedenen Veranstaltungen gegen den CC hätten sich über das Pfingstwochenende hinweg insgesamt rund 200 Menschen "aus unterschiedlichen Hintergründen" beteiligt.

 

Die vom CC angekündigte Podiumsdiskussion über den Verband kam nicht zustande. Kritische Stimmen würden, so der Verein Alternative Kultur, "Zweifel an der Aufrichtigkeit des Gesprächsangebots" äußern. "Obwohl sich der CC gerne diskussionsbereit und unpolitisch gibt, kam auch dieses Jahr wieder kein offener Diskurs mit Kritikerinnen und Kritikern zustande", beklagt Jonas Baumann. Nachdem im sozialen Netzwerk Facebook ein Video veröffentlicht worden war, in dem sich der CC als Kritiker verbrennender Godzilla darstelle, "können wir nicht davon ausgehen, dass ihm tatsächlich an einem fairen Austausch gelegen ist". Das Video sowie die Reden nach dem Fackelzug am späten Pfingstmontagabend zeigten, "dass der CC alles andere als unpolitisch ist, sondern eine starke rechte Schlagseite hat", so Jonas Bauman. In der Rede zur Feierstunde am Marktplatz hatte die Präsidierende Landsmannschaft Cimbria Freiburg Migration und ostdeutsche Wahlergebnisse thematisiert.

Während des Fackelmarsches des CC durch die Coburger Innenstadt sei bei zwei Protestkundgebungen deutlich geworden, "dass Coburger diesem durchaus kontrovers gegenüberstehen". Am Stadtcafé taten Gegnerinnen und Gegner des CC ihren Unmut auf einer Tanzkundgebung kund, während eine Videoinstallation am Markt auf die ästhetischen Parallelen zu den Bücherverbrennungen 1933 hinweisen wollte. Nach Beobachtungen des Vereins Alternative Kultur habe der Fackelzug Personen aus dem rechtsextremen Spektrum angezogen.

Jonas Bauman fordert deshalb die Abschaffung des Fackelmarsches: "Wenn die Stadt schon überhaupt nicht über das Stattfinden des Pfingstkongresses des CC im Allgemeinen diskutiert, sollte sie wenigstens den Fackelmarsch, ein jährliches Spektakel für Neonazis, nicht mehr zulassen."

Das Motto der diesjährigen Protestwoche "Stadt für alle - statt männliche Eliten" habe sich in vielen weiteren Veranstaltungen wiedergefunden. Der Verein Alternative Kultur nennt als Beispiele die Kundgebung "Stadt für alle", an der sich Coburgerinnen und Coburger über ihre Vorstellungen zu einer "Stadt für alle" ausgetauscht hätten. Außerdem habe am Samstagabend ein Rap-Konzert im "Mäxle" am Gemüsemarkt stattgefunden. "Der Pfingstkongress ist nur möglich, weil die Stadt dem CC jährlich ihre Infrastruktur zur Verfügung stellt, während andere Veranstaltungen erhebliche Schwierigkeiten haben, überhaupt Veranstaltungsräume zu finden und Freiräume in Coburg auch sonst kaum vorhanden sind oder deren Fortbestehen nicht gesichert ist", kritisiert Jonas Bauman. wb

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
16:36 Uhr

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