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Feuilleton

Gerechtigkeit mit Fragezeichen

Anhand von Akten der Staatsarchive München und Coburg zeigt die Ausstellung "Schuld und Sühne?" im Staatsarchiv Coburg vom 26. Juni bis zum 2. August die Ermittlungen und Strafverfahren wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen (NSG).



Der NS-Oberbürgermeister von Coburg Franz Schwede-Coburg wurde vom Landgericht Coburg zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: Staatsarchiv
Der NS-Oberbürgermeister von Coburg Franz Schwede-Coburg wurde vom Landgericht Coburg zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: Staatsarchiv  

Spruchkammerakten und Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Coburg dokumentieren, wie die Verbrechen im Coburger Raum juristisch aufgearbeitet wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen über 50 Millionen Toten stellte sich die Frage nach der Verantwortung, nach Schuld und Sühne der von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes. Neben den alliierten Hauptkriegsverbrecherprozessen in Nürnberg wurden von den Amerikanern die zwölf Nürnberger Folgeprozesse sowie die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse zur Abstrafung verbrecherischer Organisationen sowie von Tätergruppen und Einzeltätern geführt.

Seit Ende 1945 durften die deutschen Gerichte wieder Recht sprechen und seit dem Jahr 1950 hatten sie so weitreichende Kompetenzen, um auch Kriegsverbrechen aburteilen zu können. Darüber hinaus konnten jetzt Ermittlungsbehörden und Gerichte in Eigenregie Straftaten mit nationalsozialistischem Hintergrund aufklären und aburteilen.

Die im Staatsarchiv München erarbeitete Ausstellung gibt einen Einblick in die Verfahrensabläufe und stellt einige Prozesse vor, die aus der Masse der Strafverfahren herausragen. Ein großer Abschnitt der Ausstellung widmet sich den Verbrechen in den Konzentrationslagern.

—————

Staatsarchiv Coburg, Herrngasse 11. 26. Juni bis 2. August, Mo-Do: 8 -16 Uhr, Fr: 8 -13.30 Uhr. Eintritt frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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Veröffentlicht am:
08. 06. 2019
00:00 Uhr

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08. 06. 2019
00:00 Uhr



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