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Märchenhafte Opernromantik

Bayreuth feiert auch Siegfried Wagner. Zum 150. Geburtstag kommt seine Oper "An Allem ist Hütchen Schuld!" auf die Bühne.



Szene aus der Bochumer Produktion "An Allem ist Hütchen Schuld!", die in Bayreuth zu sehen sein wird. Foto: red
Szene aus der Bochumer Produktion "An Allem ist Hütchen Schuld!", die in Bayreuth zu sehen sein wird. Foto: red  

Bayreuth - Am 6. Juni wurde Siegfried Wagners 150. Geburtstag gefeiert. Der Sohn von Richard Wagner war ebenfalls Komponist, Librettist und Dirigent. Von 1908 bis zu seinem Tod 19.30 leitete er die Bayreuther Festspiele. Er schuf 17 Opern, zu denen er nach dem Vorbild seines Vaters selbst die Libretti schrieb. Einen durchschlagenden Erfolg auf deutschen Bühnen erzielte er nicht. Das Jubiläumsjahr ist für die Internationale Siegfried-Wagner-Gesellschaft der Anlass, den Komponisten Siegfried Wagner in Bayreuth zu feiern: mit zwei Aufführungen seiner Oper "An Allem ist Hütchen Schuld!" am 9. und 10. August im Markgräflichen Opernhaus.

Außerdem wird es am 17. August um 19 Uhr ein Konzert ebenfalls im Markgräflichen Opernhaus geben. Auf dem Programm stehen Klavier- und Kammermusik sowie Szenen und Arien aus Siegfried Wagners Opern, mit denen in den nächsten Jahren die szenische Beschäftigung mit Siegfried Wagner in Bayreuth fortgesetzt werden soll: "Schwarzschwanenreich", "Sternengebot", "Sonnenflammen", "Der Friedensengel", "Der Schmied von Marienburg" sowie "Rainulf und Adelasia". Wie Peter Paul Pachl, Vizepräsident der Gesellschaft, sagt, sollen auch in den kommenden Jahren diese Stücke in Bayreuth aufgeführt werden.

In diesem Jahr bekommen die Besucher am 9. und 10. August eine Inszenierung zu sehen, die Pachl 2015 in Bochum produziert hatte. Es musizieren Solisten des ppp-musiktheaters München, der Philharmonische Chor Nürnberg sowie das Karlsbader Symphonieorchester unter der Leitung von David Robert Coleman.

"An allem ist Hütchen schuld!" wurde am 6. Dezember 1917 am Königlichen Hoftheater Stuttgart uraufgeführt. Die Oper ist ein Konglomerat von ungefähr vierzig Märchen der Brüder Grimm und anderer Sammler. Die Rahmenhandlung basiert auf den Hauptfiguren aus "Der Frieder und das Katherlieschen". Frieder und Katherlies’chen lieben einander, aber Frieders Mutter bestimmt, dass Frieder die reiche Trude heiraten soll. Sie müssen sich trennen, sofern sie nicht eine Reihe von Aufgaben erfüllen. Jeder für sich erlebt eine Reihe von Fantasie-Abenteuern in einer Traumwelt. Im dritten Akt verschmelzen Traumwelt und Realität, und die beiden finden zusammen. Im Verlauf der Handlung verursacht der für die anderen unsichtbare Kobold Hütchen eine Reihe von Wirrungen, bis er zum Schluss enttarnt wird.

Der Musikstil basiert auf der italienischen und französischen Oper, aber auch auf den Orchesterwerken von Franz Liszt. "Wunderschöne, spätromantische Musik" verspricht die Siegfried-Wagner-Gesellschaft für diese Aufführungen.

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www.siegfried-wagner.org

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Roman Kocholl
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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
00:00 Uhr

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Roman Kocholl

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
00:00 Uhr



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