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"Wege des Barock": Ausstellung und Italien-Festival in Potsdam

Friedrich der Große hatte sich bei der Gestaltung des Schlossplatzes in Potsdam von einer italienischen Piazza inspirieren lassen. Im wieder aufgebauten Palais Barberini ist nun die Sammlung aus dem römischen Original zu sehen.



Wege des Barock
«Der heilige Lukas» von Giovanni Francesco Barbieri.   Foto: Jörg Carstensen

Potsdam  - Nach dem großen Publikumserfolg mit der Ausstellung zum Spätwerk Pablo Picassos startet im Potsdamer Museum Barberini die Schau "Wege des Barock" mit 54 Meisterwerken aus dem Palazzo Barberini und der Galleria Corsini in Rom. "Es war seit unserer Gründung im Jahr 2017 unser Wunsch, mit der Sammlung unserer Namensschwester in Rom eine Ausstellung zu realisieren", sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag bei der Vorstellung der Schau, die am Samstag für das Publikum eröffnet wird.

 

Die Ausstellung zeigt bis zum 6. Oktober das Werk Caravaggios (1571-1610) und seiner Nachfolger. Star der Schau ist Caravaggios in den Jahren 1597-1599 entstandenes Werk "Narziss". In einem Saal des Erdgeschosses erstrahlt Pietro Cortonas monumentales Fresko aus dem Gran Salone des Palazzo Barberini als Deckenprojektion.

Die Ausleihe der Bilder sei möglich gewesen, da die Ausstellung in der römischen Nationalgalerie gerade neu gestaltet werde, sagte deren Direktorin Flaminia Gennari Santori. "Caravaggio und sein Kreis haben Impulse für die Malerei in Nordeuropa gegeben."

Die Schau steht im Mittelpunkt eines Italien-Festivals in Potsdam. Die Besucher können nach ihrem Museumsbesuch einen Spaziergang zur italienisch inspirierten Architektur und Kunst in der Stadt und im Welterbepark Sanssouci unternehmen - mit dem Audioguide der Barberini-App, der von Günther Jauch gesprochen wird.

Dazu gehört auch der wieder aufgebaute Palast Barberini in Potsdam selbst. Der preußische König Friedrich der Große habe sich eine italienische Piazza in Potsdam gewünscht und sich für den Bau des Bürgerhauses von einem Kupferstich inspirieren lassen, der den Palazzo Barberini in Rom zeigte, erläuterte Westheider. Der Palast wurde bei einem Bombenangriff in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs im April 1945 zerstört und von 2013 bis 2016 vom Software-Milliardär und Kunstmäzen Hasso Plattner als Museum wieder aufgebaut.

 

Autor

Klaus Peters
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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
20:16 Uhr

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Klaus Peters

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11. 07. 2019
20:16 Uhr



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