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Hassberge

99 Prozent für Wilhelm Schneider

Die CSU geht mit dem Amtsinhaber in den Landratswahlkampf. Der Kandidat zieht eine positive Sechs-Jahres-Bilanz und will seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen.



Für Landrat Wilhelm Schneider gab es ein "Steuerrad", für seine Frau Larissa Blumen. Zur Nominierung gratulierten stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Holger Baunacher (links) sowie stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Heidi Müller-Gärtner und CSU-Kreisvorsitzender MdL Steffen Vogel.	Foto: Günther Geiling
Für Landrat Wilhelm Schneider gab es ein "Steuerrad", für seine Frau Larissa Blumen. Zur Nominierung gratulierten stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Holger Baunacher (links) sowie stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Heidi Müller-Gärtner und CSU-Kreisvorsitzender MdL Steffen Vogel. Foto: Günther Geiling  

Ebelsbach - "Ich bewerbe mich heute erneut um die Landrats-Kandidatur, weil ich mich gerne weiter für unsere Bürger, unseren Landkreis einsetzen und etwas bewegen möchte." Mit diesen Worten ging Landrat Wilhelm Schneider in die Nominierungsversammlung des CSU-Kreisverbandes und wurde mit dem sehr hohen Vertrauensbeweis von 99 Prozent der Stimmen erneut zum Landratskandidaten für die Kommunalwahl 2020 gewählt.

Klares Votum

Von den 205 Delegierten waren bei der Nominierungsversammlung 152 Mitglieder anwesend. Bei zwei ungültigen Stimmen und einer Nein-Stimme entfielen die übrigen 149 Stimmen auf Wilhelm Schneider. Das entspricht einem Votum von 99 Prozent.


Stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Hedi Müller-Gärtner erinnerte daran, dass vor sechs Jahren in Königsberg mit der Ernennung von Wilhelm Schneider zum Kandidaten erfolgreiche Weichen für den Landkreis Haßberge gestellt wurden. Bevor es dazu kam, sei Schneider aber schon erfolgreicher Bürgermeister in Maroldsweisach gewesen, wo er ebenfalls viel vor hatte und es keinen Stillstand gab. Sie sei stolz, dass sie hier die Begrüßung vornehmen dürfe und ihr Ziel werde es sein, dort als Bürgermeister-Kandidatin in seine Fußstapfen zu treten.

Der CSU-Ortsvorsitzende von Zeil, Andreas Diem, stellte zwei Dinge für die bevorstehende Kommunalwahl heraus. Wichtig wäre eine geschlossene Mannschaft auf kommunaler Ebene und für die Kreistagsliste. Außerdem sollte man sich auf das langjährige Motto besinnen, nahe am Menschen zu sein und ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen zu haben. Natürlich dürfe man die politischen Mitbewerber nicht unterschätzen und mit den Worten der Kanzlerin "Wilhelm, wir schaffen das" stieß er auf großen Beifall.

CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel erinnerte daran, dass man 2014 deshalb auch in der Stichwahl den Erfolg einfahren konnte, weil man ein hohes Maß an Geschlossenheit und Einigkeit gezeigt habe. Es stehe aber nicht in der Verfassung, dass der Landrat immer von der CSU sein müsse, sondern selbst etwas dafür tun müsse. "Ich schlage aus tiefster Überzeugung unseren bisherigen Landrat Wilhelm Schneider vor, weil ich mir niemanden vorstellen kann, der dieses Amt besser ausüben könnte", sagte Vogel. Schneider habe ein hohes Maß an kommunalpolitischer Erfahrung und mache mit Volldampf weiter, weil er in dem Bereich ein Profi sei. Der Amtsinhaber bringe beruflich und menschlich alles mit, was ein Landrat haben müsse. Vogel: "Obwohl er 60 Jahre alt ist, sprüht er weiter voll Energie und brennt nach wie vor für die Zukunft des Landkreises."

"Ich habe das Amt als Landrat unseres wunderschönen Landkreises mit viel Tatendrang und Optimismus angetreten. Beides ist auch heute in sehr großem Maße erhalten geblieben. Mir macht die Arbeit zum Wohle unseres Landkreises nach wie vor sehr viel Freude, die Tätigkeit ist sehr erfüllend", begann der Landrat seine Vorstellungsrede, in der er die vergangenen sechs Jahre Revue passieren ließ und Weichenstellungen für die Zukunft aufzeigte. Schneider ging aus von den Finanzen, wo er versprochen habe, die Kreisumlage möglichst konstant zu halten.

Bei der Bevölkerungsentwicklung sei der prognostizierte hohe Bevölkerungsrückgang nicht eingetreten. Allerdings werde die Bevölkerung älter und "junge Leute verlassen uns hauptsächlich zum Studium." Hinsichtlich der Mobilität stelle ein Flächenlandkreis eine Herausforderung dar und man sei ja auch in einer Brückenfunktion zwischen der Metropolregionen Nürnberg und Mainfranken. "Aber wir müssen den ÖPNV stärken, einige Linien ergänzen und flexible Modelle mit den Gemeinden umsetzen." Auch den Breitbandausbau müsse man forcieren, den Verkehrslandeplatz als wichtige Infrastruktureinrichtung für die Region III erhalten und den teilweise dreistreifigen Ausbau der B 303 weiter im Auge behalten.

Als bedeutendes Zukunftsthema brachte er das "Technologie-Transfer-Zentrum" (TTZ) mit den Schwerpunkten Kunststoffe und Extrusion (Wellrohre) für den Landkreis und die Stadt Haßfurt ins Gespräch, "zumal wir in "Haßberge der einzige Landkreis sind, der ohne universitäre Einrichtung ist". Dafür habe man vom Wirtschaftsminister ein positives Signal erhalten, auch die Firmen stünden als Weltmarktführer zum Projekt. Allerdings müsse man dann für ein Gebäude selbst bis zu sechs Millionen Euro aufbringen und eine Stiftungsprofessur finanzieren.

Ein besonderes Anliegen war ihm die Gesundheitsversorgung. Der Landkreis sei zwar nur verantwortlich für die stationäre Versorgung, aber das wäre zu kurz gesprungen, wenn ambulante fachärztliche Versorgung fehle. Deswegen habe man auch starke Medizinische Versorgungszentren aufgebaut, die natürlich auch Geld kosten. Dazu hätte es nur die Alternative gegeben, dass Fachpraxen aus dem Landkreis abwanderten. Auch den Erhalt der Geburtsabteilung in Haßfurt, die jährlich eine Defizit von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro mache, stellte Schneider als positiv heraus.

Von der Gesundheit ging dann der Sprung zu den Bildungseinrichtungen, "für die wir wahnsinnig viel Geld in die Hand nehmen. Nach 24 Millionen Euro in den vergangenen Jahren bleiben nun noch einmal 70 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre. Zum Glück bekommen wir für die zwei großen Projekte in Haßfurt und Ebern eine Förderung von 77 Prozent der förderfähigen Kosten". Beworben habe man sich auch als "digitale Bildungsregion" und man sei zuversichtlich, dass man ausgewählt werde.

Landrat Wilhelm Schneider versicherte, er werde sich "mit aller Kraft und Erfahrung für unsere Heimat einsetzen. Politische Führung heißt: Das Notwendige verständlich machen und danach handeln. Es kommt nicht darauf an, wie der Wind weht, sondern wie die Segel gesetzt werden. Ich bitte aber um euren Rückenwind."

Autor

Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
16. 09. 2019
00:00 Uhr

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Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
16. 09. 2019
00:00 Uhr



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