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Abenteuer in der Heimat

Katja Fassl macht "Ferien in der Vergangenheit": Die 32-jährige aus Maroldsweisach hat einen Roman geschrieben. Die Schauplätze der Geschichten liegen ganz nah.



Katja Fassl und "Wichtel Siggi" präsentieren den Roman "Ferien in der Vergangenheit" auf der Burgruine Altenstein. Das ist gleichzeitig ein Ort des Geschehens in ihrem Buch. Foto: Oliver Fassl
Katja Fassl und "Wichtel Siggi" präsentieren den Roman "Ferien in der Vergangenheit" auf der Burgruine Altenstein. Das ist gleichzeitig ein Ort des Geschehens in ihrem Buch. Foto: Oliver Fassl  

Maroldsweisach - Katja Fassl stammt aus Pfaffendorf. Jetzt wohnt sie mit ihrer Familie in Maroldsweisach. "Schon in meiner Kindheit war ich fasziniert von den Sagen, die es rund um Pfaffendorf gibt. Ich lauschte aufmerksam jeder Geschichte, die Erwachsene erzählten", sagt die 32-jährige Frau. Nun hat sich die Mutter zweier Kinder ihren Traum erfüllt und einen Roman darüber geschrieben. "Anna und Siggi machen Ferien in der Vergangenheit" lautet der Titel des Romans mit über 100 Seiten.

Info

"Anna und Siggi machen Ferien in der Vergangenheit" ist nur regional erhältlich, es wird nicht im Internet angeboten, sondern ist bei folgenden Verkaufsstellen erhältlich: Kindertagesstätte Maroldsweisach, Burgeninformationszentrum Altenstein, Leseinsel Ebern, Museumsshop Veste Heldburg oder direkt bei der Autorin unter Telefonnummer 0175/9000 500.

Das Buch kostet zehn Euro.


Katja Fassl schildert, dass sie etwa zehn Jahre alt war, als ihr das Buch "Rund um den Zeilberg" in die Hände gekommen ist. "Das hat der ehemalige Lehrer Fritz Klemm geschrieben, und es hat mich ob der Sagen, die da zu lesen sind, fasziniert." Sie hat sich damals schon überlegt, wie es wäre, ein Teil dieser Geschichten sein zu können.

Die Begeisterung für Sagen haben auch ihre beiden Kinder, neun und sechs Jahre alt. "Mit denen habe ich getestet, wie meine Geschichten ankommen. Ich wollte ja einen Roman für Kinder schreiben, aber was das Alter betrifft, sind nach oben keine Grenzen gesetzt", sagt Katja Fassl lachend. Sie hat sich herangewagt, Fakten und Sagen gesammelt und im Jahr 2018 begonnen, den Roman zu schreiben.

Gereift ist der Gedanke in ihr, als sie öfter mit ihrem Mann Oliver und den Kindern an der Neumühle, in Breitenbach und am Rauhberg spazieren ging. "Dort hat mich die Muse geküsst, und ich habe beschlossen, meinen Traum zu verwirklichen", erzählt Katja Fassl.

Seit 2009 wohnt die Einzelhandelskauffrau in Maroldsweisach. "Ich bin aber oft in Pfaffendorf bei meinen Eltern und der Oma", sagt sie. Auch sie waren angetan, als Katja Fassl verkündete, sich als Schriftstellerin an ihren ersten Roman heranzuwagen, und ihr Mann Oliver unterstützte sie dabei. Groß war ihre Freude, dass ihr Roman, den sie erstmals am Weihnachtsmarkt 2018 in Pfaffendorf präsentierte, gut angekommen ist. "Ach ja, den Ort kenne ich", sagte mancher nach einem Blick in ihr Buch. Das habe sie ganz besonders gefreut, weil sie dadurch merkte, dass sich die Menschen mit dem Buch sowie den Orten des Handelns identifizieren konnten. Zunächst hat Katja Fassl 200 Exemplare aufgelegt. Sie hat eine Druckerei gefunden, bei der sie nachordern kann, egal wie hoch die Stückzahl sein soll. Sie ist quasi verlagsfrei. Auf ihrem Buch will sie aufbauen. "Vielleicht schreibe ich noch einen Roman, wenn mich die Muse wieder küssen sollte", sagt die sympathische junge Frau.

Ihr Roman "Anna und Siggi machen Ferien in der Vergangenheit" ist in fünf Kapitel gegliedert. Sie tragen die Titel: "Rettung in letzter Sekunde", "Räuberhauptmann Michl und die Eselsmühle", "Magdalena, komm nach Hause", "Frau Leiße, Sie sind frei" und "Eine Reise geht zu Ende." Drei Hauptpersonen begleiten den Leser durch den Roman und sind bei allen Geschichten hautnah dabei: Anna, Wichtel Siggi und Hund Diddi.

Das Buch soll kein Sach-, sondern ein Abenteuerbuch für Kinder sein, um den Buben und Mädchen die Heimat und einige Sagen etwas näherzubringen. "Es wäre toll, wenn der eine oder andere nach dem Lesen oder Vorlesen des Romans losziehen würde, um die Schauplätze der Geschichte zu erkunden", sagt die Autorin.

Das Schöne an dem Buch ist nach ihrer Ansicht, dass es eines "zum Anfassen" sei. Man kann die Schauplätze erwandern und mit ein bisschen Fantasie das Gelesene real werden lassen. Egal ob es Breitenbach, von dem ein Wanderweg nach Altenstein und dann wieder nach Pfaffendorf führt, die Burgruine Altenstein oder sogar das Magdalenafest in Eckardtshausen ist. An den Orten "kann man Teile des Buches wieder entdecken".

—————

Am 15. November wird die Autorin ihr Werk beim Vorlesetag auf der Veste Heldburg präsentieren.

Autor

Helmut Will
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
12:50 Uhr

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Autor

Helmut Will

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
12:50 Uhr



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