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Hassberge

Alle Wege führen nach Ebern

Nicht nur aus der Region, auch aus anderen Bundesländern zieht es Jugendliche an die Schreinermeisterschule. Auch für das neue Jahr ist der Kurs bereits voll belegt.



Schreinermeisterschüler bei der Präsentation ihrer Meisterstücke. Hier: ein Musikschrank mit neuesten technischen Einbauten. Foto: Günther Geiling
Schreinermeisterschüler bei der Präsentation ihrer Meisterstücke. Hier: ein Musikschrank mit neuesten technischen Einbauten. Foto: Günther Geiling   » zu den Bildern

Ebern - "Wir können zufrieden sein mit unserer Meisterschule. Die jungen Leute können hier bei uns sehr viel lernen und kommen deswegen sogar aus anderen Bundesländern zu uns in die Schule. Zwei Schüler haben wieder einen Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung bekommen und das ist eine gute Sache. Außerdem können wir einen tollen Haushalt 2019 vorlegen." Mit diesen Worten zog Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der Verbandsversammlung des "Zweckverbandes der Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk" eine positive Bilanz und blickt mit großer Zufriedenheit in die weitere Zukunft der Schule.

Eingangs der Sitzung gab Schulleiter und Privatdozent Oliver Dünisch einen Bericht über die derzeitige Situation an der Schule und zeigte auch die weiteren Perspektiven auf. Im März habe die Verabschiedung des 67. Kurses stattgefunden. Durch den Umbau der Schule und den Neubau sei die Schülerzahl etwas geringer gewesen, sodass vier Meisterinnen und 52 Meisterschüler den Kurs abgeschlossen. Überdurchschnittlich viel kamen dabei aus Bayern, weil die Wohnsituation anderes nicht ermöglichte und manche hätten ihren Eintritt in die Schule auch verschoben.

Die meisten Schüler kommen derzeit aus Unterfranken (17), jeweils neun aus Ober- und Mittelfranken und zehn aus anderen bayerischen Regierungsbezirken. Auch aus anderen Bundesländern habe man Schüler: Hessen (vier Schüler), Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen(je drei Schüler) und aus Sachsen ein Schüler. Für das neue Jahr sei der Kurs aber wieder voll belegt.

Dennoch teilte Schulleiter Dünisch auch mit, dass man ständig mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen habe. "Die Verbindlichkeit einer Anmeldung ist einfach nicht mehr so gegeben wie früher." Oft erfolgen 2-3 Wochen vor Kursbeginn noch Abmeldungen, obwohl man hierfür schon eine Bearbeitungsgebühr von 70 Euro verlange. Natürlich habe man eine Liste für Ersatzbewerber, aber Leute, die im Berufsleben stünden, könnten dann oft nicht so schnell reagieren. Aus den Reihen der Verbandsräte kam deswegen sogar der Vorschlag, dass man wie beim Reiserücktritt entsprechende Gebühren verlangen sollte. Dafür erging auch ein Prüfungsauftrag an die Verwaltung.

Schulleiter Dünisch sah die letzten Monate der Bauarbeiten an der Schule schon wieder etwas entspannter, denn es gehe nur noch um kleine Arbeiten, Verschönerungen oder um Arbeiten im Außenbereich, welche den Schulbetrieb wenig beeinflussen. Hinsichtlich der Digitalisierung der Schulen sei man auch mit dem Wohnheim sehr gut angeschlossen. Da aber der Anteil von eingelockten Geräten dramatisch zunehme, sei der Glasfaseranschluss dringend geboten. Hinsichtlich der Schulgemeinschaft erwähnte Dr. Dünisch die Unterrichtskooperation mit der Mittelschule Ebern, die fortgesetzt werde. Ebenso werde das Projekt Möbelentwurf "Aus- und Weitsichten" für Außenmöbel an markanten Orten im Landkreis fächerübergreifend weitergeführt. Viele Aktivitäten habe es auch in der Öffentlichkeitsarbeit mit kleinen Messebeiträgen gegeben und zwar auf der Handwerksmesse München "Wege zum Design", auf der LIGNA in Hannover, den Coburger Desingtagen, dem "Zukunftsforum Schreiner" in Fürstenfeldbruch und mit einem Drechsler sowie einem Holzbildhauer werde man auch auf der "Mainfrankenmesse" im September in Würzburg vertreten sein.

Geschäftsleiter Ltd. Verwaltungsdirektor Andreas Polst informierte dann über Haushaltsangelegenheiten und legte die Haushaltsrechnung für das Jahr 2018 vor, die für den Zweckverband Meisterschule mit insgesamt 2 735 872 Euro abschloss. "Damit habe die Verbandsversammlung eine erhebliche Stange Geld in die Hand genommen, um die Schule auszustatten." Aufgrund des positiven Ergebnisses im Verwaltungshaushalt konnten 138 196 Euro mehr als geplant dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Durch die relativ hohe Rücklage von 350 827 Euro sei der Zweckverband in der Lage, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu vermeiden. "Zudem ist der Zweckverband durch die Fertigstellung des Ersatzneubaues des Wohnheimes sowie den Abschluss der Sanierung des Schulgebäudes gut aufgestellt für die Zukunft." In den nächsten Jahren stünden aber trotzdem diverse Neubeschaffungen von größeren Maschinen für die Werkstatt an, die für den Zweckverband für die Attraktivität der Meisterschule und zu deren Erhalt dringend notwendig seien. Dotzel sprach von einer guten Kalkulation und Abwicklung des Haushaltes, obwohl sich die Kosten der Baumaßnahme doch etwas erhöht hätten.

Baureferent Ottmar Zipperich ging dann auf den Sachstand hinsichtlich der Sanierung des Schulgebäudes ein. Hier sei es um sehr viele Kleinmaßnahmen gegangen. Es seien aber auch die Fenster bei laufendem Betrieb ausgetauscht und bei der Schreinermeisterschule natürlich durch Holzfenster ersetzt worden. "Der Bieter war ein früherer Meisterschüler und hat dies auch mit Herzblut erledigt", betonte Zipperich. Außerdem musste der Brandschutz verbessert werden, "wobei das Treppenhaus noch ähnlich schön aussieht und die Türen nur technisch aufgewertet wurden." Die abgehängten Decken mussten beseitigt und durch Brandschutzdecken ersetzt werden. Daneben hätten sich die Schulsituation in der EDV und die Aula mit Pausenhofverkauf verbessert und auch der Hof sei mit angebunden worden. Unter Einbeziehung kleinerer Schlussrechnungen gehe man beim Wohnheim von Kosten von 2 368 000 Euro und beim Schulgebäude von 1 274 000 Euro aus.

Der Baureferent nahm dann zum Breitbandanschluss für die Meisterschule Stellung, wo der Fördersatz bei 90 Prozent liege mit einem Förderhöchstbetrag von 50 000 Euro. Noch während der ersten Überlegungen sei aber ein Angebot des Landratsamtes Haßberge eingegangen, die Breitbandanschlüsse für Einrichtungen des Landkreises, der Stadt Ebern und des Zweckverbandes gemeinsam auszuschreiben. Vorteilhaft wäre neben dem schlankeren Verfahren auch ein günstigerer Preis für die elf ins Auge gefassten einzelnen Objekte. Eine grobe Kostenschätzung bezifferte dabei den Anteil der Meisterschule auf knapp 90 000 Euro, womit etwa die Hälfte über Fördermittel abgedeckt seien.

Landrat Wilhelm Schneider teilte mit, dass nur ein Angebot eingegangen sei und das zu marktunüblichen Preisen. Deswegen laufe derzeit eine zweite Ausschreibung. Die Verbandsversammlung stimmte dennoch einem Breitbandanschluss der Meisterschule grundsätzlich zu und befürwortete auch eine Kooperation mit dem Landkreis Haßberge und der Stadt Ebern.

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Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
10. 07. 2019
17:46 Uhr

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Günther Geiling

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10. 07. 2019
17:46 Uhr



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