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Hassberge

Arbeitslosenquote bleibt konstant

Im Juni waren 7131 Menschen in der Region Main-Rhön arbeitslos gemeldet. Damit bleibt die Quote bei 2,9 Prozent. Im Vorjahr zur gleichen Zeit lag sie bei 2,6 Prozent.



Kreis Haßberge - Die insgesamt positive Entwicklung am Arbeitsmarkt der Region Main-Rhön setzte sich bis zum Ende des ersten Halbjahres 2019 fort: Das zeigt der Arbeitsmarkt-Bericht für den Monat Juni, den die Agentur für Arbeit Schweinfurt am Montag veröffentlichte. Demnach blieb die Arbeitslosenquote auch im Juni mit 2,9 Prozent konstant.

In diesem Monat waren 7131 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren zwei Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Niveau der Arbeitslosigkeit allerdings deutlich höher: Im Juni 2018 wurden 694 arbeitslose Menschen weniger gezählt, die Arbeitslosenquote lag so bei nur 2,6 Prozent. "Bei einigen Betrieben ist eine durch internationale Entwicklungen und auch durch den Strukturwandel in der Automobilindustrie hervorgerufene erste Verunsicherung zu spüren", stellt Thomas Stelzer, der Leiter der Schweinfurter Agentur für Arbeit, fest. Die Arbeitslosigkeit sei, anders als im Juni üblich, nicht gesunken, sondern blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert. "Jedoch ist der Schweinfurter Arbeitsmarkt weiterhin robust und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat in diesem Monat wieder spürbar angezogen", so Stelzer.

Auch bei einem guten Arbeitsmarkt gebe es Monat für Monat viel Bewegung. Dies spiegelte sich im Zugang aus Beschäftigung und im besonderen Maße bei den Arbeitsaufnahmen wider. Im Juni wurden 716 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit gezählt. Dem gegenüber standen jedoch 860 Zugänge aus Erwerbstätigkeit.

Am Stellenangebot kann es in der Region Main-Rhön kaum liegen - zumindest nicht an der Zahl der offenen Stellen, denn deren Bestand im Agenturbezirk durchbrach im Berichtsmonat wieder die 5000er-Marke. Mit 5058 Angeboten, einer Steigerung von 60 Stellenangeboten (1,2 Prozent) gegenüber dem Vormonat, bewegte sich der Bestand weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, waren 282 Stellenangebote (5,3 Prozent) weniger im Bestand. "Grundsätzlich tragen die weiterhin stabile wirtschaftliche Lage und das vergleichsweise hohe Alter der Belegschaften in den Betrieben zur hohen Arbeitskräftenachfrage bei", erklärt Arbeitsagentur-Leiter Thomas Stelzer: "Zunehmende Besetzungsschwierigkeiten in vielen Branchen führen zu einem hohen Niveau des Stellenbestandes."

Im Juni nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit

und der Jobcenter 878 neue Stellenangebote entgegen. Das waren 193 Stellenzugänge oder 28,2 Prozent mehr als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 33 Stellenzugänge oder 3,9 Prozent mehr. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 5221 Stellenzugänge verzeichnet. Dies waren 472 Stellen (8,3 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Von den Angeboten waren 4884 Stellen sozialversicherungspflichtig. Die Arbeitgeber meldeten 4793 Stellen dieser Stellen als sofort zu besetzen. Die durchschnittliche Vakanzzeit der Stellen betrug 238 Tage. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Dauer um 36 Tage verlängert. 40 Prozent dieser Stellen waren sechs Monate oder länger unbesetzt.

Der Countdown läuft, nur noch zwei Monate sind es bis zum Ausbildungsstart - und rund drei Viertel der jugendlichen Bewerber sind bereits versorgt. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2018 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit 2781 Bewerber für Berufsausbildungsstellen. Das waren 5,5 Prozent (161 Jugendliche) weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum wurden 4072 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies entsprach einem Rückgang von 0,6 Prozent (24 Stellen). Ende Juni waren 700 Bewerber noch unversorgt und 1534 Ausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2,4 Prozent (17 Jugendliche) weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen.

Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen fiel um 11,5 Prozent (200 Stellen). Aktuell entfallen rechnerisch auf einen noch suchenden Bewerber 2,2 freie Lehrstellen. Inzwischen müssen Ausbildungsbetriebe ihre Attraktivität als Arbeitgeber herausstellen, damit sich Jugendliche für den Betrieb interessieren. Vor zehn Jahren war die Situation noch wesentlich dramatischer: Damals kamen rechnerisch auf 100 Bewerber 55 Ausbildungsplätze. "Der Trend zum Bewerbermarkt hält seit 2012 unvermindert an. Oft zeigen Jugendliche, die auf den ersten Blick nicht der Traumkandidat für die Lehrstelle sind, im Praktikum oder in der Lehre ihr Potenzial. Es lohnt sich also, auch Bewerbern mit nicht so guten Noten eine Chance zu geben," kommentiert Agenturleiter Stelzer die Situation.

Insgesamt gibt Thomas Stelzer eine gemischte Prognose für die nächste Zeit. "Die Arbeitsagenturen erwarten in den kommenden Monaten höhere Arbeitslosenzahlen", sagt er. Dahinter stehe die schwache Wirtschaftsentwicklung, welche die Jobchancen schmälere. So etwa in der Zeitarbeit, die früh auf Konjunkturschwankungen reagiert. "Die Beschäftigung hingegen ist gegenüber konjunkturellen Schwankungen deutlich robuster als früher - selbst in einem Konjunkturabschwung gibt es noch einen positiven Ausblick. Die Entwicklung werde aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren abflachen, so ein Experte des IAB-Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen".

"Unabhängig von bundesweiten Entwicklungen wird in Schweinfurt in den Sommermonaten die Arbeitslosenquoten wohl kurzfristig ansteigen, da Jugendliche ihre Ausbildung beenden und Einstellungen bis in den Herbst zurückgestellt werden und im Juli die Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt beginnt," schließt Thomas Stelzer. tnk

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Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
12:22 Uhr

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01. 07. 2019
12:22 Uhr



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