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Hassberge

Artenschutz als Ziel

18 Gründungsmitglieder sind im neuen Verein "Biodiversitätszentrum Ebern/Haßberge". Das Leaderförderprogramm der EU fördert Aktionen im ländlichen Raum. Damit gibt es drei Jahre eine staatliche Förderung.



Dr. Klaus Mandery (Mitte) ist Gründungsvorsitzender des Biodiversitätszentrum Ebern/Haßberge (BIODIV-Ebern). Sein Vertreter ist Joseph Linz (rechts) aus Unterpreppach, Jutta Herpel (links) aus Reutersbrunn wurde ist die Schatzmeisterin des Vereins. 	Foto: Helmut Will
Dr. Klaus Mandery (Mitte) ist Gründungsvorsitzender des Biodiversitätszentrum Ebern/Haßberge (BIODIV-Ebern). Sein Vertreter ist Joseph Linz (rechts) aus Unterpreppach, Jutta Herpel (links) aus Reutersbrunn wurde ist die Schatzmeisterin des Vereins. Foto: Helmut Will  

Ebern - Die Satzung steht, der Verein "Biodiversitätszentrum Ebern/Haßberge (BIODIV Ebern) ist gegründet. Der Bund Naturschutz und das Institut für Biodiversitätsinformation (IfBI) sowie 18 Personen, haben den Verein am Montagabend im "Stadl" in Ebern aus der Taufe gehoben.

"Jetzt wird es interessant, denn jetzt können wir alles in andere Dimensionen lenken", sagte Dr. Klaus Mandery zur Begrüßung der Versammlungsteilnehmer. Mit dem Leaderförderprogramm der EU werden Aktionen im ländlichen Raum gefördert. "Damit kommen wir über den Zeitraum von drei Jahren in eine staatliche Förderung die uns für 15 Jahre an Haus, Räume und Situation hier vor Ort bindet", sagte Mandery. Wer sich so lange binde müsse Ideen haben, wie man die Zeit "gescheit erfüllt." Es sei sinnvoll, mit dem BIODIV klein anfangen, daneben könne man das IfBI weiter betreiben. Im IfBI ist Wissenschaft angesiedelt, Forschungsprojekte seien vorhanden und u.a. laufe auch eine Artenerfassung", erläuterte Mandery. Darüber hinaus gebe es nun mit dem BIODIV ein Öffentlichkeits- und Bildungsprojekt.

"Ich denke sagen zu können, dass wir in unserem Bemühen sowohl vom Landkreis Haßberge mit Landrat Rudolf Handwerker sowie auch von der Stadt Ebern mit Bürgermeister Robert Herrmann unterstützt werden", sagte Mandery. Sodann erläuterte er die vorbereitete Satzung für das BIODIV-Zentrum. Hier gab es eine Diskussion über die Namensgebung, wobei man sich letztlich mehrheitlich für den oben genannten Namen durchrang.

Mandery nannte "zwei Säulen", auf denen das Projekt zunächst einmal gestellt werden soll. "Einmal soll alles was man auf dem Übungsplatz und darüber hinaus in unserer Landschaft, in den Haßbergen gesehen hat, in einem Biodiversitätsschaufenster dargestellt werden. Das werden wir in vier Räumen präsentieren können", sagte Mandery. Hier könnten Vorträge gehalten und in großen Glasvitrinen die Artenvielfalt vorgestellt werden. Es soll dann versucht werden, die vorhandenen Erkenntnisse mit entsprechenden Bildern online zugänglich zu machen.

Ziel ist, die Ausstellungsobjekte unter anderem für Schüler interessant zu machen um Nachfragen zu animieren. Im Zentrum könnten Schüler auch selbstständig arbeiten. Es soll ein Standard erreicht werden, wo Schüler mindestens eine Stunde selbstständig arbeiten können und in der weiteren Entwicklungsphase bis zu vier Stunden betreut werden können. "Wir werden natürlich auch Museumspädagogen und Biologen beschäftigen müssen, die Zusammenhänge bringen werden, was wir mit eigenem Personal nicht leisten können." Das Gesamtprojekt wird sich auf 300 000 Euro netto belaufen, wovon über das Leaderprogramm knapp 50 Prozent abgedeckt sind. "Wir hätten das Projekt nicht gemacht, wenn wir nicht in Verbindung mit dem Landratsamt alles auf sichere Beine gestellt hätten", so Klaus Mandery.

Das zweite Element von BIODIV werden Artenkenntnisseminare sein. "Durch unsere IfBI-Tätigkeit haben wir ja schon eine riesige Anzahl von Insekten und auch viele schon präpariert." Diese werden, in Verbindung mit botanischen Geschichten hergenommen, um Artenkenntnisse zu vermitteln. Auch für Lehrer würden solche Seminare angeboten.

Mit Universitäten sollen Kooperationen eingegangen werden. Die erste Universität werde mit Studenten in der Zeit vom 28. Mai bis zum 1. Juni nach Ebern kommen, um sich über das Projekt zu informieren. Sie könnten in der Kaserne in den Räumen von BIODIV an Mikroskopen arbeiten und ihre Kenntnisse auch in der Natur erweitern. "Wir werden versuchen zu tun, was Universitäten nicht mehr leisten können, nämlich Artenkenntnisse zu vermitteln." Da gebe es einiges zu tun, zeigte sich Mandery überzeugt. "Naturbegegnungen sind nötig für Schüler und Studenten."

Jetzt können wir alles in andere Dimensionen lenken!

Dr. Klaus Mandery


Daten & Fakten zum neuen Verein

"Biodiversität ist in Ebern bekannt", sagte Dr. Klaus Mandery bei der Gründungsversammlung des "Biodiversitätszentrum Ebern/Haßberge (BIODIV Ebern) am Montag im Gasthaus "Stadl" in der ehemaligen Kaserne.

Nun hat der Verein auch Gesichter. Der Vorstand wurde gewählt. Harald Amon, Alexander Hippeli und Oliver Kröner bildeten den Wahlausschuss. Satzungsgemäß wurde Dr. Klaus Mandery zum 1. Vorsitzenden, Joseph Linz zum 2. Vorsitzenden und Jutta Herpel zur Schatzmeisterin gewählt. Sie werden als Gründungsvorstand die Geschicke des Vereins leiten.

Die Beiträge wurden ebenfalls festgelegt. Der Beitrag für Einzelpersonen beträgt 50 Euro im Jahr. Ein Mindestbetrag von 20 Euro ist in Ausnahmefällen möglich. Für Kommunen und Landkreis wurde der Betrag auf 250 Euro festgesetzt, Vereine und Organisationen zahlen 150 Euro.

Der Verein startet mit 18 Einzelmitgliedern plus dem Bund Naturschutz und dem Institut für Biodiversitätsinformation in sein erstes Jahr. hw


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Veröffentlicht am:
14. 03. 2012
00:00 Uhr

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14. 03. 2012
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