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Hassberge

Atemlos durch die Eberner Nacht

600 Besucher, ausverkauft und Musik vom Feinsten: Die neunte Eberner Musiknacht begeistert Veranstalter, Bands und Besucher.



08.10.2016 - Musiknacht in Ebern - Foto: Rudolf Hein

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Ebern - Es war die Nacht der Superlative: Mit offiziellen 600 Besuchern stellte die Eberner Musiknacht in ihrem neunten Jahr einen neuen Rekord auf. Noch vor 22 Uhr meldete Organisator Walter Ullrich vom Sport- und Kulturverein "ausverkauft": Die knapp 200 Eintrittsbändchen, die nicht schon im Vorverkauf an den Musikfan gingen, waren innerhalb von weniger als zwei Stunden vergriffen.

Viel mehr als die damit 600 Besucher würden die Kneipen aber auch gar nicht fassen. Wer am Samstag seine Tour an einem der beiden Enden der Musikmeile zwischen Kapellenstraße (Café Wagner) und Klein Nürnberg (Frankenstuben) startete, der musste glatt nach Luft schnappen: Einmal ob der unerhörten Qualität der dortigen Künstler, zum Zweiten war es dort so voll, dass nicht einmal kreischende Teenager hätten in Ohnmacht fallen können. Wer nämlich glaubt, das Publikum der Musiknacht hätte allesamt noch die Beatles live gesehen, der irrt: Die Altersgruppen der Zuhörerschaft war so bunt wie das Programm.

Und das hatte es besonders an den zwei besagten Musikmeilen-Enden in sich: Hier befand sich plötzlich das "Hardrockcafé Wagner", als Mennana mit Wahnsinnsstimme und Präsenz ihre ganz eigenen Versionen von Queen oder gar AC/DC unters staunende Volk brachte. Obendrein heizte sie die Stimmung auf, um gleich darauf für Gänsehaut zu sorgen. No woman no cry. So eine Musiknacht muss man auch aushalten können. "So etwas wie Mennana hatten wir noch nicht", gestand Walter Ullrich, ebenso platt wie die restliche Zuhörerschaft.

Die beteiligte sich dann aber nicht nur stimmlich an so einigen Songs, sondern nutzte die zwischenzeitlich freie Fläche sogar für das eine oder andere Tänzchen - dem mittlerweile für die Musiknacht obligatorischen "Vortänzer" Georg sei an dieser Stelle auch einmal gedankt. Ein Unikat war übrigens auch der Kakadu, der die Sängerin neben Gitarrist André Krengel begleitete. An alle, die sich die Frage stellten: Ja, der Vogel war echt und lebendig. Offenbar hat er schon viel erlebt, dass ihn das Gehörte nicht vom Hocker gehauen hat.

Am anderen Ende gab sich quasi die Cream de la Cream dem Blues hin: "Dust Bowl" entstand aus Musikern der jährlichen Sommer-Session in Oberhaid und ähnlich wie die Eric-Clapton-Band demonstrierten hier vier starke Einzelspieler, was sie auf dem Kasten haben. Gegründet hat sich Dust Bowl eigentlich tatsächlich eigens für die Musiknacht. Auch dies ein Novum. Wer es nicht wusste, merkte es nicht, dass Sänger und Gitarrist Philipp Arnold erkältungsbedingt angeschlagen war: Ob Jimi Hendrix, Prince oder der namensgebende Joe Bonamassa - kein musikalischer Gipfel war hier zu hoch.

Ein Stadtrat mit der E-Gitarre, nebenan ein Bürgermeister beim Bändchenverkauf - das ist die Eberner Musiknacht. Inzwischen ist sie obendrein so etwas wie ein erweitertes Klassentreffen geworden, denn man kennt sich und freut sich, wenn man sich bei der nächtlichen Wanderung von Kneipe zu Kneipe immer wieder begegnet.

Eine besondere Freude hatte sicher auch die Hochzeitsgesellschaft bei Partyservice Streit, einem der letztjährigen Veranstaltungsorte: Anstelle zum Streitsgarten, wo die "Restless Cats" sensationell gut rockten und rollten, pilgerten einige Musikfans auch dorthin und machten den Frischvermählten ihre Aufwartung. In Feierstimmung waren sie schließlich alle, denn neben perfekter Organisation und reibungslosem, friedlichen Ablauf gab es jede Menge guter Musik zu genießen. "Die Bands sind durch die Bank alle gut", bestätigte Walter Ullrich. Das wusste man ja bereits von den "Wiederholungstätern" im Pizzablitz und im Veracruz: Lord Locksmith begeisterten wie im vergangenen Jahr mit guter Laune und Gute-Laune-Songs, und auch wenn er sich "Wilder Pilger" nennt, wusste Florian Baessler auch mit leisen Tönen zu überzeugen. Obendrein brachte er mittels Live-Looping Gitarren, Schlagzeug, Bass und Streicher, Chöre und Piano gleich ein ganzes Orchester in einer Person auf die Bühne.

Die Bühne im Rathaus schließlich, die es in Akustik und Atmosphäre zumindest zu Beginn immer etwas schwerer hat, rockten "Mac Seven" mit Tanzbarem und geizten ebenfalls nicht an guter Laune, die wie bei allen Künstlern auch gar nicht anders konnte, als aufs Publikum überzuspringen. Was beleibt am Ende so einer Nacht noch zu sagen? "Wir freuen uns auf 2017", so die einhellige Meinung. Denn dann steht mit zehn Jahren Musiknacht ein Jubiläum an, bei dem es sicher so einiges auf die Ohren geben wird.

Die Bands sind durch die Bank alle gut.

Organisator Walter Ullrich

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Von Tanja Kaufmann
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Veröffentlicht am:
09. 10. 2016
00:00 Uhr

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Von Tanja Kaufmann

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09. 10. 2016
00:00 Uhr



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