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Hassberge

Attacken in Sachen Neubau

Mitglieder der Freien Wähler in Ebern berichten über anonyme Schreiben. Gegenstand ist der geplante Neubau der Landesbaudirektion.



Der Abriss des Gasthofs Post und der folgende Neubau an selber Stelle ruft Kritiker auf den Plan - auch solche, die ihren Namen nicht nennen mögen.	Foto: tnk
Der Abriss des Gasthofs Post und der folgende Neubau an selber Stelle ruft Kritiker auf den Plan - auch solche, die ihren Namen nicht nennen mögen. Foto: tnk  

Ebern - Viele lokale Themen, die auch in Pandemie-Zeiten die Stadtgesellschaft beschäftigen, wurden beim Monats-Stammtisch der Freien Wähler (FWE) im Garten des Cafés Wagner diskutiert. Neben den Tagesordnungspunkten der Juni-Stadtratssitzung, die von den vier Mitglieder der FWE-Fraktion erklärt wurden, ging es vor allem um Spielplätze, den anvisierten Neubau der Landesbaudirektion sowie Freiflächen-Photovoltaikanlagen.

Mit Verwunderungen berichteten dabei mehrere FWE-Mitglieder über schriftliche Attacken in Sachen Haltung zum Bau der Landesbaudirektion. Bei den Absendern handelte es sich durchweg um Tarnnamen, weswegen der Schluss naheliegt, dass es sich jeweils um den identischen Urheber handele, der sich trotz mehrfacher Rückmeldungen und Gesprächsangeboten aber nicht aus seiner Deckung wage. "Solche Heckenschützen sind für konstruktive Diskussionen wenig hilfreich", fand Philipp Arnold.

Der grundsätzliche Tenor der Freien Wähler zum Kauf und möglichen Abriss des Gasthofes Post war, dass man die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes abwarten solle, wobei darauf zu achten sei, eine Lösung anzustreben, die ins Stadtbild passe.

Klar wurde dabei, dass die Behörden des Freistaates als Bauherr federführend sein werden. Ralf Kestel erinnerte an die Aussage von CSU-Innenminister Joachim Herrmann im Rahmen eines Wahlkampfauftrittes im August 2017, wonach "die Leute gleich erkennen sollen, wenn der Freistaat hier in Ebern mit einer Behörde vertreten ist". Ein Gastzuhörer machte seine grundsätzlichen Bedenken gegen einen Abriss von Gaststätte und Deltamarkt deutlich und warf auch die Stellplatz- /Parkplatzfrage auf.

Aus Gesprächen mit vielen jungen Eltern hatte Sven Steffan mehrfach Unmut über die Ausstattung der Kinderspielplätze in der Kernstadt herausgehört. Während die Nutzung der Treffpunkte in Reutersbrunn, Jesserndorf und vor allen Dingen Unterpreppach durchaus vorbildlich sei, gebe es in Ebern häufig Klagen. Dabei erinnerten die FWE-Kandidaten an das Wahlprogramm, worin die Idee eines Mehrgenerationen-Treffs aufgegriffen wurde, bestenfalls sogar mit einer Spielmöglichkeit am Wasser, wozu sich entlang des Angerbachs mehrere Areale anböten. Frank Klehr verwies dabei auf den Abenteuer-Spielplatz in Rattelsdorf. Was Vorsitzender Thomas Limpert sofort aufgriff und einen Informationsbesuch anregte, der mit einem Abstecher im dortigen Ärztehaus verbunden werden könnte.

Walter Ullrich sprach das Thema Photovoltaikanlage an, die seiner Meinung nach immer mehr das Landschaftsbild verschandeln würden. Andreas Mölter und Thomas Limpert verwiesen dabei auf die überproportionale Ausweisung in den Gemarkungen Heubach und Eichelberg. Zwar habe sich der Stadtrat noch unter Bürgermeister Robert Herrmann eine Obergrenze selbst auferlegt, die "jedoch schon überschritten wurde", wie Limpert mahnte. Da aktuell zwei neue Anträge vorlägen, werde sich der Stadtrat erneut und grundsätzlich mit dem Thema befassen müssen, war sich der Dritte Bürgermeister sicher.

Hier wird, sobald das Thema die Stadtratsgremien erneut beschäftigt, eine eingehende Beratung und Suche nach sinnvollen Modellen erforderlich werden. Varianten wie sogenannte Agro-PV Anlagen (aufgeständerte PV-Anlage welche darunter noch landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht) und Bürgerbeteiligungsmodelle sind hier ebenso zu diskutieren wie Nutzung von städtischen Flächen oder vorhandene Dachlandschaften, so der Tenor am gut besuchten FWE-Stammtisch. red

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Veröffentlicht am:
29. 06. 2020
13:42 Uhr

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29. 06. 2020
13:42 Uhr



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