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Hassberge

Auf dem Weg ins All

Bei der Kreisjugendring-Freizeit mit gelebter Inklusion erleben die Jugendlichen eine spannende Zeltlager-Zeit. Dabei gibt es allerhand Abenteuer zu erleben.



Der Betreuer Julius Kraus (links) erklärt der Mädchengruppe eins an der Station "Notfall in einem Raumschiff" die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Fotos: Frank Kupfer-Mauder
Der Betreuer Julius Kraus (links) erklärt der Mädchengruppe eins an der Station "Notfall in einem Raumschiff" die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Fotos: Frank Kupfer-Mauder   » zu den Bildern

Reutersbrunn - Bereits bei der Anfahrt zum Jugendzeltplatz in Reutersbrunn wurde es für die Teilnehmer spannend. Auf der Reise zum weit entfernten Waldplaneten "Abak" erhielten diese eine Audio-Nachricht mit der Bitte um Hilfe gegen die Raubzüge des Kaba-Monsters. Dieses hatte sich immer wieder durch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum auf den Waldplaneten begeben und die dortigen Bewohner ausgeraubt. Ganz klar, dass die 45 Mädchen und Jungen sofort zur Rettungsmission auf den Waldplaneten "Abak" eilten. Das ehrenamtliche Team um die Zeltlagerleiterinnen Nina Brech und Caroline Petersen vom Kreisjugendring Haßberge und Dorothee Weißenseel von der Lebenshilfe Haßberge hat sich für das Inklusive Zeltlager wieder sehr viel einfallen lassen. Bereits vor Monaten wurde das Motto festgelegt und kreativ ausgestaltet. Durch verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel ein großes Lagerspiel als Ausbildung für die Neuankömmlinge auf dem Waldplaneten, thematisch organisierte Workshops oder die Ausgestaltung des Bergfestes als Weltraumparty, wurde das Motto in aufregende Erlebnisse für die teilnehmenden Mädchen und Jungen umgesetzt.

Hintergrundinfos und Kontakt

Das Inklusive Zeltlager 2019 wird durch den Bayerischen Jugendring aus Mitteln des Bezirks Unterfranken gefördert. Dazu gewährt der Bayerische Jugendring aus Mitteln des Projekts "Selbstverständlich Inklusion" eine Förderung der Aktion Mensch. Weitere Infos zum Inklusiven Zeltlager gibt es beim Kreisjugendring Haßberge, Promenade 5, 97437 Haßfurt, 09521/610136, www.kjr-has.de. Ab Januar 2020 werden Anmeldungen für 2020 angenommen (3. bis 12. August 2020). Inklusives Zeltlager 2019: Lagerleitung Nina Brech (München), Caroline Petersen (Haßfurt), Dorothee Weißenseel (Haßfurt). Küche: Johanna Reinhard (Eisenheim), Sabine Schlegelmilch (Bamberg), Stefanie Kraus (Stralsbach), Petra Erickson (Gädheim). Zeltbetreuer/-innen: Philipp Steinert (Hilpoltstein), Sebastian Kraus (Stralsbach), Shawn Erickson (Gädheim), Lukas Vogel (Bamberg), Julius Kraus (Zeil am Main), Ulrich Schnös (Knetzgau), Matthias Holzinger (Haßfurt), Sarah Kennedy (Lendershausen), Franziska Helmert (Erlangen), Anna Gebhardt (Knetzgau), Kerstin Viering (Limbach), Sarah Stretz (Oberhaid). Springer und Helfer: Ursula Eckert (Ebern), Hannah Vogel (Idstein), Paul Gläser (Untertheres), Jonas Erickson (Gädheim), Finn Licha (Knetzgau)


Unter neuem Namen geht das gemeinsame Zeltlager des Kreisjugendrings Haßberge und der Lebenshilfe Haßberge in die 28. Auflage. Aus dem Integrativen Zeltlager wurde dieses Jahr ein Inklusives Zeltlager. "Der alte Titel stammte noch aus dem Jahr 1992. Mittlerweile ist Inklusion in aller Munde und der schon lange gelebten Realität auf dem Zeltlager folgte nun auch die entsprechende Umbenennung in ein Inklusives Zeltlager", schildert Frank Kupfer-Mauder, KJR-Geschäftsführer und Kreisjugendpfleger.

Als ehemalige Lagerleitung unterstützt er das über 20-köpfige Team im Hintergrund, vor allem bei der Vorbereitung. Weitere Unterstützung erhält das Team von Petra Erickson aus der Kreisjugendring-Vorstandschaft. Als Ressortverantwortliche für Freizeiten und Ferienprogramme packt sie mit an, wo Hilfe vor Ort gebraucht wird.

Alle Aktionen werden mit viel Humor und Spaß durchgeführt. Das entspricht auch dem Leitgedanken der inklusiven Freizeit: "Jeder Mensch ist anders und hat seine eigenen Stärken und Schwächen". Die Aktivitäten werden alle so aufgebaut, dass sie nur gemeinschaftlich in der Gruppe gelöst werden können. "Inklusion wird hier von Beginn an gelebt. Ein Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist ‚selbstverständlich‘ - auch über das Sommerzeltlager hinaus", berichten Nina Brech und Caroline Petersen. Bei der Umsetzung können sie sich voll und ganz auf ihr Betreuerteam verlassen. Ganz nach dem Motto "Geht nicht - gibt’s nicht" arbeitet das ehrenamtliche Team mit vollem Engagement für die Sache des Inklusiven Zeltlagers. Dies sieht man auch an den selbst geschriebenen Theatereinlagen, an fantasievollen Kostümen oder größeren Bühnenaufbauten, welche manchmal bis in die frühen Morgenstunden gebastelt werden. So ist es auch in diesem Jahr. Man kann sich kaum noch vom Waldplaneten zum eigentlichen Zeltplatz zurückdenken.

Das Team arbeitet dabei Hand in Hand zusammen. "Wir wollen den Kindern Gemeinschaft vorleben, damit diese sich an uns als Vorbild orientieren können", erklärt Dorothee Weißenseel. Spannung darf beim diesjährigen Inklusiven Zeltlager natürlich auch nicht fehlen. Was die Kinder noch nicht wissen. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden beim finalen Nachtstationslauf das Kaba-Monster bekämpfen und die Aufgabe erhalten, den Riss im Raum-Zeit-Kontinuum zu schließen, damit die Bewohner des Waldplaneten wieder in Frieden und Freude leben können", verrät Nina Brech. Daneben sorgen natürlich viele weitere jugendgerechte Aktivitäten für Unterhaltung. Zwei Schwimmbadbesuche, mehrere Picknicks, Workshops, ein bunter Abend und zum Abschluss eine Lagerdisco sorgen für eine abwechslungsreiche Ferienzeit.

Zusätzlich zum inklusiven Charakter der Ferienfreizeit bemüht sich das Zeltlagerteam um Nachhaltigkeit und Regionalität. So werden zum Beispiel ausschließlich Mehrwegflaschen (die meisten aus Glas) benutzt und regionale Betriebe bei den Einkäufen bevorzugt. red

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Veröffentlicht am:
14. 08. 2019
13:18 Uhr

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14. 08. 2019
13:18 Uhr



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