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Hassberge

Auto prallt auf Baustellenfahrzeug

Bei einem schweren Unfall auf der B 279 wurde ein Mann eingeklemmt und schwer verletzt. Er hatte offensichtlich ein Sicherungsfahrzeug übersehen.



Durch den starken Aufprall wurde der 69 Jahre alte Audi-Fahrer aus Ebern in seinem Wagen eingeklemmt. Foto: Michael Will/BRK
Durch den starken Aufprall wurde der 69 Jahre alte Audi-Fahrer aus Ebern in seinem Wagen eingeklemmt. Foto: Michael Will/BRK  

Ebern - Zwei Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag auf der Bundesstraße 279 bei Ebern schwer verletzt worden. Ein Auto war offenbar ungebremst auf ein Baustellenfahrzeug aufgefahren. Der Pkw-Fahrer wurde in seinem Audi eingeklemmt.

Gegen 13.10 Uhr war der Mitarbeiter einer Straßenbaufirma nach Angaben der Polizei damit beschäftigt, auf Höhe der Abfahrt zur Carl-Benz-Straße (Höhe Lidl) auf der Bundesstraße Markierungsarbeiten durchzuführen. Dafür war der Arbeitsbereich mit orange-farbenen Verkehrshütchen abgesichert. In dem Moment, als der Bauarbeiter ins Auto auf den Fahrersitz einsteigen wollte, kam aus Richtung Rentweinsdorf ein Audi und prallte vermutlich ungebremst in das linke Heck des Mercedes Sprinter, der am rechten Fahrbahnrand stand.

Durch den starken Aufprall wurde der 69 Jahre alte Audi-Fahrer aus Ebern in seinem Wagen eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr mit der Rettungsschere aus dem Wrack befreit werden. Dazu wurde das Dach entfernt, um den Patienten möglichst schonend aus dem Auto befreien zu können, da Wirbelsäulenverletzungen zunächst nicht ausgeschlossen werden konnten.

Nach rund 45 Minuten war der Mann aus dem Auto befreit. Während dieser Zeit wurde er vom BRK-Rettungsdienst und einem Notarzt medizinisch versorgt und betreut. Nach seiner Stabilisierung im Rettungswagen wurde er zur weiteren Diagnostik und Behandlung mit einem Rettungshubschrauber ins
Leopoldina-Krankenhaus nach Schweinfurt in den Schockraum geflogen. Lebensgefahr bestand zunächst nicht. Auch der 43 Jahre alte Bauarbeiter einer Firma aus Hildburghausen wurde schwer verletzt. Er wurde nach notärztlicher Versorgung mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Coburg gebracht.

Der Verkehrsunfall hatte zu einem Großaufgebot an Rettungskräften geführt. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt hatte drei BRK-Rettungswagen aus Ebern und Eltmann, ein Notarzteinsatzfahrzeug mit Notarzt aus Ebern sowie den BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst, Wolfgang Zweverink aus Haßfurt, an die Einsatzstelle entsandt. Ebenfalls wurde der Intensivtransport-Hubschrauber "Christoph Mittelhessen" der Johanniter-Unfall-Hilfe (stationiert am Flughafen Reichelsheim bei Frankfurt), der am Klinik-Campus in Bad Neustadt nach einem vorhergehenden Einsatz wieder frei war, an die Unfallstelle beordert.

Nach Angaben von BRK-Einsatzleiter Wolfgang Zweverink stand ein zweiter Rettungshubschrauber parat. "Christoph 60" der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) aus Suhl war ebenfalls in Bad Neustadt nach einem vorherigen Einsatz frei. Er wurde zunächst auf Abruf bereitgehalten, wurde für den zweiten Patienten allerdings nicht benötigt.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Bundesstraße 279 zwischen den Anschlussstellen Heubach und Unterpreppach rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr örtlich um. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, auslaufende Betriebsstoffe wurden von der Feuerwehr abgebunden. Die Unfallaufnahme wurde von Beamten der Polizeiinspektion Ebern durchgeführt. Weshalb genau es zu dem Unfall gekommen ist, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. An der Unfallstelle waren insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes, zwei Notärzte sowie nach Angaben von Kreisbrandmeister Jonas Ludewig die Feuerwehren aus Ebern, Heubach, Reutersbrunn und Eichelberg mit 32 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern im Einsatz. red

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Veröffentlicht am:
30. 04. 2019
16:32 Uhr

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30. 04. 2019
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