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Autos krachen frontal zusammen

Bei einem Unfall auf der B279 bei Maroldsweisach wurde ein 62-Jähriger BMW-Fahrer lebensgefährlich verletzt. Drei weitere Unfallbeteiligte blieben unversehrt.



Glück im Unglück hatten die beiden Insassen des silbernen VW sowie der Fahrer des Lastwagens. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Der 62-jährige Fahrer eines schwarzen BMW musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Uniklinik Würzburg geflogen werden. Fotos: Schmidt
Glück im Unglück hatten die beiden Insassen des silbernen VW sowie der Fahrer des Lastwagens. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Der 62-jährige Fahrer eines schwarzen BMW musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Uniklinik Würzburg geflogen werden. Fotos: Schmidt   Foto: Gerhard Schmidt

Maroldsweisach - Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen-Gespann und zwei Autos hat sich am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 279 zwischen den Ortschaften Maroldsweisach und Voccawind ereignet. Ein Autofahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Zu dem Unfall war es gegen 14.30 Uhr rund 200 Meter nach dem Ortsausgang Maroldsweisach gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 62-Jahre alter BMW-Fahrer in Richtung Ebern gefahren und wollte einen Lastwagen überholen. Dabei übersah der Mann aus den Haßbergen offenbar den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen-Gespann.

Ob der Lastwagen-Fahrer aus Norddeutschland noch versuchte, dem BMW auszuweichen und nach rechts ins Bankett fuhr, war ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern. Nach der Kollision schleuderte der BMW zurück auf seine Fahrspur und blieb quer auf der Straße an der Leitplanke stehen. Der Laster, der bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt wurde und nicht mehr fahrbereit war, kam vom rechten Bankett ebenfalls wieder zurück auf die Straße, geriet nach links auf die Gegenfahrbahn und prallte dabei gegen einen VW Golf, den er gegen die Leitplanke drückte.

Glücklicherweise blieben sowohl der Lastwagen-Fahrer sowie die beiden jungen Insassen des Golfs aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld unverletzt. Sie kamen mit dem Schrecken davon und lehnten einen Transport ins Krankenhaus ab.

Weniger Glück hatte der BMW-Fahrer. Der 62-Jährige, der sich alleine in seinem Auto befand, wurde auf dem Fahrersitz schwer eingeklemmt und erlitte lebensgefährliche Verletzungen. Den Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es nach über 30 Minuten den Mann aus dem Wrack zu befreien. So lange wurde er von zwei Notärzten und einem Feuerwehrarzt gemeinsam mit dem Rettungsdienst versorgt. Nach seiner Stabilisierung anschließend in einem Rettungswagen wurde der 62-Jährige mit einem Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) in die Uniklinik nach Würzburg geflogen. Nachdem der BMW bereits vor dem Unfall einem Zeugen aufgrund seiner Fahrweise aufgefallen war, könnte auch ein medizinisches Problem im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen eine Rolle gespielt haben. Den insgesamt entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 160.000 Euro. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Maroldsweisach, Ermershausen, Pfarrweisach, Hofheim und Burgpreppach.

Die Bundesstraße blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten mehr als drei Stunden komplett gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr großräumig um. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, der die genau Unfallursache ermitteln soll. Der BRK-Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen aus Ebern und Bad Königshofen an der Einsatzstelle, zudem kümmerten sich zwei Notärzte und die Besatzung eines Rettungshubschrauber um den Verletzten und die Betroffenen. "Sehr gut reagiert haben in diesem Fall Verkehrsteilnehmer, die unmittelbar nach dem Unglück an die Unfallstelle gekommen sind", lobt BRK-Pressesprecher Michael Will.

Eine junge Frau aus Maroldsweisach, die mit ihrem Auto gerade auf dem Nachhauseweg war, eilte dem Eingeklemmten sofort zur Hilfe und versorgte eine stark blutende Wunde. Zwei andere Verkehrsteilnehmer setzten sofort einen Notruf ab und sicherten die Unfallstelle. "Die Ersthelfer haben besonnen und richtig reagiert", so Will. Genau so, wie es in Erste-Hilfe-Kursen immer wieder gelehrt werde.

"Wir freuen uns über jeden Ersthelfer, der bei Unglücksfällen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe leistet." Bei diesem tragischen Verkehrsunfall habe das vorbildlich funktioniert.

Die Ersthelferin wurde noch an der Unfallstelle von einer BRK-Notfallsanitäterin, die gleichzeitig Mitarbeiterin in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des BRK ist, betreut.

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
18:22 Uhr

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