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Bauarbeiten stellen Gremium zufrieden

Die Restaurierung an der Synagoge in Gleusdorf ist großteils abgeschlossen. In Memmelsdorf gibt es Probleme mit einigen Kastanienbäumen.



Die Synagoge in Gleusdorf (links) und die "Judenschule" (rechts) sind weitestgehend fertig restauriert. Bürgermeister Helmut Dietz (Vierter von links) gab außen und innen entsprechende Erläuterungen. Fotos: Helmut Will
Die Synagoge in Gleusdorf (links) und die "Judenschule" (rechts) sind weitestgehend fertig restauriert. Bürgermeister Helmut Dietz (Vierter von links) gab außen und innen entsprechende Erläuterungen. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Untermerzbach - Mit fünf Ortseinsichten begann die erste Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Untermerzbach nach der konstituierenden Sitzung. Die vier Ausschussmitglieder und Bürgermeister Helmut Dietz (SPD), wurden hierbei von mehreren Gemeinderatsmitgliedern begleitet. In Gleusdorf konnte der Bürgermeister dem Gremium mitteilen, dass die Restaurierung der Synagoge zum Großteil abgeschlossen ist. "Im Raum der Synagoge wurde mit viel Mühe ehemaliges Originales an Decken und Wänden sichtbar gemacht und erhalten", sagte der Bürgermeister und gab hierzu entsprechende Erläuterungen. Es würden noch Informationstafeln aufgestellt, damit spätere Besucher die Geschichte der Synagoge nachvollziehen können. "Es ist erfreulich, dass wir im Kostenrahmen bisher niedriger liegen, als geplant war", stellte Dietz fest. Neben der Synagoge befindet sich die sogenannte "Judenschule." Das sei aber nie eine Schule, sondern ein jüdisches Wohnhaus gewesen", sagte Norbert Lohneiß, Ortsprecher in Gleusdorf. In diesem Raum, der mit zwei Sitzbänken ausgestattet ist, werden zur Vorbereitung auf den Synagogenraum Tafeln mit der Ortsgeschichte von Gleusdorf und deren jüdische Geschichte angebracht. Hier ist auch eine kleine Küche und eine Toilettenanlage vorhanden. Die Synagoge mit dem Nebengebäude soll ein Lernort und Dokumentationszentrum zur orts- und jüdischen Geschichte werden. Gefördert wird diese mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und durch das Bayerische Städtebauförderungsprogramm des Freistaates Bayern. Bauherr ist die Gemeinde Untermerzbach, betrieben wird die Synagoge in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Synagoge Memmelsdorf.

Ein kurzer Stopp wurde am Feuerwehrgerätehaus in Wüstenwelsberg eingelegt. Hier wies Dietz darauf hin, dass die örtliche Feuerwehr das Gerätehaus neu gestrichen habe. Die Gemeinde habe die Materialien zur Verfügung gestellt. "Wieder ein Beispiel bürgerschaftlichen Engagements, wie wir viele in unserer Gemeinde haben", so der Bürgermeister.

In Memmelsdorf am Wendeplatz des ehemaligen Bahnhofs zeigte der Bürgermeister dem Gremium eine Stele mit einem Hinweis auf die Geschichte, wie sie auch an der Synagoge in Gleusdorf entstehen soll. Außerdem wies er darauf hin, dass es dort mit verschiedenen Kastanienbäumen die in die Jahre gekommen sind, Probleme gebe. Deshalb wurden schon entsprechende Sicherungs- und Untersuchungsmaßnahmen vorgenommen. "Wir sind in der Verkehrssicherungspflicht und können uns dem nicht verschließen", so Dietz. Obwohl eine Kastanie vom Stock her bis zwei Meter hoch hohl wäre, könne man den Baum mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen für die nächsten 70 Jahre erhalten, habe ein Gutachter festgestellt. Ähnliche Probleme gebe es noch bei drei weiteren Kastanien. Das zweifelte Gemeinderat Robert Bohla (CSU) an. Er begründete dies mit dem Wachstum und Ausschlag der Äste. Das Gremium beschloss Sicherungsmaßnahmen vornehmen zu lassen.

In der Bürgerwerkstatt wurde die Sitzung fortgesetzt. Nichts dagegen hatte das Gremium als Nachbargemeinde mit dem Vorhaben der Gemeinde Pfarrweisach wegen Freiflächenphotovoltaikanlagen. Das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag von Bruno Bayersdorfer aus Recheldorf, wegen Anbau eines Balkons wurde erteilt.

Vergeben wurden Arbeiten für die Synagoge in Gleusdorf. So Metallbauarbeiten für eine Stele zum Preis von 3900 Euro an eine ortsansässige Firma. Ein Auftrag über 690 Euro für Glasbauarbeiten ging an eine Firma aus Nürnberg. Einen Prospektständer für 790 Euro kann eine Firma aus dem Landkreis Coburg liefern. Vergeben wurde eine Erhebung über Bräuche, Sitten und Traditionen an eine Fachfrau auf diesem Gebiet im Wert von 11 500 Euro. Hier war man der Meinung, dass man da beim Preis noch etwas "drücken" könne. Auch müssten noch mögliche Zuschüsse abgeklärt werden. Für die Abwasserbeseitigung kann eine Firma aus dem Gemeindegebiet zum Preis von 5350 Euro eine entsprechende digitale Anlage liefern.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
29. 05. 2020
16:48 Uhr

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29. 05. 2020
16:48 Uhr



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