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Baubeginn zieht sich noch hin

Die Verzögerungen bei der Sanierung des Kindergartens sorgen für Unmut im Ratsgremium. Die Grundschule soll zudem Außen-Jalousien erhalten.



Hier ein Blick auf den bestehenden Kindergarten (links), der hier über die Straße und auf das Grundstück einen Anbau erhalten soll. Die Straße ist schon länger abgesperrt, aber es sind noch keine Baumaschinen zu sehen. Fotos: Günther Geiling
Hier ein Blick auf den bestehenden Kindergarten (links), der hier über die Straße und auf das Grundstück einen Anbau erhalten soll. Die Straße ist schon länger abgesperrt, aber es sind noch keine Baumaschinen zu sehen. Fotos: Günther Geiling   » zu den Bildern

Rentweinsdorf - Der Anbau und Umbau des Kindergartens "Budenzauber" in Rentweinsdorf ist mit einer veranschlagten Kostensumme von 2,4 Millionen Euro derzeit das größte Projekt der Marktgemeinde Rentweinsdorf und dieses Mal vergab das Ratsgremium die Arbeiten für den Rohbau mit einer Summe von 366 282 Euro. Das führte aber auch zu Nachfragen, warum man die vorgesehene Baufläche noch in einer trügerischen Ruhe sehe und mit den Kanalbauarbeiten sowie der Bohrpfahlgründung noch nicht begonnen wurde.

Ludwig Bock erinnerte an die Sitzungen vom Juni/Juli, wo es geheißen hatte, "mit der Sanierung des Kindergartens geht es jetzt los". Aber das sei nicht der Fall. "Wenn jeder schiebt und schiebt, dann kann es passieren, dass sich alles verzögert. Es gilt darauf zu achten, dass wir nicht erst im Jahre 2023 fertig werden. Hier muss man einfach Termine zeitlich besser fixieren und auch Druck machen."

Bürgermeister Steffen Kropp (SPD) bestätigte, dass der Kanalauftrag schon länger vergeben sei und man wirklich noch nichts sehe. Nach seinen Informationen sei die Firma derzeit in Urlaub, sei aber angeblich auch bei anderen Baustellen ins Stocken geraten. Mitte August wolle sie aber mit den Arbeiten beginnen und danach soll dann die nächste Firma weitermachen, welche die Bohrpfähle in den Untergrund einbringe als Grundlage für den Rohbau. Derzeit sei nur der Kanal eingemessen.

Der Bürgermeister verwies darauf, dass für die Firmen ein Zeitrahmen festgelegt sei und der Kanal bis September und die Pfahlgründung im Oktober erfolgt sein müsse. Dann könne man mit dem Rohbau beginnen. Hierfür lagen dann die Kostenangebote verschiedener Firmen vor. Während sich die Kostenschätzung auf 410 806 Euro belaufen hat, lautete das wirtschaftlichste Angebot auf 366 282 Euro und die Räte waren froh über diese Unterschreitung des Kostenrahmens.

Da die Planungen und Auftragsvergaben für den Anbau der Kinderkrippe an den ehemals kirchlichen Kindergarten angelaufen sind, informierte Bürgermeister Steffen Kropp auch über erste konkrete Gespräche mit dem Betreiber des Nahwärmenetzes in Rentweinsdorf, Freiherrn Maximilian von Rotenhan, hinsichtlich der zukünftigen Wärmeversorgung. Damit die Planungen und die Auftragsvergaben zum Anschluss an die "Biomasseheizwerk Rentweinsdorf GmbH" weitergeführt werden könnten, müsse nun ein Grundsatzbeschluss über den Anschluss und die Netzerweiterung gefasst werden.

In einem Gespräch wurde vereinbart, dass der Wärmeanschluss erfolgen könne und die benötigte Wärmeleistung mit 35 Kilowatt zu bestellen sei bei einer tatsächlichen Gebäudeheizlast von 16 Kilowatt. Dabei sei auch abgesprochen worden, dass die Projektierung vom technischen Bauamt erfolgen soll, aber im Zuge der Planung auch das Ingenieurbüro KSR Ingenieure von von Rotenhan zu beteiligen sei.

Die Hausanschlussinstallation ist von der Wärmegesellschaft mit 6160 Euro plus Umsatzsteuer beziffert bei einem Wärmebezugspreis von 150 Euro/MWh regenerativ. Das Ratsgremium beschloss einmütig, dass der Anbau der Kinderkrippe für die Wärmeversorgung und Warmwasserbereitung an die Biomassewerk Rentweinsdorf GmbH angeschlossen wird, wobei man auch noch einmal Argumente für Preisverhandlungen lieferte. Auch für den Marktsaal Rentweinsdorf stehen Sanierungen bevor und hier befasste man sich mit der Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik, insbesondere der Heizung. Die bestehende Steuerung stamme noch aus der Bauzeit, sei störanfällig und vor allem sei die Verfügbarkeit der analogen Ersatzteile nicht mehr gegeben. So gehe es bei den Arbeiten um die Demontage der alten Schaltschrankanlagen, Erstellen freiprogrammierbarer Software, Aufschaltung der Anlagentechnik auf die Gebäudeleittechnik mit Bedienmöglichkeit über Browser und Fernüberwachung. Das Angebot mit einer Kostensumme von 36 377 Euro wurde mit allen Stimmen genehmigt.

Für das Gebäude der Grundschule in Rentweinsdorf waren dann Außen-Jalousien gewünscht. Petra Haubner begründete dies mit einer enormen Aufheizung im oberen Bereich des Gebäudes in den letzten heißen Sommern und man verspreche sich von solch einem Sonnenschutz auf der Südseite Verbesserung der Situation. Kurt Schorn hatte dazu ein Angebot mit 2618 Euro eingeholt, wobei man auf eine kostengünstige Lösung ohne Motoren geachtet habe. Dem wurde zugestimmt.

Zu Diskussionen führte ein Antrag der "Rentweinsdorfer Unabhängigen Liste" (RUL) auf Anschaffung eines Balancierbalkens für den Pausenhof der Schule. Kurt Schorn erinnerte daran, dass dieser Bereich auch als öffentlicher Spielplatz gerne benutzt würde und lange eine Rutsche vorhanden war. Ein neuer Balancierbalken wäre auch attraktiv für die Schüler, währen Petra Haubner Zweifel an der Notwendigkeit sah und Bürgermeister Kropp den Platz primär als Schulpausenhof erhalten will. Andere Räte meinten, dass man hier schon die Schulleiterin hätte einbeziehen sollen. Dann wurden auch Vorschläge unterbreitet, wie man so etwas auf anderen Spielplätzen unterbringen könnte. Der Antrag der RUL auf Kauf eines Balancierbalkens mit Kosten von 700 Euro wurde auf jeden Fall mit drei zu acht Stimmen abgelehnt.

Bezüglich der Festlegung des Werteausgleichs bei Grundstücksgrenzveränderungen im Rahmen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Losbergsgereuth gab es doch erheblichen Informationsbedarf von Seiten des Gremiums. Das Vermessungsamt hatte bereits im Jahre 2018 die Straßenvermessung durchgeführt, für die Kosten in Höhe von 12 247 Euro angefallen sind. Hieraus hätten sich Grundstücksveränderungen ergeben, die im Rahmen eines vereinfachten Umlegungsverfahren geregelt werden sollten.

Für den Wertausgleich der betroffenen Grundstücke lag ein Grundstückspreis von 25 Euro je Quadratmeter auf der Basis des Gutachterausschusses vor. Dieser erschien manchen Räten aber zu hoch, wenn man in Salmsdorf vor einigen Jahren zehn Euro angesetzt habe. Aus diesem Grund wurde dieser Tagesordnungspunkt vertagt, um hierfür weitere Informationen für den Wertausgleich einzuholen.

Schließlich merkte Ludwig Bock an, dass derzeit die öffentlichen Rasenflächen und Bäume im Ortsbereich aufgrund der Trockenheit sehr litten. Man müsse darauf achten, dass hier nicht so viel kaputt gehe. Deswegen schlug er vor, dass man die Feuerwehren ansprechen solle, die hier durchaus auch einmal eine Übung durchführen könnten.

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Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
04. 08. 2020
14:40 Uhr

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Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
04. 08. 2020
14:40 Uhr



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