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Hassberge

Betrugsvorwurf stellt sich als falsch heraus

Ein Streit mit ihrem Vater endet für eine 20-Jährige vor Gericht. Am Ende wird das Verfahren eingestellt.



Foto: Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com
Foto: Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com  

Haßfurt - Wegen eines Streits mit ihrem Vater musste eine 20-jährige Mutter am Montag zum ersten Mal in ihrem Leben auf der Anklagebank des Amtsgerichts Platz nehmen, wo ihr die Staatsanwaltschaft Sozialbetrug vorwarf.

Laut Anklage bezog die junge Frau von Januar bis Mai 2018 insgesamt 243 Euro zu viel an Arbeitslosengeld, weil sie nebenbei noch Zeitungen zustellte. Daher erhielt sie einen Strafbefehl, gegen den sie Einspruch einlegte und sich zusammen mit ihrem Verteidiger Alexander Wessel vor dem Jugendgericht verantworten musste.

Dort wies sie den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurück. Sie habe nur bis Oktober 2017 Zeitungen ausgetragen. Aus Streit mit ihrem Vater sei sie danach ausgezogen und zu ihrem Freund in einen anderen Ort im Haßbergkreis gezogen. Sie sei davon ausgegangen, dass ihr Vater das Arbeitsverhältnis bei dem Zustellbetrieb für sie gekündigt habe, da kein Geld mehr von ihrem Ex-Arbeitgeber auf ihrem Konto eingegangen sei.

Wie sich dann herausstellte, hatte der Vater ihre Kontodaten eigenmächtig geändert und ihre Unterschrift gefälscht, sodass der Lohn auf sein Konto floss. Weil die Angeklagte nicht vorbestraft und der Schaden gering war, stellte das Gericht das Verfahren ein. Als Auflage muss die 20-Jährige 100 Euro an den Kreisjugendring zahlen sowie die Kosten ihres Anwalts.

Autor

Martin Schweiger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 10. 2019
17:10 Uhr

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Angeklagte Arbeitslosengeld Betrugsvorwürfe Mütter Sozialbetrug Staatsanwaltschaft Streitereien Vorstrafen Väter
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Martin Schweiger

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28. 10. 2019
17:10 Uhr



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