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Hassberge

Bürgermeisterfrage noch offen

Die Liste der Freien Wähler Ebern für die Wahlen 2020 steht endgültig. Mit einem Bürgermeisterkandidaten wagen sie sich aber nicht aus der Deckung. Die Gespräche laufen noch.



Mit einer Mischung aus Erfahrung und frischem Wind stellen sich die Freien Wähler Ebern für die Kommunalwahlen im März 2020 auf. FWE-Vorsitzender Thomas Limpert (ganz rechts) präsentierte die Kandidaten am Mittwoch im Café Wagner. WG/FW-Kreisvorsitzende Birgit Bayer (links daneben) leitete die Listenwahl an.	Foto: Schuster
Mit einer Mischung aus Erfahrung und frischem Wind stellen sich die Freien Wähler Ebern für die Kommunalwahlen im März 2020 auf. FWE-Vorsitzender Thomas Limpert (ganz rechts) präsentierte die Kandidaten am Mittwoch im Café Wagner. WG/FW-Kreisvorsitzende Birgit Bayer (links daneben) leitete die Listenwahl an. Foto: Schuster  

Ebern - "Wir sagen nicht, dass wir uns raushalten wollen", betonte Thomas Limpert am vergangenen Mittwoch bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler Ebern (FWE) im Café Wagner. Die Entscheidung, ob man einen Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters ins Rennen schicken wolle, stehe so wie bei den Eberner Grünen und der FDP noch aus. Zwar gebe es "eine interessierte Person", allerdings wolle man dieser Zeit für reifliches Überlegen geben. Mit einem Namen rückte der Vorsitzende daher noch nicht heraus, kündigte eine Entscheidung aber für Mitte Dezember an. Eine voll besetzte Liste von Namen präsentierte er allerdings für die im Frühjahr kommende Wahl der Stadt- und Kreisräte.

Die Kandidaten für die Kommunalwahl 2020

Für die Wahl des Stadtrates treten für die Freien Wähler Ebern an: Thomas Limpert (Heubach); Philipp Arnold (Jesserndorf); Janina Reuter-Schad (Fierst); Walter Ullrich (Ebern); Ingo Heinemann (Unterpreppach); Andreas Mölter (Eichelberg); Andreas Leibold (Reutersbrunn); Katrin Schor (Ebern); Sven Steffan (Ebern); Hermann Müller (Ebern); Ralf Kestel (Ebern); Manfred Schwarz (Frickendorf); Michael Wüstenberg (Ebern); Oliver Höhn (Ebern); Britta Travain-Schüll (Ebern); Frank Klehr (Ebern); Martin Schleicher (Höchstädten); Peter Ossovsky (Unterpreppach); Martin Lutz (Ebern) und Marcel Leibold (Reutersbrunn). Als Ersatzkandidat auf Platz 21 tritt Martin Schmitt-Zehendner (Ebern) an.

Für die Wahl der Kreisräte treten auf der gemeinsamen Liste von Freie Wähler/Wählergemeinschaft Haßberge Thomas Limpert, Ralf Kestel, Martin Lutz und Thomas Wagner an.

 

Ende Oktober hatten sich die Freien Wähler bereits zu einer Klausursitzung in der Alten Schule Reutersbrunn getroffen, um möglichst viele Kandidaten schon vorab zu finden (wir berichteten). Nun präsentierte der FWE-Vorsitzende Limpert eine vollständig besetzte Liste mit festgelegter Reihenfolge. Erwartungsgemäß führen mit Limpert und Mittelschulrektor Philipp Arnold zwei der drei amtierenden FWE-Stadträte die Wahlliste für 2020 an. Auch Andreas Leibold, der Ortssprecher von Reutersbrunn, tritt auf Listenplatz sieben wieder an und wird diesmal auch von seinem Sohn Marcel unterstützt.

 

Erneut zur Wahl stellen sich auch Andreas Mölter, Hermann Müller, Manfred Schwarz und Martin Schmitt (früher Schmitt-Zehendner). Letzterer allerdings nur als Nachrücker auf Listenplatz 21. Stadtrat Rüdiger Ebert will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten und ließ sich nicht mehr als Kandidat aufstellen. Als Vereinskassier wird er den Freien Wählern jedoch erhalten bleiben.

Einen Wechsel gab es mit der Kandidatur von Walter Ullrich: Der Kulturringsvorsitzende war 2014 noch für die SPD angetreten und steht nun bei den Freien Wählern auf Listenplatz vier. "Prominente Köpfe" auf der FWE-Liste sind zudem der einstige Diakon Sven Steffan sowie der ehemalige Kommandant der Eberner Feuerwehr Michael Wüstenberg.

Überhaupt stellen sich die FWE für die kommende Wahl zu einem großen Teil neu auf: Insgesamt zwei Drittel der FWE-Liste sind kürzlich beigetretene Mitglieder. Erstmals treten unter anderem auch Ingo Heinemann, Oliver Höhn, Ralf Kestel, Frank Klehr, Martin Schleicher, Peter Ossovsky und Martin Lutz an.

"Es wäre schön, wenn wir mehr Frauen unter uns hätten, aber erzwingen kann man da nichts", kommentierte Limpert die weiterhin geringe Frauenquote. Vor fünf Jahren waren mit den beiden Ebernerinnen Petra Büchner und Elke Hohnhausen lediglich zwei Frauen unter den damals 14 Kandidaten vertreten. Nun sind es drei: Statt Büchner und Hohnhausen kandidieren Janina Reuter-Schad aus Fierst und Katrin Schor sowie Britta Travain Schüll aus Ebern. Mit der 27-jährigen Reuter-Schad auf dem dritten Listenplatz haben die FWE die Chance - genügend Stimmen vorausgesetzt - eines der jüngsten Stadtratsmitglieder für die nächste Legislaturperiode zu stellen. Dass die Kandidatin aus Fierst seit Anfang diesen Jahres in der VG Ebern angestellt ist, dürfte mancherorts für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Laut Artikel 31 der bayerischen Gemeindeordnung können Beamte beziehungsweise "leitende oder hauptberufliche Arbeitnehmer dieser Gemeinde" oder einer Verwaltungsgemeinschaft (VG), der die Kommune angehört, nicht teil des Gemeinde- oder im Eberner Fall Stadtrats sein. Ebenfalls in diese Klausel einbezogen sind Mitarbeiter von Organisationen, an denen die Gemeinde mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist und Beamte und Angestellte der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde.

Beides treffe auf sie jedoch nicht zu, erklärt Reuter-Schad auf NP -Anfrage. Die Aufgaben in Bürgerbüro und der Redaktion des VG-Mitteilungsblatts seien nicht in leitender Position und damit nicht vergleichbar mit einer Anstellung beispielsweise als Kämmerer. Zudem sei die Stelle in der VG in Personalunion gekoppelt mit der Mitarbeit in der Verwaltung der Musikschule Ebern sowie der Geschäftsführung des Kulturrings. Die Stelle in der Verwaltung sei also nur ein Teil des Ganzen und der postulierte Interessenkonflikt folglich nicht gegeben. 

Für die Wahl der Kreisräte stellen sich neben dem Vorsitzenden Limpert auch der frühere Zeitungsredakteur Ralf Kestel, Bautechniker Martin Lutz und Thomas Wagner, der Eigentümer des gleichnamigen Eberner Cafés, der vor Thomas Limpert 18 Jahre lang an der Spitze der Freien Wähler Ebern stand. Auch Wagner möchte nach seinem langjährigen Engagement in der Stadtpolitik in Ebern kürzer treten und findet sich daher nicht auf der Liste der potenziellen Stadträte. Als möglicher Kreisrat möchte er jedoch seine politische Erfahrung und sein über die Jahre gewachsenes Netzwerk in die politische Waagschale werfen. Die FWE haben damit seit der letzten Wahl überhaupt wieder die Möglichkeit auf einen Sitz im Kreistag. Nach einem Umbruch im Verein vor den letzten Wahlen in 2014 - Thomas Limpert wechselte von der CSU zu den Freien Wähler und Philipp Arnold stieß dazu - hatte man den Zeitpunkt für eine Kreistagsnominierung verpasst. Wie wahrscheinlich eine Besetzung im Haßfurter Gremium ist, bleibt abzuwarten. "Gewohnheitsmäßig" würden laut Limpert die Kreistagslisten mit den amtierenden Kreisräten besetzt und die Liste dann nach Bekanntheit aufgefüllt.

Trotzdem zeigen sich Vorstand und Mitglieder sowohl für Kreistags- als auch für die Stadtratswahl optimistisch. Mit der soliden Arbeit der Stadtratsfraktion in den vergangenen sechs Jahren, Bürgernähe und der parteipolitischen Unabhängigkeit der FWE wolle man künftig nicht nur "das Zünglein an der Waage" sein, sondern die Stadtpolitik deutlicher prägen. "Unser Ziel sind vier plus X Sitze im Stadtrat", richtete Limpert seine (Wahl-)Kampfansage an die Mitglieder.

Autor

Christian Schuster
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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
10:40 Uhr

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Autor

Christian Schuster

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
10:40 Uhr



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