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Hassberge

CSU Haßfurt nominiert Ortloff

Volker Ortloff geht 2020 ins Rennen um das Amt als Haßfurts Bürgermeister. Er möchte die Landkreishauptstadt grüner und digitaler machen.



Volker Ortloff wurde mit einem großen Vertrauensbeweis zum CSU-Bürgermeisterkandidaten gewählt; von links 2. Bürgermeister Michael Schlegelmilch, Volker Ortloff, CSU-Vorsitzende Claudia Glückert und MdL Steffen Vogel.	Foto: Geiling
Volker Ortloff wurde mit einem großen Vertrauensbeweis zum CSU-Bürgermeisterkandidaten gewählt; von links 2. Bürgermeister Michael Schlegelmilch, Volker Ortloff, CSU-Vorsitzende Claudia Glückert und MdL Steffen Vogel. Foto: Geiling  

Haßfurt - "Die vollen Reihen in der Stadthalle zeigen, dass es auch euer Anliegen ist, endlich in der Stadt wieder etwas zu bewegen", betonte Volker Ortloff bei der Nominierungsversammlung der CSU Haßfurt am vergangenen Freitag. Haßfurt trete im Moment eher auf der Stelle, anstatt große Sprünge zu machen. Und Grund für einen Freudensprung hatte zumindest Ortloff an diesem Abend. Er wurde mit 90 Prozent der Stimmen zum CSU-Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 15. März 2020 gewählt.

CSU-Vorsitzende Claudia Glückert freute sich über das große Interesse am Kandidaten ihrer Partei, denn der kleine Saal der Stadthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt. "Heute geht es um Haßfurt und seine Stadtwerke und 24 Frauen und Männer haben sich bereiterklärt, ihr ganzes Wissen und Können mit Entschlossenheit in diese Arbeit einzubringen", sagte sie und meinte damit die Nominierte für die Stadtratsliste. Heimatdichter Wilhelm Wolpert stimmte mit zwei Geschichten auf den Abend ein.

Als Bewerber für das Bürgermeisteramt schlug 2. Bürgermeister Michael Schlegelmilch dann Volker Ortloff vor. Dieser engagiere sich schon längerer um die Wünsche der Bürger. Dazu habe er auch die notwendigen Führungsqualitäten, die er sich im Beruf als Batallionskommandeur bei der Bundeswehr erworben habe. Ortloff selbst stellte sich den Besuchern der Stadtversammlung vor und erinnerte daran, dass die CSU vor allem mit Rudi Handwerker und Rudi Ecke lange Jahre erfolgreiche und verlässliche Kommunalpolitik praktiziert habe.

Bei seiner etwas anderen Perspektive von außen falle ihm auf, dass sich derzeit innerhalb der CSU Haßfurt einiges bewege. Es seien intensiv Themen erarbeitet sowie Meinungen abgewogen worden, was Haßfurt derzeit guttun könnte. Nach seiner Meinung habe Haßfurt viel Potenzial und präge auch den Landkreis. Als Kreisstadt solle sie den Ton angeben in familienfreundlicher Entwicklung, in Kultur und wirtschaftlichem Aufschwung, aber auch wie man Umwelt und Ressourcen schone. So sei er froh, dass es Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke mit Norbert Zösch gewesen seien, welche die Vorzüge von Haßfurt in der Bewerbung "Smart City" zu Papier brachten. Jetzt gelte es aber die Idee einer "Smart green City" in die Tat umzusetzen und da seien strategische Fähigkeiten gefragt.

Wenn er sich umhöre, so Volker Ortloff, fehle es den Haßfurter Bürgern an Transparenz. Wo steht man mit den Projekten und Vorhaben der Stadt? Wo bleibt der Spatenstich zur neuen Turnhalle? Was hat sich zur Belebung der Innenstadt getan? Können unsere jungen Menschen darauf hoffen, einen Bauplatz, vor allem in den Ortsteilen, zu erhalten? Wo stehen wir mit dem Bau von Fahrradwegen wie zwischen Prappach und Haßfurt oder was kommt bei einer Ertüchtigung der Kläranlage auf die Bevölkerung zu?

Die Fraktion der CSU habe bereits im Januar dieses Jahres den Antrag auf Schaffung eines Leitbildes für Haßfurt gestellt und der Stadtrat hat beschlossen, dass es im kompletten Stadtgebiet nur noch grünen Strom gibt, und das ohne Mehrkosten. Leider sei der Antrag bisher um keinen Millimeter umgesetzt worden.

Ortloff wurde dabei konkret und nannte bei der Digitalisierung ein funktionierendes Mobilfunknetz und ein schnelles Internet für jeden Haushalt. Neue Berufs- und Arbeitsformen wie Homeoffice benötigten eine stabile Anbindung. "Wir als CSU werden die Funklöcher im Stadtgebiet endlich stopfen."

Er brachte aber auch "die Idee eines Altstadtringes" ins Gespräch, mit dem "stopp and go", Parken in der 2. Reihe und langes Warten von Linksabbieger beseitigt und der Verkehrs-Alltag in der Innenstadt flüssiger und einfacher gestaltet werden könne. "Auch unsere Stadtteile wollen endlich eine Antwort haben, wie es mit den Fahrradwegen zur Haßfurter Innenstadt weitergeht."

Eine Aufwertung der Stadt verspreche er sich auch von der Aufwertung des Mainufers mit einem attraktiven Stadtstrand, saisonaler Gastronomie und touristischer Erschließung dieses Mainabschnittes. Bei all den Projekten soll der Gedanke der Attraktivität, der Umwelt und auch der Sicherheit miteinander verknüpft werden. "Eine solche Gestaltung geht nicht zum Nulltarif, denn Gestaltung kostet auch etwas", betonte Volker Ortloff im Hinblick auf die Finanzen. Es sei deswegen die Gestaltung des Stadtbereiches nicht erst mit Planungen im letzten Jahr einer Amtszeit zu beginnen, sondern man wolle von Anfang an für die wichtigsten finanziellen Bereiche eine klare Vorgabe schaffen, "was und in welcher Höhe wir es uns als Verwaltung, als Stadtrat und Bürger leisten können und wollen."

Volker Ortloff betonte, dass er sich mit seiner Kompetenz für das wichtige Amt bewerbe und seine Familie und Frau voll hinter ihm ständen. Dazu sei er auch bereit, seine Zeit als Oberstleutnant und seine Karriere bei der Bundeswehr zu beenden. "Ich will Bürgermeister von Haßfurt werden und bitte euch alle um eure Unterstützung."

Die Delegierten wählten dann Volker Ortloff mit 52 von 58 gültigen Stimmen und damit mit 90 Prozent zum CSU-Bürgermeisterkandidaten, was mit langanhaltemden Beifall bedacht wurde. CSU-Kreisvorsitzender MdL Steffen Vogel gratulierte zu diesem Vertrauensvorschuss. gg

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Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
17:24 Uhr

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Autor

Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
17:24 Uhr



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