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Dänisches Bettenlager zieht nach Ebern

Jetzt ist es amtlich: Möbel und Heimtextilien kommen in das bisherige Aldi-Gebäude an der Alten Ziegelei. Der neue Standort des Discounters an der B 279 wiederum soll im Herbst 2020 eröffnen.



Unsere Montage zeigt es: In der Alten Ziegelei zieht Ende 2020 das "Dänische Bettenlager" ein. Rund 900 Quadratmeter Verkaufsfläche wird das Unternehmen im bisherigen Aldi dann zur Verfügung haben. Foto: Tanja Kaufmann/Montage: HCS
Unsere Montage zeigt es: In der Alten Ziegelei zieht Ende 2020 das "Dänische Bettenlager" ein. Rund 900 Quadratmeter Verkaufsfläche wird das Unternehmen im bisherigen Aldi dann zur Verfügung haben. Foto: Tanja Kaufmann/Montage: HCS   » zu den Bildern

Ebern - Der Umzug des Lebensmittel-Discounters Aldi von seinem langjährigen Standort an der Alten Ziegelei an die Bundesstraße ist längst beschlossene Sache. Nun steht endlich auch die Nachnutzung fest: Das Dänische Bettenlager wird gegenüber von NKD und Norma einziehen.

Das 1979 in Dänemark gegründete Unternehmen mit mehr als 2500 Fachmärkten in 48 Ländern, davon über 950 Filialen deutschlandweit, bietet ein Sortiment von Matratzen, Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires. Damit passt es laut Einzelhandels-Entwicklungskonzept (EHEK) bestens nach Ebern, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) am Freitag verkünden konnte. "Das freut uns, weil wir glauben, dass dies eine hervorragende Ergänzung zum Angebot in Ebern ist." Damit sei man sich außerdem sicher, die Attraktivität der Alten Ziegelei für Kunden weiterhin halten zu können.

Dass nun für eine Nachnutzung gesorgt ist, freut natürlich auch Aldi Süd. Dem Discounter gehört das Gebäude in der Alten Ziegelei. Einen Leerstand wollte man mit dem geplanten Umzug an den neuen Standort - ehemals Mercedes Scholz an der B 279 - nicht hinterlassen. "Das wäre auch wirtschaftlich nicht sinnvoll", schmunzelte Fabien Busch, Leiter Filialentwicklung, beim Pressetermin am Freitag im Ämtergebäude.

Die Zusage des Dänischen Bettenlagers macht nun den Weg frei für die Filial-Verlegung, denn die gesicherte Nachnutzung war eine der Vorgaben der Regierung von Unterfranken. Eigens dafür war durch die Münchner Beratungs- und Management-Firma Cima das Einzelhandels-Entwicklungskonzept von 2016 fortgeschrieben worden. Für die Nachnutzung hatte die Cima einen weiteren Baumarkt oder Sonderposten-Markt mit wechselndem Produktangebot empfohlen; doch auch an Möbeln sah man in Ebern noch Bedarf. Festlegen muss sich die Stadt aber darauf, keinen weiteren Lebensmittel-Sortimenter in die Alte Ziegelei zu lassen. Mit dem neuen Standort vergrößert Aldi seine Verkaufsfläche von 920 Quadratmeter auf 1200 - eigentlich schon zu viel gemäß Landes-
Entwicklungsplan für ein Mittelzentrum wie Ebern, und den Oberzentren Bamberg und Coburg vorbehalten. "Ob das so sinnvoll ist, ist eine andere Frage", so Jürgen Hennemann, der froh war, die Zustimmung der Regierung in Anbetracht der Bedeutung Eberns mit seiner Versorgung für das Umland erhalten zu haben. Laut EHEK ist sogar noch eine Erweiterung der Flächen im Lebensmittelbereich möglich. Die sollen aber gegebenenfalls bereits bestehende Firmen nutzen können, ein weiterer Lebensmittelhandel in Ebern ist ausgeschlossen. Dafür ist nun auch eine Bebauungsplanänderung notwendig, die diese Verpflichtung für die Alte Ziegelei festschreibt.

Erst dann darf Aldi tatsächlich neu (und größer) an der B 279 bauen. "Wir rechnen damit, dass wir die Verfahren bis Ende des Jahres durchhaben", sagt Jürgen Hennemann. Er hätte nie gedacht, so der Bürgermeister, wie sehr sich ein einfacher "Umzug" doch hinziehen könne. Weitere Forderungen dafür waren eine Bushaltestelle im Umkreis von maximal 500 Metern (die es zwar in Sandhof gibt, aber eventuell in Absprache mit dem VGN verlegt werden soll) sowie ein Fuß- und Radweg, der zwar nach Heubach geplant, wegen akuten Finanzsorgen der Stadt aber vertagt werden muss. "Zumindest eine Absichtserklärung musste aber vorliegen", bestätigt Jürgen Hennemann.

Läuft alles wie geplant, "könnte ich mir eine Eröffnung im September oder Oktober 2020 vorstellen", sagte Fabien Busch über den Aldi-Neubau, der ein "noch attraktiveres Einkaufserlebnis" verspricht. Denn wenn die Verkaufsfläche auch gut 300 Quadratmeter größer als bisher sein wird, bleibt es beim gleichen Warenbestand, der nur großzügiger präsentiert wird. Die moderne Optik, die übrigens in der Region in der Filiale in Bad Königshofen schon einmal begutachtet werden kann, werde ergänzt durch nachhaltige Konzepte, etwa beim Kühlen, der Logistik oder auch durch das Einsparen von Verpackung; auch eine Solaranlage soll aufs Dach. Das Personal zieht übrigens mit um, wegen erhofften Mehr-Umsatzes schließt Fabien Busch eine Personalaufstockung nicht aus.

Nach dem Umzug könnte es dann in der Alten Ziegelei ganz schnell gehen: Das Dänische Bettenlager könnte demnach vermutlich Ende 2020 sein Lager aufschlagen.

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Tanja Kaufmann

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Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
19:18 Uhr

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17. 05. 2019
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