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Hassberge

Damit die Verbindung nicht bröckelt

Auch in diesem Jahr feiern Maroldsweisach und Hellingen in Thüringen gemeinsam die deutsche Einheit. In die Jahre gekommen ist inzwischen die Verbindungsstraße.



Zahlreiche Bürger nahmen an der Wiedervereinigungsfeier teil. Von links Landrat Wilhelm Schneider, Diakon Albrecht Strümpfel, Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein und Heldburgs Bürgermeister Christopher Other.
Zahlreiche Bürger nahmen an der Wiedervereinigungsfeier teil. Von links Landrat Wilhelm Schneider, Diakon Albrecht Strümpfel, Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein und Heldburgs Bürgermeister Christopher Other.   » zu den Bildern

Hellingen/Maroldsweisach - Am 9. November vor 30 Jahren hob sich der "Eiserne Vorhang", seit 29 Jahren wird die Wiedervereinigung gefeiert. Seit dieser Zeit treffen sich die Partnergemeinden Hellingen (Kreis Hildburghausen in Thüringen) und Markt Maroldsweisach (Kreis Haßberge in Bayern) abwechselnd zum Austausch und zur Wiedervereinigungsfeier. In diesem Jahr war Hellingen als Gastgeber wieder an der Reihe und empfing seine Gäste aus West und Ost in der Hellinger Turnhalle, wo das Treffen mit einem traditionellen Dankgottesdienst begonnen wurde.

Pfarrer Martin Popp-Posekardt und Diakon Albrecht Strümpfel (Maroldsweisach) sowie Pfarrer Johannes Heinze (Westhausen) gestalteten gemeinsam den Dankgottesdienst, bei dem Pfarrer Heinze eine eindrucksvolle Predigt hielt. Der Geistliche warnte davor, Hasspredigern und Hassstiftern zu folgen, stattdessen sollten die Dinge, die noch nicht zufrieden stellen, angesprochen und Wege der Veränderung gesucht werden. Das müsse unter Brüdern und Schwestern möglich sein.

Die Weisachtaler Maroldsweisach, die bereits den Dankgottesdienst musikalisch begleiteten, spielten auch in den offiziellen Teil der Grußreden hinüber. Bürgermeister Christopher Other, Stadt Bad Colberg-Heldburg, war im Mai zum Bürgermeister von Bad Colberg-Heldburg gewählt worden. Er versprach, dass durch die Eingemeindung von Hellingen nach Heldburg weiterhin ein partnerschaftliches Verhältnis bestehen bleiben werde und noch mehr Kooperation folgen solle. So soll eine neue Freizeitbuslinie zwischen Ebern, Bad Rodach und Heldburg entstehen. Weiterhin soll am gemeinsamen Projekt des Grenztreffpunkts an der ehemaligen Grenze zwischen Allertshausen und Hellingen gearbeitet werden.

Other sieht viele Berührungspunkte, so das Burgenmuseum auf der Veste Heldburg und den Burgenwinkel in Altenstein. Die Partnerverbindung zwischen Hellingen und Maroldsweisach sieht er als Musterbeispiel des Zusammenwachsens. Der Nachbarbürgermeister von Maroldsweisach, Wolfram Thein, wies daraufhin, dass man jetzt länger vereint ist als man getrennt war. Darüber sollten wir froh sein. Er meinte, dass man sich den Tag der Deutschen Einheit immer vor Augen halten sollte, denn diese Grenzöffnung habe viel Freiheit und ein besseres Leben gebracht. Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider dankte rückblickend der großen Politik, die den Weg bereitet hätte, hier in Hellingen zusammenkommen zu können.

Schneider kam in seinem Grußwort auch auf die Verbindungsstraße Hellingen-Allertshausen zu sprechen, die eine Verbesserung benötige. Vor 29 Jahren wurde mit dem Bau dieser Straße auf Vermittlung des damaligen Maroldsweisacher Bürgermeisters Ottmar Welz ein wichtiger Schritt unternommen, denn Wege würden Menschen miteinander verbinden, Mauern die Menschen trennen, sagte Landrat Schneider. Beim Ausbau der Straße sollte auch ein Radweg mit angelegt werden, erklärte er. Er warb bereits für die Vereinigungsfeier 2020, die zum 30-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung in Ummerstadt/Thüringen stattfinden wird. Dort werden die Landkreise Hildburghausen, Haßberge, Coburg und Sonneberg sowie die Stadt Coburg das Jubiläum feiern.

Autor

Gerhard Schmidt
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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
17:32 Uhr

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Autor

Gerhard Schmidt

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
17:32 Uhr



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