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Hassberge

Der City-Bus rollt

Trotz Blitzeis ist die Freude am Donnerstagnachmittag groß: Sowohl der ehrenamtlichen Fahrer Günter Pohley als auch Bürgermeister Wolfram Thein sind zuversichtlich, dass das Angebot ankommt.



Vor der "Jungfernfahrt" des City-Busses der Marktgemeinde Maroldsweisach nach Ebern. Das Foto zeigt (von rechts) Bürgermeister Wolfram Thein, Fahrer Günter Pohley, Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner, Eveline Kraus und einen weiteren Fahrgast. Ein Dritter wurde nach dem Erinnerungsfoto noch vor der Haustür abgeholt. Fotos: Helmut Will
Vor der "Jungfernfahrt" des City-Busses der Marktgemeinde Maroldsweisach nach Ebern. Das Foto zeigt (von rechts) Bürgermeister Wolfram Thein, Fahrer Günter Pohley, Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner, Eveline Kraus und einen weiteren Fahrgast. Ein Dritter wurde nach dem Erinnerungsfoto noch vor der Haustür abgeholt. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Maroldsweisach - Am Donnerstagnachmittag ging der "City-Bus" der Marktgemeinde Maroldsweisach erstmals "On Tour" nach Ebern. Drei Gäste konnte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) zur ersten Fahrt auf dem Parkplatz am Rathaus willkommen heißen und ihnen mit dem ehrenamtlichen Fahrer, Günter Pohley, eine gute Fahrt wünschen. Die Voraussetzungen waren an diesem Tag witterungsbedingt nicht so günstig, weil sich auf den Straßen ein Blitzeis gebildet hatte.

Der Marktgemeinderat hatte in seiner Sitzung am 21. Januar auf Vorschlag von Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner (CSU) beschlossen, den City-Bus einmal wöchentlich fahren zu lassen, sagte der Bürgermeister. Thein freute sich, dass sich sieben Personen aus dem Gemeindegebiet bereit erklärten, den Bus ehrenamtlich zu fahren. Die "Jungfernfahrt" oblag Günter Pohley, einem 64-jährigen Vorruheständler aus Allertshausen. "Ich möchte mit meiner Bereitschaft, den Bus zu fahren, einen Beitrag leisten für Menschen aus dem Gemeindegebiet Maroldsweisach, die nicht mobil sind und daher nicht zum Einkaufen nach Ebern fahren können", erklärte er. Da sich derzeit im Ort keine Einkaufsmöglichkeit befindet, sind viele auf dieses Angebot angewiesen. Das tue er gerne, "damit die Menschen Dinge für die tägliche Versorgung einkaufen können", so Pohley.

Wie er sagte werde er, so wie es bisher aussieht, den Bus zweimal fahren müssen. Dazu ergänzte Bürgermeister Wolfram Thein, dass er damit rechne, dass im August dieses Jahres ein Einkaufsmarkt in Maroldsweisach neu eröffnen könne. Bis dahin soll der Bus durch jeweils einen der sieben Fahrer, die sich gemeldet haben, donnerstags einmal wöchentlich nach Ebern fahren, wenn mindestens drei Personen Interesse bekunden. "Abfahrt ist immer um 15 Uhr am Rathaus", so der Bürgermeister. Die Rückfahrt wird mit den Fahrgästen abgesprochen und dürfte so gegen 17 bis 17.30 Uhr erfolgen. Auch wenn in Maroldsweisach ein neuer Einkaufsmarkt vorhanden ist, soll der City-Bus weiter fahren, weil dann die Leute aus den Ortsteilen, die nicht mobil sind, zum neuen Einkaufsmarkt nach Maroldsweisach gebracht werden, erklärte Wolfram Thein.

Auf der ersten Fahrt dabei ist auch Eveline Kraus aus Maroldsweisach. Die 70-Jährige ist von dem Angebot begeistert. "Das ist eine prima Sache, mir gefällt das. Man kann sich einrichten und dieses Angebot zum Einkauf in Ebern wahrnehmen", sagt die Seniorin. Bisher sei sie auf ihre Tochter angewiesen gewesen. Es sei schön zu wissen, dass man nicht immer die Hilfe anderer brauche, sondern seine Fahrt und den Einkauf für Donnerstag planen könne. "Der Fahrpreis von zwei Euro ist auch recht günstig", so Kraus.

Damit sollen in etwa die Betriebskosten gedeckt werden, war in der Gemeinderatsitzung am 21. Januar 2019 zu hören. Gemeinderätin Heidi Müller-Gärnter ließ es sich nicht nehmen, die drei Fahrgäste bei ihrer ersten Einkaufsfahrt mit dem City-Bus zu begleiten. Sie hatte im Gemeinderat die Idee eingebracht. Bürgermeister Thein war es noch wichtig zu sagen, dass der City-Bus keine Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr sein soll und er so eingesetzt werde, dass er damit nicht kollidiert. "Das ist ein zusätzliches Angebot. Ich denke, ich bin es den Bürgern, die nicht mobil sind, schuldig, dass es so ein Angebot gibt, nachdem gegenwärtig kein Nahversorger bei uns vorhanden ist", sagte er. Und zuguterletzt hatte Bürgermeister Thein noch ein Schmankerl für die Jungfernfahrt-Gäste: Er rief Günter Pohley noch zu, dass den Fahrern in einem Einkaufsmarkt jeweils ein Kaffee spendiert werden soll.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
21:34 Uhr

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07. 02. 2019
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