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Hassberge

Die neue Hoheit ist eine Frau

Auf Bierprinz Sebastian folgt Bierprinzessin Kerstin. Die 28-jährige Knetzgauerin erklomm am Freitag in Maroldsweisach als einzige Bewerberin den Gerstensaft-Thron.



Feierlich legte Sebastian Gocker seine Amtskette um den den Hals seiner Nachfolgerin Kerstin Friedrich. Über die neue Hoheit als Bier-Botschafterin freuen sich auch die Vertreter der heimischen Brauereien (im Hintergrund). Mehr Fotos unter www.np-coburg.de Fotos: Christian Licha
Feierlich legte Sebastian Gocker seine Amtskette um den den Hals seiner Nachfolgerin Kerstin Friedrich. Über die neue Hoheit als Bier-Botschafterin freuen sich auch die Vertreter der heimischen Brauereien (im Hintergrund). Mehr Fotos unter www.np-coburg.de Fotos: Christian Licha   » zu den Bildern

Maroldsweisach - Der Landkreis Haßberge hat eine neue Hoheit. Am Freitag wurde im vollen Saal der Brauerei Hartleb in Maroldsweisach der bisherige Bierprinz Sebastian Gocker feierlich verabschiedet. Seine Nachfolgerin wurde Kerstin Friedrich aus Knetzgau, die damit als erste Bierprinzessin den Gerstensaft der Heimat repräsentieren wird.

25.01.2019 - Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach - Foto: Christian Licha

Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
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Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach
Wahl Bierprinzessin in Maroldsweisach

Kerstin Friedrich war die einzige Bewerberin um das Ehrenamt und wird dieses nun die nächsten zwei Jahre inne haben. Mit Bier kennst sie sich bestens aus, arbeitet sie doch in der Bamberger Mälzerei. Kritisch sieht die Bierprinzessin den übermäßigen Alkoholkonsum: "Gegen ein genussvolles Feierabendbier ist nichts zu sagen, aber man sollte Bier schon in moderatem Maße trinken". Als "Mischlingskind" und Prinzessin mit "Migrationshintergrund", bezeichnete Moderator Christian Schwarz scherzhaft die 28-Jährige, bezogen auf ihre oberfränkische Herkunft. Die gebürtige Bambergerin lebte zuerst dort bei ihrem Vater, ehe sie vor zehn Jahren zu ihrer Mutter nach Unterfranken zog. "Ich möchte zeigen, dass ich mich als Frau in der Männerdomäne Bier behaupten kann", sagte Kerstin Friedrich in ihrer Antrittsrede, die die heimische Braukultur bestens vertreten will. Ihr erster offizieller Auftritt wird voraussichtlich am 27. Februar in Nürnberg bei der Messe "Freizeit & Genuss" sein.

1189 Tage war Sebastian Gocker Bierprinz. Eigentlich war es nicht solange geplant, aber als er nach zwei Jahren gefragt wurde, ob er ein Jahr verlängern möchte, sagte der sympathische Repräsentant spontan zu. "Mir hat das unheimlich viel Spaß gemacht, als Botschafter für unser Bier unterwegs zu sein", sagte Gocker und erinnerte mit einer Bilderpräsentation an die Höhepunkte. Ob daheim bei den Genussfestivals, auf Messen und Veranstaltungen in ganz Bayern oder sogar in Südtirol und Frankreich, der Bierprinz trug das Bier aus den Haßbergen hinaus in die Welt. Sogar sein eigenes "Prinzenbier" kam auf den Markt, das in der Hofheimer Brauerei Raab hergestellt wurde. Auch auf vielen Weinfesten war Sebastian Gocker gern gesehener Gast. Da war es kein Wunder, dass ihm bei seiner Verabschiedung sage und schreibe 43 Prinzessinnen und Königen ihm seine Aufwartung machten. Unter ihnen waren aber nicht nur Vertreterinnen des Frankenweins, sondern zum Beispiel auch die Gärtnerkönigin aus Etwashausen bei Kitzingen, Birte May, die Karlshuder Rosenkönigin Steffi Ziegler sowie die Jura-Hopfenkönigin Daniela Waltinger und viele andere. Neben Erinnerungsgeschenken gab es von jeder Prinzessin beziehungsweise Königin eine rote Rose für den Prinzen.

Zu den 162 Veranstaltungen, die der Bierprinz besuchte, legte er 21 568 Kilometer zurück und verteilte dort 2100 Autogramme. Diese Zahlen sollte auch das Publikum bei einem Quiz schätzen. Mit geschätzten 2100 Autogrammkarten erriet Anna Danzberger genau die verteilte Anzahl. Nur knapp daneben lagen Verena Schneider bei den Kilometern (21 500) und Heidi Röthlein bei der Anzahl der Veranstaltungen (163). Die drei Gewinner bekamen ein Bierpräsent überreicht und es gab sogar noch einen Sonderpreis für die originellste Antwort. Simon Endreß schrieb auf die Teilnehmekarte: "Ich schätze, dass Sebastian Gocker während seiner Amtszeit nicht unter Alkoholeinfluss gefahren ist, dafür aber betrunken Autogrammkarten verteilt hat und so ziemlich jede Veranstaltung besucht hat, die auch nur im Entferntesten mit Bier zu tun hatte".

"Wir hätten keinen besseren Bierbotschafter haben können als dich, lieber Sebastian", würdigte Landrat Wilhelm Schneider die Leistungen und betonte, dass Gocker, obwohl er seinerzeit Neuland betreten hatte, damit auch ein Stück Geschichte geschrieben habe. "Mit Leidenschaft und vollem Herzen warst du bei der Sache und hast charmant und fachkundig unsere heimischen Brauerinnen und Brauer vertreten".

Als Dank für die arbeitsreiche Zeit überreichte der Landrat dem scheidenden Bierprinzen einen Gutschein für einen Wellnessaufenthalt, passenderweise in einem Bierhotel im Bayerischen Wald. Susanne Volkeimer, die Geschäftsführerin des Haßberge Tourismus e. V., dankte Gocker für seine Anwesenheit bei vielen Messen, um dort den Landkreis und das Bier vorzustellen. Passend zum Geschenk des Landrates gab es hier einen Tankgutschein, "damit auch die Anreise gesichert sei", so Volkheimer. Journalist Michael Gerhart war es seinerzeit, der den Zusammenschluss der Brauereien ins Rollen brachte. In seiner Ansprache erinnert er an die Anfänge und wie bei einem ersten Treffen Landrat Wilhelm Schneider die Idee hatte, einen Bierprinzen als Werbeträger zu krönen.

Ganz besonders dankten natürlich die teilnehmenden Brauereien (Hartleb, Maroldsweisach; Raab, Hofheim; Bayer, Theinheim; Göller, Zeil; Roppelt, Trossenfurt; Zeitlos, Oberschwappach) dem Bierprinzen für sein Engagement. Sprecher Max Göller betonte: "Sebastian hat auch Dinge geleistet, die nach außen hin nicht für jedermann sichtbar waren". Gemeint war damit die Organisation von Veranstaltungen wie das Genussfestival und andere, bei der Gocker die Brauereien sehr aus eigenem Antrieb unterstützte. Besonders freute es die Brauer, dass Sebastian Gocker weiterhin im Hintergrund mitwirken will und auch Kerstin Friedrich in der Anfangsphase mit seinem Wissen unterstützen will.

Den festlichen Abend untermalten die Urlesbacher Musikanten aus Aidhausen musikalisch.

Autor

Christian Licha
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Veröffentlicht am:
28. 01. 2019
00:00 Uhr

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Christian Licha

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28. 01. 2019
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