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Ebern plant fleißig

Sowohl im Hinblick auf das Dorfgemeinschaftshaus in Unterpreppach als auch auf das Seniorenheim im Mannlehen gibt es Neuigkeiten. Im Stadtrat stellte man nun die aktuelle Situation vor.



So wie links könnte sich das Dorfgemeinschaftshaus, hier vom Ruppacher Weg ausgesehen, einmal präsentieren. Rechts vom Dorfgemeinschaftshaus wäre dann eine große Freifläche vorhanden. Das rechte Foto zeigt den Entwurf der Diakonie Bamberg-Forchheim für einen Neubau im Baugebiet Mannlehen in Ebern. Fotos: Helmut Will
So wie links könnte sich das Dorfgemeinschaftshaus, hier vom Ruppacher Weg ausgesehen, einmal präsentieren. Rechts vom Dorfgemeinschaftshaus wäre dann eine große Freifläche vorhanden. Das rechte Foto zeigt den Entwurf der Diakonie Bamberg-Forchheim für einen Neubau im Baugebiet Mannlehen in Ebern. Fotos: Helmut Will  

Ebern - Es wäre ein großes Projekt für die Stadt Ebern, wenn in Unterpreppach anstatt des bisherigen Feuerwehrhauses beziehungsweise Musikprobenheimes ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen würde. Geschätzte Gesamtkosten 1,7 Millionen Euro. Allerdings liegt die Verwirklichung noch in weiter Ferne und es ist überhaupt fraglich, ob es in absehbarer Zeit realisiert werden kann.

Gemeinderat in Kürze

Für die Errichtung eines Fernwirksystems liegt eine Auftragssumme von 773 400 Euro vor. 6100 Euro wurden dazu als Nachtragsangebot beschlossen, sodass sich die Summe nun auf 779 500 Euro beläuft.

Gebilligt wurde die Planung zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Reutersbrunn. Von den dort Verantwortlichen der Feuerwehr wurde die Erweiterung beantragt. Hierbei sei eine respektable Eigenleistung in Aussicht gestellt worden. Im Rahmen der Erweiterung müsse das Dach abgebrochen werden, um einen Stellplatz errichten zu können. Die Kosten nannte Hennemann mit 40 000 Euro. Die Mittel sollen im Haushalt 2020 eingeplant werden.

Noch einiges ist wegen der Klärschlammentsorgung zu klären, weshalb von fachlicher Seite abgeraten wurde, der Gründung einer GmbH zum Zwecke der Klärschlammentsorgung zuzustimmen.

Eine dringliche Anordnung für eine Nachtragsvereinbarung für Zimmererarbeiten für den Bau der Kindertagesstätte am Albrecht-Dürer-Weg mit der Auftragssumme von 19 300 Euro hatte Bürgermeister Hennemann veranlasst.

Zur Kenntnis brachte der Bürgermeister den Bericht der Biomassenwärme Ebern, die am 1. Oktober 2010 den Betrieb aufgenommen hat. Die Abnehmer sind von drei im Jahr 2010 auf mittlerweile zehn im Jahr 2018 gestiegen. "In 2018 konnte erfreulicher Weise ein Überschuss in Höhe von 24 900 Euro verbucht werden", so Hennemann.


Einig war man sich in allen Fraktionen des Stadtrates, dass das derzeitige Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den nötigen Erfordernissen entspricht. Es ist allerdings ein "steiniger Weg" das neue Projekt anzugehen und zu verwirklichen. Das machte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) während der Diskussion mehrmals deutlich. "Ohne kräftige Zuschüsse können wir es uns gegenwärtig aufgrund unserer finanziellen Situation nicht leisten und selbst wenn die Zuschüsse entsprechend fließen sollten, müssen wir beraten, ob wir das angehen wollen", so der Bürgermeister.

Hennemann erläuterte die bisherigen Gedanken zum Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses. Die vorliegende Planung sei mit den örtlichen Vereinsvertretern, dem Kreisbrandrat und den Verantwortlichen des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) abgesprochen. "Bei einem Termin beim ALE am 10. September wurde uns eine grundsätzliche Förderung in Aussicht gestellt, aber eine konkrete Aussage über die Höhe konnten wir nicht bekommen. Das ist erst möglich, wenn eine Baugenehmigung vorliegt", erläuterte der Bürgermeister. Glücklich wäre man, wenn die Förderung 80 Prozent oder gar 90 betragen würde. Der Gebäudebereich der ausschließlich von der Feuerwehr genutzt wird, könne nicht über das ALE gefördert werden. "Es macht Sinn, wenn wir einen Ersatzneubau erstellen würden, der von allen genutzt werden kann und bei dem wir mit einer maximalen Förderung rechnen könnten", so Hennemann. Durch einen Neubau könne die Dorfmitte neugestaltet und aufgewertet, der Spiel- und Festplatz könne angepasst werden. Einen Vorentwurf gibt es schon. Diesen stellen die Architekten Harald Schmidt und Mario Walter vom Architektenbüro Schmidt & Walter aus Breitengüßbach vor. Sie erläuterten anhand eines Grundrisses die künftigen Räume und deren Nutzungsmöglichkeiten. So könne auch ein Mehrzweckraum im Neubau entstehen. Demnach könnte vom jetzigen Feuerwehrgerätehaus, in Richtung Ruppach gesehen, der Neubau näher an das ehemalige Forsthaus herangerückt werden, sodass dann rechts von dem Neubau eine große Fläche für Feste vorhanden wäre. Wie der Bürgermeister sagte, sollte beschlossen werden, dass vorbehaltlich der Gewährung der in Aussicht gestellten Zuschüsse von mehr als 80 Prozent das Projekt ins Auge gefasst werden könne. Hennemann: "Das würde aber noch lange nicht heißen, dass es tatsächlich verwirklicht werden kann." Hierzu gab es Diskussionsbedarf. Stadträtin Gabriele Rögner (CSU) sah alles noch als "unausgegoren." Sie schlug vor, die Entscheidung zurück zu stellen, weil noch zu wenige Fakten vorhanden seien und auch ein Einsparungspotential geprüft werden sollte. Dem widersprach Stadträtin Karin Kaiser (SPD): "Wir sollten uns heute dafür entscheiden, dass es mit der Planung weitergeht." Stadtrat Manfred Fausten (CSU) schlug vor, die Planung erst den Bürgern vorzustellen, bevor man sich auf etwas festlege. Stadtrat Fabian Weber stimmte diesem Vorschlag zu. "Wir können doch erst auf die Bürger zugehen, wenn wir den Beschluss gefasst haben und diesen dann mit ihnen diskutieren", hielt der Bürgermeister entgegen, wofür er Zustimmung von Stadtrat Klaus Schineller (EAL) erhielt. Auch Stadtrat Markus Fausten war dafür, nicht alles "weiter zu verschleppen."

Stadträtin Irene Jungnickel (SPD) wollte wissen, was der Vorentwurf der Stadt bisher gekostet hat. 31 700 Euro, laut Hennemann. Wenn das neue Dorfgemeinschaftshaus steht, würde das alte abgerissen, erläuterte er zudem auf Frage von Stadtrat Matthias Becht (JL). Schließlich wurde bei zwei Gegenstimmen beschlossen, die Maßnahme weiter zu betreiben. Beschlossen wurden auf die Kosten von 31 700 Euro für die Entwurfsplanung.

Bei drei Gegenstimmen wurde eine Änderung des Bebauungsplanes Mannlehen beschlossen und ein Aufstellungsbeschluss neu gefasst. Zuvor erläuterte Kai Kutzner vom Planungsbüro Strunz in Bamberg die Änderungen für das Bauvorhaben des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim.Demnach sollen pro Etage 20 Zimmer für Senioren in dem Alten- und Pflegeheim entstehen, fünf barrierefrei.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
13:24 Uhr

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Helmut Will

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
13:24 Uhr



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