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Hassberge

Eberner Wohnheim erhält seinen Segen

Das neue Wohnheim der Schreinermeister-Schule ist fertig. Bei der feierlichen Einweihung konnten sich die Gäste einen Einblick verschaffen und dieser hinterließ mächtig Eindruck.



Die geschmackvolle Einrichtung kann sich sehen lassen.
Die geschmackvolle Einrichtung kann sich sehen lassen.   Foto: Geiling » zu den Bildern

Ebern - "Die Meisterschule zählt mit ihren maximal sechzig Schülern zu den eher kleinen Fachschulen Bayerns. Aber ihr Image ist riesig. Eine kleine Einrichtung mit einer großen Wirkung, das ist die Meisterschule Ebern. Hier wächst die künftige Elite im Schreinerhandwerk heran und die Meisterschule ist eine echte Talentschmiede. Mit dem Wohnheim haben wir etwas geschaffen, was andere Schulen nicht haben. Das neue Wohnheim ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Ebern." Das betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der feierlichen Einweihung des neuen Wohnheimes an der Schreinermeister-Schule in Ebern.

Schulleiter Privatdozent Oliver Dünisch sprach bei seiner Begrüßung von einem "großen Wurf anstelle kleinteiliger Verbesserungen für die Gebäude-Situation für unsere Schule im Raum. Die Ideen und Vorschläge entwickelten rasch eine große Eigendynamik und viele weitere Maßnahmenvorschläge der Schule wurden wohlwollende geprüft und auch verabschiedet." So nannte er die Verbesserung der Aula-Situation, den Pausenverkauf und die integrierten Fachunterrichts-Räume für den Bereich "Gestalten und Konstruieren". Ausgerechnet mit der Maßnahme Wohnheim habe man sich allerdings zuerst etwas schwer getan. Hier sprach er seinen besonderen Dank aus, dass man am Ende der Argumentation gefolgt sei, welche die besondere Bedeutung des Wohnheims für die Fachschule herausgestellt habe.

Dünisch dankte vielen Personen, welche die Gesamtinvestition von 3,5 Mio Euro möglich machten. In besonderem Maße sei es aber der Beharrlichkeit des damaligen Geschäftsführers des Zweckverbandes Rainer Klingert zu verdanken, der offensichtlich zur rechten Zeit, am rechten Ort und mit den richtigen Personen zusammenarbeitet und ein hochattraktives Förderinstrument für die Baumaßnahmen identifizierte.

09.07.2019 - Einweihung des Wohnheims der Schreinermeisterschule Ebern - Foto: Günther Geiling

Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern
Einweihung des Wohnheimes der Schreinermeisterschule Ebern

Auch für Architekt Herbert Osel sei es nicht leicht gewesen, bei laufendem Schulbetrieb Maßnahmen im Bestand durchzuführen und andererseits ein bestehendes Gebäudeensemble, an das sich Schule, die Nachbarschaft und die Stadt Ebern über Jahrzehnte gewohnt hatten, durch einen eigenständigen, architektonisch ansprechenden Neubau zu ersetzen. Er sei sich aber sicher, dass die verbesserte Gebäudestruktur unmittelbar der Ausbildung und damit der Qualifizierung im Schreinerhandwerk zugutekomme.

"Bäume wachsen nicht in den Himmel", zitierte Erwin Dotzel den Volksmund. Aber Bäume wollten noch hinaus, das wüssten Schreiner und Förster ganz genau. Nach 35 Jahren sei auch die 1984 gegründete Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk hoch hinausgewachsen. "Mittlerweile ist die Meisterschule Ebern in ganz Deutschland bekannt als eine exzellente Bildungseinrichtung für jene Schreiner, die zu den Besten ihres Faches gehören."

Während andernorts die Handwerksbetriebe über Nachwuchsmangel stöhnen, seien in der Meisterschule Ebern sämtliche Ausbildungsplätze belegt und ein schöneres Kompliment könne es nicht geben. Er sei deswegen stolz darauf, dass der Bezirk Unterfranken am "Zweckverband Meisterschule Ebern" beteiligt sei und das immerhin mit 72 Prozent der ungedeckten Kosten. Der Landkreis Hassberge trage 20 Prozent und die Stadt Ebern sechs Prozent.

Nach 35 Jahren wäre es an der Zeit gewesen, die Meisterschule Ebern baulich weiter voranzubringen, etwa beim Brandschutz, der Barrierefreiheit und dem Energiebedarf. Insbesondere sei aber das alte Wohnheim stark sanierungsbedürftig gewesen, weil es mit Etagendusche und anderem zwar jede Menge Charme hatte, aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit gewesen sei. Dabei habe man zunächst nur daran gedacht, das Gebäude zu sanieren, habe sich aber dann doch für ein "elegantes Gebäude mit 20 Wohneinheiten" entschieden. Jede Wohneinheit biete etwa 20 qm Wohnfläche, sei schick möbliert und verfüge über ein eigenes Bad.

Errichtet wurde das Wohnheim auf dem Fundament des Vorgängerbaues und das bei einem Gebäude für angehende Schreiner-Meister natürlich in Holzbauweise. "Holzhäuser überzeugen durch ihre besondere Atmosphäre und eine besondere Atmosphäre gehörte schon immer zu den herausragenden Eigenschaften der Meisterschule hier in Ebern", betonte der Bezirkstagspräsident. "Dieses besondere Flair schafft eine ganz spezielle Beziehung zwischen Schülern und ihren Lehrern. Die familiäre Atmosphäre des neuen Wohnheims unterstreicht dieses Flair zusätzlich. Leben und Lernen unter einem Dach, auch das gehört zu dem besonderen Geist von Ebern."

Insgesamt habe man dreieinhalb Millionen Euro in die Sanierung und den Neubau investiert, rund zwei Millionen Euro allein in das neue Wohnheim. Zu dieser Investition habe man sich entschieden, damit die Meisterschule auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibe. "Mit dem neuen Wohnheim haben wir etwas geschaffen, was andere Schulen nicht haben. Weil unsere Schüler aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, sind viele von ihnen auf Wohnraum während ihrer Ausbildung angewiesen. Keine der anderen drei bayerischen Weiterbildungsstätten bietet diese Möglichkeit, nicht die Schule in München und auch nicht die Schulen in Garmisch und Gunzenhausen." In diesem Sinne sehe er für die Meisterschule Ebern eine gute und glänzende Zukunft voraus und er sei stolz darauf, "dass wir dazu beitragen, diese jungen, begabten Menschen auf ihrem Weg zu begleiten".

Architekt Herbert Osel dankte den Bauherren für ihre Weitsicht und den Mut, das Projekt in Holzbauweise und einer Holzfassade zu realisieren. Im Team seien dabei 20 Ingenieure gewesen, aber auch 20 Firmen, von denen 19 ortsansässig oder aus dem regionalen Raum kamen. Auch innen habe man soviel Holz wie möglich sichtbar gelassen, wie es sich für eine solche Schule gehöre. Grundvoraussetzung für solche Arbeiten sah er aber auch in der Qualität durch das duale Bildungssystem. "Darauf sollten wir stolz sein und auf die Meisterbildung der Facharbeiter. Sie ist eine gut angelegte Investition in die Zukunft."

Die beiden Pfarrer Rudolf Theiler und Bernd Grosser sprachen dann Segensworte über das Gebäude und seine Einrichtung, bevor die vielen Gäste sich bei einer Besichtigung von dem gelungenen Wurf eines Wohnheimes selbst überzeugen konnten. Meisterschüler Erik Burkardt aus Kulmbach vom Kurs 68 führte durch das Programm und die "Sunshine Brass" sorgt mit Jazz und Swing für gute Stimmung.

 

 

Autor

Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
09. 07. 2019
20:18 Uhr

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Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
09. 07. 2019
20:18 Uhr



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