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Hassberge

Ein ganz besonderer Jahrgang

Die Eberner Realschule entlässt leistungsstarke junge Frauen und Männer: Gut jeder fünfte Absolvent hat eine "Eins" vor dem Komma.



Diese Absolventen der Ernst-Schmidt-Realschule Ebern waren die Besten von einem insgesamt leistungsstarken Jahrgang 2017. Vor der Abschlussfeier versammelten sich die 21 Ex-Schüler gemeinsam mit den Ehrengästen, Landrat Wilhelm Schneider, Schulleiter Hartmut Weis (vorne, von links), Ralf Grieshaber (Sparkasse Ostunterfranken), Christian Senff (Raffeisenbank Ebern), Bürgermeister Jürgen Hennemann und Ralf Klement (Flessabank Ebern, hinten, von links).
Diese Absolventen der Ernst-Schmidt-Realschule Ebern waren die Besten von einem insgesamt leistungsstarken Jahrgang 2017. Vor der Abschlussfeier versammelten sich die 21 Ex-Schüler gemeinsam mit den Ehrengästen, Landrat Wilhelm Schneider, Schulleiter Hartmut Weis (vorne, von links), Ralf Grieshaber (Sparkasse Ostunterfranken), Christian Senff (Raffeisenbank Ebern), Bürgermeister Jürgen Hennemann und Ralf Klement (Flessabank Ebern, hinten, von links).   » zu den Bildern

Ebern - "Es ist Zeit zu gehen", erklang am Freitag, als die 10B bei der Abschlussfeier der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern in der Städtischen Turnhalle die Bühne betrat. Für 98 Zehntklässler markierte die Verabschiedung das Ende ihrer Eberner Schullaufbahn und bedeutete "den Schritt in ein neues Leben", wie Konrektor Florian Schraud in seiner Begrüßung hervorhob.

Die Ausgezeichneten

Folgende 21 Schüler haben einen Notendurchschnitt von "Eins" erreicht:

Anastasia Ramin (1,18), Katharina Fiedler und Tanja Korn (je 1,33), Jana Hornung (1,42), Lukas Schmittlutz (1,50), Lukas Arnold, Niklas Damm und Lola Schlager (je 1,58), Sudarat Chuaichat (1,64), Laura Popp und Tristan Ramin (je 1,67), Tim Bartelmann, Leon Derbfuß und Lukas Wendelmuth (je 1,73), Laura Wild (1,75), Florian Türk (1,82), Patricia Finzel und Hannah Weisel (je 1,83), Daniel Arnold (1,91), Tobias Ankenbrand und Alisja Bellmann (je 1,92).

Für die besten Arbeiten in den Wahlpflichtfächern wurden durch die Sponsoren FTE Automotive, Sparkasse Ostunterfranken, Flessabank Ebern und Raiffeisenbank Ebern folgende Schüler ausgezeichnet: Daniel Arnold (Physik), Laura Wild (Betriebswirtschaft/Rechnungswesen), Anastasia Ramin (Französisch) und Franziska Sperber (Sozialwissenschaft).

Für besonderes Engagement wurden Lukas Schmittlutz, Christoph Marks und Florian Türk sowie die SMV-Vertreter Franziska Sperber, Johannes Steinert und Marie Brandl geehrt.

Für ihren Einsatz als Schülerlotsen dankte Joachim Hupp, neuer Leiter der PI Ebern, Florian Türk, Martin Merget und Niklas Damm.

Für ihren Einsatz als Schulsanitäter wurden Christoph Marks, Danny Reichart, Florian Türk und Daniel Arnold geehrt. bkn


"Ihr wart ein ganz besonders leistungsstarker Jahrgang und habt eine sehr gute Abschlussprüfung hingelegt", lobte ein sichtlich stolzer Schulleiter Hartmut Weis die Absolventen. So habe die 10A, der mathematisch-technische Zweig in der Prüfung "einen fantastischen Schnitt" von 2,0 erzielt, der noch vom "Traumschnitt" von 1,87 der 10D in Sozialwesen getoppt wurde. Das sei auch den Lehrkräften zu verdanken, die sich teilweise "weit über das geforderte und erwartete Maß hinaus" engagierten, betonte Weis.

Als Schulbeste mit der Note 1,18 zeichnete Weis Anastasia Ramin aus. Die 16-Jährige war bereits jedes Jahr Klassenbeste. "Das hat mich motiviert, meinen Eltern und Lehrern zu zeigen, dass ich es wieder schaffe" sagte die Herretherin. Französisch-Lehrerin Sabine Heinrich lobte Ramin für ihre Ausdauer wie Disziplin und bescheinigte der jungen Frau "den Blick für das Wesentliche". Nun möchte Ramin auf die FOS gehen, um später Tiermedizin studieren zu können. Rang zwei teilten sich Katharina Fiedler (Heilgersdorf) und Tanja Korn (Allertshausen), beide erreichten eine 1,33. Das drittbeste Ergebnis erzielte Jana Hornung (Lind) mit 1,42.

So zielgerichtet und erfolgreich die Absolventen ihren Weg gingen, so hätten sich alle um ihre Aus- oder Weiterbildung im Anschluss gekümmert, meinte Weis. Auf alle sei immer Verlass gewesen. Der Schulleiter: "Das Zusammenleben und die Zusammenarbeit habe ich immer als sehr konstruktiv empfunden und euch als ideenreich, höflich, anständig und sehr angenehm erlebt." Er dankte vor allem den Schülern, die über den Unterricht hinaus Verantwortung übernahmen, ob in der SMV und als Klassensprecher, als Schülerlotse und Schulsanitäter oder in Chor, Schulband, Orchester und Theatergruppe. "Bleibt engagiert, neugierig, interessiert und haltet die Augen und Ohren offen", gab Weis den Absolventen mit auf den Weg.

Stellvertretend für alle anwesenden Bürgermeister gratulierte Eberns Stadtoberhaupt Jürgen Hennemann (SPD) den Ex-Schülern. Beim bevorstehenden Altstadtfest böte sich die passende Gelegenheit den Abschluss zu feiern, warb er für das "große Klassentreffen der Ehemaligen". Mit Bezug auf Luthers Bild vom freien und mitgestaltenden Menschen forderte Hennemann die jungen Erwachsenen auf, die ihnen vermittelten Werte zu leben. Sie sollten selbständig denken, sozial verantwortlich handeln und die Demokratie mitgestalten. "Gehen Sie als gebildete und selbst denkende Menschen nicht populistischen Blendern auf den Leim, die mit einfachen Lösungen daherkommen und Andere zu Schuldigen erklären", appellierte der Rathauschef. "Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Umwelt und Ihren Mitmenschen, bringen Sie sich in die Gesellschaft ein". Das fand er "fast wichtiger als das Wissen, das vermittelt wird."

Stolz betonte Hennemann, dass Ebern über alle Schularten verfüge und eine breite Bildung anbieten könne. "Den Schulstandort Ebern wollen wir unbedingt halten und gute Rahmenbedingungen bieten", beteuerte er. Schließlich sei dies ein "wertvoller Standortfaktor". Angesichts der tropischen Hitze in der Halle bot der Bürgermeister als Beweis der Verbundenheit zwischen Stadt und Schule einen Ortswechsel an: Nächstes Jahr könnte die Verabschiedung in der kühleren Frauengrundhalle stattfinden.

60 Millionen werde der Landkreis in den kommenden Jahren in seine Bildungsreinrichtungen investieren, betonte Landrat Wilhelm Schneider. Auch die Realschule werde "fit für die Zukunft" gemacht: 7,8 Millionen Euro sind für einen Anbau und die folgende Generalsanierung der Schule vorgesehen, "gut angelegtes Geld" wie Schneider meinte. Beruflich stünden die Chancen für die Absolventen so gut wie nie, auch Unternehmen und Betriebe der Region suchten händeringend gute Mitarbeiter. "Kaum eine junge Generation hat einen so aufnahmebereiten und günstigen Arbeitsmarkt vorgefunden wie Sie", sagte der Landrat. Den Jugendlichen riet Schneider auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Dann könnten sie auch Veränderungen, Umwege und Sackgassen auf ihrem Weg meistern. "Wenn's mal holprig wird, muss man an sich arbeiten", empfahl auch Elternbeiratsvorsitzende Bettina Stubenrauch.

Wie sie zu "Helden" wurden und in die Schulgeschichte eingingen, schilderten Marie Brandl, Johanna Fischer, Florian Türk, Franziska Sperber und Johannes Steinert in ihrer launigen Abschlussrede. Vor allem für die Pionier-Chorklasse, die sogar mit den Nürnberger Symphonikern bei "Klasse im Puls" mitwirken durfte, wird der Jahrgang in Erinnerung bleiben. "Das Leben ist kein Ponyhof", diesen Spruch ihres Konrektors hörten die Schüler immer wieder. Und erlebten, wie dies auf ihren Schulalltag zutraf. Büffeln war angesagt. Nur auf das U-Bahnsystem Berlins waren die "Dorfkinder" nicht vorbereitet, wie sie bei der Abschlussfahrt herausfanden. Abschließend bedankten sich die "Heroes" für "geniale sechs Jahre" und eine unvergessliche Schulzeit.

Autor

Bettina Knauth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 07. 2017
16:27 Uhr

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Bettina Knauth

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Veröffentlicht am:
23. 07. 2017
16:27 Uhr



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