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Hassberge

Enthüllung statt Spatenstich

Die Sanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt kann nun losgehen. Die Baumaßnahmen sollen insgesamt rund 25 Millionen Euro kosten.



Schulleiterin Heidrun Görtler nahm zusammen mit landrat Wilhelm Schneider als symbolischen Akt die Enthüllung der Bautafel vor.	Foto: Licha
Schulleiterin Heidrun Görtler nahm zusammen mit landrat Wilhelm Schneider als symbolischen Akt die Enthüllung der Bautafel vor. Foto: Licha  

Haßfurt - Rund 25 Millionen Euro werden in die Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt investiert, um das Gebäude fit für die Zukunft zu machen. Am Donnerstag wurde nun offiziell der Baubeginn gefeiert. Anstatt eines sonst üblichen, symbolischen Spatenstichs, enthüllte Landrat Wilhelm Schneider zusammen mit Schulleiterin Heidrun Görtler die Bautafel an der Hofheimer Straße.

Voraussichtlich 2024 abgeschlossen

Die Generalsanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule wird in vier Bauabschnitten erfolgen. Die Ausführung des ersten Bauabschnitts mit Errichtung der Heizungszentrale und der Ver- und Entsorgungsanlagen ist weitestgehend abgeschlossen. Im Zuge der Ausführung des ersten Bauabschnitts wurde der D-Bau (ehemalige Bauhalle) und einer Teilfläche aus dem B-Bau (Werkstätten) zu Interimszwecken umgebaut, so dass für die Auslagerung von Schülern keine Klassencontainer aufgestellt werden müssen. Die Demontage- und Abbrucharbeiten im Innenbereich der Bauteile C (Hauswirtschaft) und E (ehemaliger Pausenverkauf und die Aula) werden bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die nachfolgenden Gewerke werden im Anschluss mit ihren Arbeiten beginnen. Voraussichtlich wird der 2. Bauabschnitt bis Oktober 2020 abgeschlossen sein. Die Ausführungen des 3. Bauabschnitts (Hauptgebäude) und des 4. Bauabschnitts (Werkstätten) erfolgen unmittelbar im Anschluss, so dass die Gesamtfertigstellung bis voraussichtlich 2024 vorgesehen ist.


"Wir wollen unseren Jugendlichen und Lehrkräften optimale Rahmenbedingungen für den Lernerfolg zur Verfügung stellen und ihnen eine hochwertige, wohnortnahe, moderne und attraktive Bildungseinrichtung bieten", sagte Landrat Wilhelm Schneider und betonte, dass die Sanierung weitgehend die Kernbauteile betrifft, also die Gebäude die Ende der 1960er-Jahre entstanden sind.

Nach einer langen Vorlaufphase mit vielen Abstimmungsprozessen wurde im ersten Halbjahr 2017 den Förderantrag bei der Regierung von Unterfranken eingereicht. Die Grundvoraussetzung für die Erteilung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns und damit die Freigabe der Maßnahme durch die Regierung, ist ein gültiges und genehmigtes Raumprogramm, sowie die Festsetzung der Förderquote.

Da beide Grundvoraussetzungen noch nicht zu Ende geklärt waren, konnte die Regierung den vorzeitigen Maßnahmenbeginn nicht erteilen. Stattdessen wurden 3 Unbedenklichkeitsbescheinigungen für den Bauabschnitt 1, dieser betrifft den Umbau der Trafostation und die Erneuerung der Heizzentrale und der Ver- und Entsorgungsanlagen im großen Hauptgebäude und für die Demontagearbeiten für den Bauabschnitt 2 ausgestellt. Dies ermöglichte, auch ohne vorzeitigen Maßnahmenbeginn entsprechend dem Bauzeitenplan im Mai 2018 zu beginnen und die Maßnahmen zeitgerecht durchzuführen, ohne negative Auswirkungen auf die Förderung.

Problem war, so der Landrat, dass dem ursprünglich 2014 genehmigten Raumprogramm ein Neubau und keine Generalsanierung, zugrunde gelegt war. Hier waren weder die vorhandene Gebäudestruktur noch die tatsächlich erforderlichen Flächen berücksichtigt.

Die Nachverhandlungen mit der Regierung von Unterfranken haben dann zu einem komplett neuen Raumprogramm geführt. Anstelle der ursprünglich geplanten 4268 Quadratmetern wurden nun 5384 Quadratmeter als förderfähig anerkannt. Dies hat zur Folge, dass bei einer geschätzten Gesamtsumme von rund 25 Millionen Euro nun 21,44 Millionen Euro als förderfähige Kosten seitens der Regierung anerkannt werden. Hinsichtlich des Fördersatzes haben wurde sehr intensiv und erfolgreich mit der Regierung von Unterfranken verhandelt. "Wir konnten einen Fördersatz von 77 Prozent erzielen, so dass sich unser Eigenanteil auf rund 8,5 Millionen Euro beläuft", legte Schneider das Ergebnis der Verhandlungen dar. Seit Ende November liegt nun der vorzeitige Maßnahmenbeginn vor, so dass auch offiziell die bauliche Freigabe durch die Regierung von Unterfranken erfolgt ist.

Schneider lobte auch die stets gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Baur Consult sowie der Schulleiterin Heidrun Görtler und ihrem Stellvertreter Jochen Brüggemann. Schon frühzeitig sei am auch an die Nachbarn herangetreten und habe das Gespräch gesucht. Für das entgegengebrachte Verständnis für die Unannehmlichkeiten, die Baumaßnahmen nun mal mit sich bringen, dankte der Landrat den Anliegern und versprach schnelle Lösungen zu finden, falls Probleme auftreten sollten.

Als bedeutende Maßnahme für den gesamten Landkreis, bezeichnete der stellvertretende Schulleiter Jochen Brüggemann die Sanierung, denn ohne eine gut funktionierende Berufsschule, in einem modernen Gebäude, mit einer zukunftsweisenden Technik, würden die jungen Landkreisbewohner zur Berufsausbildung in die umliegenden Zentren fahren müssen. Dies dürfe nicht geschehen, denn gerade für den ländlichen Raum ist es wichtig, die ortsnahe Beschulung auf dem neusten Stand der Technik zu ermöglichen.

Die Generalsanierung biete nun die Möglichkeit die bestehende Hülle neu zu strukturieren, so dass die über die Jahre entstandene Zersplitterung der Fachbereiche aufgehoben werden. Die Wege für Lehrer und Schüler werden verkürzt, was der Effektivität der Unterrichtzeitnutzung dient und verhindert, dass bei widrigen Witterungsbedingungen andere Gebäudeteile aufgesucht werden müssen. Ein neuer Raumzuschnitt ermöglicht auch neue und moderne Unterrichtsformen einzusetzen, so entstehen nun mehrere rund 95 Quadratmeter große integrierte Fachunterrichtsräume, in denen die Möglichkeiten geschaffen wird, dass soeben erlernt im gleichen Raum praktisch anzuwenden.

Die Neustrukturierung bietet aber auch die Gelegenheit, etwas Neues entstehen zu lassen: So entsteht eine Pausenverpflegung mit einer Schöpfküche in der Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrer, die Möglichkeit haben ein warmes Mittagessen einzunehmen.

Autor

Christian Licha
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
17:36 Uhr

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Christian Licha

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06. 12. 2018
17:36 Uhr



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