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Hassberge

Es tropft aus den Wänden

Das Hofheimer Hallenbad ist sanierungsbedürftig. Der Ausschuss für Bau und Verkehr im Landkreis überzeugt sich davon vor Ort. Probleme bereitet vor allem das Schwimmbecken.



Die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr konnten sich mit Landrat Wilhelm Schneider (7. von rechts) von der Notwendigkeit einer Sanierung ein Bild machen. Foto: Günther Geiling
Die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr konnten sich mit Landrat Wilhelm Schneider (7. von rechts) von der Notwendigkeit einer Sanierung ein Bild machen. Foto: Günther Geiling  

Hofheim/Kreis Haßberge - Das kreiseigene Hallenbad in Hofheim macht beim Eintritt mit seinem 25-Meter-Becken und dem angenehmen Lichteinfall durch die große Glas-Panorama-Front eigentlich einen guten Eindruck. Im Untergeschoss stößt man jedoch im Bereich des Beckens auf Undichtigkeiten und auch die Technik scheint in die Jahre gekommen, so dass eine Sanierung keinen weiteren Aufschub duldet. Davon konnten sich die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr des Landkreises Haßberge vor Ort überzeugen und sprachen sich auch für den Einstieg in eine Generalsanierung aus.

Kreisstraßen werden ausgebaut

Informationen gab es auch zum IX.Ausbauplan für Kreisstraßen, der für die Jahre 2014 bis 2020 gilt. Hier hat die Gemeinde Rauhenebrach für die HAS 17, OD Untersteinbach, einen Ausbau beantragt und es sei auch sinnvoll die Kreisstraße einschließlich Gehwege und Seitenflächen zu erneuern. Die Maßnahme soll deswegen 2020 durchgeführt werden. Im Stadtteil Dippach (Stadt Eltmann) gehen die Diskussionen derzeit um einen durchgängigen Gehsteig im Bereich des Altortes entlang der Kreisstraße in Richtung Lembach. Hier stünden aber noch Absprachen mit der Stadt Eltmann aus. Nach einem positiven Verlauf könnten auch hier die Arbeit ausgeschrieben werden; dies vor allem auch deshalb, weil die Stadt Königsberg für den Ausbau der Kreisstraße HAS 6 OD Hellingen um eine Verschiebung der Maßnahme auf das Jahr 2021 gebeten hat. Bei der OD Zeil würde die Maßnahme auf der Kreisstraße 16 in Richtung Sand in zwei Maßnahmen und zwei Jahre aufgeteilt. Im Jahre 2020 würde der südliche Bereich bis zum Bahndamm gebaut und im Jahre 2021 der nördlich von der Bahnlinie. Auch ein Wunsch aus der Gemeinde Sand kam zur Sprache, wo am Ortsausgang von Sand in Richtung Zeil eine Überquerungshilfe gewünscht wird. Hier müssten allerdings über den Ausbau noch Gespräche geführt werden.


Das Hallenbad war noch im Rahmen der Gebietsreform für den Landkreis Hofheim gebaut worden. In der Zwischenzeit wurden auch immer wieder Sanierungen durchgeführt bei der Lüftungsanlage, im Beckenbereich oder der Heizung. Vor rund zehn Jahren ist auch das Schwimmbecken mit einem Folienkörper abgedichtet worden und trotzdem gibt es nun auch hier wieder Beschädigungen. "Wir haben hier wieder eine starke Durchlöcherung und man kommt sich teilweise unten vor wie in einer Tropfsteinhöhle. Die Folienabdichtung ist am Ende ihrer Lebensdauer", bemerkte Ralf Röckelein vom Hochbauamt des Landkreises Haßberge.

Dazu komme, dass in den Umkleiden und Duschen, die erst vor 15 Jahren saniert wurden, auch schon wieder in manchen Bereichen Undichtigkeiten auftauchten. Das Dach sei ebenfalls schon einmal erneuert worden, wobei man aber aus Kostengründen die Altkonstruktion belassen und man nur ein Blechdach installiert habe. Hier müsse man überlegen, ob man nicht auch das gesamte Dach mitmache. "Schwimmbäder sind einfach immer sehr wartungsintensiv und sind sehr hochgradig an Unterhaltungsmaßnahmen durch die Technik", betonte Ralf Röckelein, worauf Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sofort ergänzte: "Das muss aber doch länger als 15 Jahre halten".

Ralf Röckelein gab zu bedenken, dass dies schon sehr schwierig sei und teilweise auch mit den Materialien zusammenhänge. Deswegen wolle man ja auch das gesamte Schwimmbecken dann entfernen und durch ein Edelstahlbecken ersetzen. "Das hat eine ganz andere Qualität als vor 20 Jahren." Aus der Sanierung des Hallenbades in Ebern und anderer Bäder bringe man darüber hinaus auch Erfahrungen mit.

Landrat Schneider ließ keinen Zweifel daran, dass man augenscheinlich investieren müsse. Hinsichtlich der Sanierung müsse man aber auch an die heutige Dämmung denken. Nicht viel ändern müsse man an der Grundsubstanz, die ja für den öffentlichen Bereich und den Schulbereich gedacht sei. Hier müsse man nach den Worten des Landrats aber noch die Kostenaufteilung mit der Regierung von Unterfranken besprechen.

Dabei wurde auch die Lösung eines "Kombibades" angesprochen mit gemeinsamer Nutzung von Technikanlagen von Hallenbad und dem Freibad der Stadt Hofheim wie zum Beispiel ein BHKW für die Heizung. Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) meinte dazu: "Die Stadt hat schon gespart, damit das realisiert werden kann". Dabei erfuhr man, dass das Bad zu 30 Prozent schulisch genutzt werde, der übrige Bereich aber für die Öffentlichkeit und die Vereine sei. Rund 25 000 Badegäste besuchen pro Jahr das Bad. Deswegen komme es auch zu einer anderen Kostenaufteilung wie beim Hallenbad in Ebern, wo der schulische Anteil sehr viel höher sei durch Gymnasium und Realschule.

Dazu führte die Leiterin des Hochbauamtes Eva Mangold aus, dass die schulaufsichtliche Genehmigung der Regierung schon vorliege und man Bestandschutz habe. Ralf Röckelein informierte, dass ein Sanierungsgutachten schon aus dem Jahre 2015 vorhanden sei, das aber nun verfeinert und aktualisiert werden müsse. Wenn eine Kombilösung verfolgt werde, gehe es vor allem auch um einen gemeinschaftlich genutzten Eingangsbereich, vielleicht ein Kinderplanschbecken und vor allem um die Barrierefreiheit, die durch die jetzige Treppe am Eingang nicht gegeben sei. Er denke, dass bis Mitte Oktober hierzu ein Konzept vorgelegt werden könnte.

Landrat Schneider fasste als Fazit zusammen, dass eine Generalsanierung wirtschaftlicher sei. Diese habe nämlich auch den weiteren Vorteil, dass damit das Doppelübungsbecken mit 25 Metern erhalten werden könne, während bei einem Neubau nur eine "Einfachstätte" mit einer Beckenlänge von 16,66 Meter möglich wäre. Außerdem wären bei einer Generalsanierung Förderkosten bis zu 4,8 Mio Euro ansetzbar, während ein Neubau nur bis 2,4 Mio Euro bezuschusst würde - "und dafür bekommen wir kein neues Bad."

Autor

Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
15:06 Uhr

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Autor

Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
15:06 Uhr



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