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Hassberge

Freie Wähler freuen sich über erste Erfolge

Mit einem Abgeordneten aus dem eigenen Wahlkreis im Landtag blickt die Partei optimistisch in die Zukunft. Gerald Pittner und Thomas Limpert erläuterten nun das weitere Vorgehen.



Ebern - Von der unbequemen Oppositionsbank in Regierungsverantwortung geschlüpft: Dass so ein Rollentausch Anfangsprobleme und Mehrarbeit aufwirft, machte der neue Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Gerald Pittner, bei der Jahresversammlung der Freien Wähler Ebern (FWE) im Cafe Wagner deutlich. Trotz mancher Anlaufschwierigkeiten zeigte sich der Amtsrichter aus Bad Neustadt aber zufrieden mit den Ergebnissen, die in den Koalitionsverhandlungen mit der CSU erreicht wurden. "Wir haben als Juniorpartner keine Kröten schlucken müssen." So bezeichnete er die Befreiung von Kindergartengebühren als "Super-Verhandlungsergebnis". Er hoffe, dass sich aus der Regierungsbeteiligung der Freien Wähler auch auf kommunaler Ebene Erfolge ableiten lassen. "Wir geben lieber bei kleineren Dingen nach, um die großen Sachen zu schaffen, mit denen ihr in Eurer Stadtpolitik punkten könnt."

So empfahl er den Eberner Kollegen, die bisher nur auf Stadtebene aktiv waren, sich in überregionalen Gruppierungen zu engagieren, "damit Eure Liste bei der Bürgermeister- und Stadtratswahl nicht ganz hinten auftaucht, wo die Wähler schon ihre Lust verloren und ihre Stimmen vergeben haben".

Ein Aspekt, den auch FWE-Vorsitzender Thomas Limpert in seinem umfassenden Jahresrückblick anklingen ließ, da er "eine Verbindung zum Kreistag herstellen will", was Fraktionsvorsitzende Birgit Bayer in der Sitzung mit aussichtsreichen Listenplätzen versüßte. Und auch bis in den Landtag äugte Limpert: "Mit einem Freie-Wähler-Abgeordneten aus dem eigenen Wahlkreis im Landtag haben wir jetzt ein Pfund im Rennen." Doch so weit seien die Eberner Freigeister noch nicht. Zunächst stehen Kommunalwahlen an. Doch Limpert gab sich gelassen: "Bis 2020 ist es noch lange hin". Zwar habe es interne Abstimmungen innerhalb der vierköpfigen Stadtratsfraktion gegeben, verriet der Vorsitzende und Fraktionssprecher. Zu Personalfragen gab er sich aber bedeckt da Gespräche, mit zum Teil völlig neuen Gesichtern, aktuell am Laufen, aber noch nicht abgeschlossen sind. Im Kreis des FWE Vorstands seien die nächsten Schritte gemeinsam abzustimmen. Bis Jahresmitte sollen Themenschwerpunkte und Kandidatenfragen geklärt werden, gab Limpert die Marschroute vor und dann soll eine "dezente Einstimmung auf die Stadtrats- und Bürgermeister-Wahl 2020" folgen. Dies passiert auch im Rahmen der monatlichen Stammtische, die künftig stets am Mittwoch vor den Stadtratssitzungen stattfinden werden. "Bislang waren die schon stets gut besucht, aber die jüngeren Nachwuchskräfte wünschen eine Verlegung von Montag auf Mittwoch und für uns Stadträte ist das vorteilhaft, weil wir mit dem aktuellen Informationsstand in der Stadtratsitzung aufwarten können."

Zur Arbeit im Stadtrat sagte Limpert, dass viele Projekte angegangen und umgesetzt wurden und "wir falsche Mehrheiten verhindern konnten". Er warnte aber davor, "tausende Aktivitäten aus dem Boden zu stampfen, stattdessen sollten besser laufende Projekte zu Ende gebracht werden". An Zukunftsaufgaben sprach Limpert neben Umweltthemen auch die medizinische Versorgung mit Hausärzten und dem Krankenhaus an, wozu Pittner die Verantwortung auf Bundesebene sah. "Eines ist klar, wir werden nicht alle kleinen Krankenhäuser erhalten können." Positiv bewertete Ortsvorsitzender Limpert, dass Pittner dem Haushaltsausschuss des Landtages angehöre und dies sogar zusammen mit dem CSU-Kollegen Steffen Vogel.

Über seine Aufgabe als Jugendreferent berichtete Philipp Arnold von einigen Personalprobleme im Jugendtreff in der einstigen Hausmeisterwohnung an der Mittelschule und seinen Bemühungen, Jugendtag und -parlament zu etablieren. Zur Skaterbahn erklärte er: "Entweder gscheit herrichten oder abbauen." red

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Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
21:36 Uhr

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Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
21:36 Uhr



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