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Geld fließt in Abwasser-Technik

Die Stadt Ebern bringt derzeit das Abwassersystem technisch auf Vordermann. Eine große Investition trotz der klammen Stadtkasse. Der Bauausschuss überzeugt sich vom aktuellen Stand.



Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann erklärte am Mittwoch bei einer Ortseinsicht des Bauausschusses, dass die Stadt derzeit mehr als eine Dreiviertel Million Euro in die Technik des Abwassersystems investiert. Mit dabei (hinten von links): Abwassermeister Walter Reuter, Bauamtsleiter Martin Lang und Projektplaner Karsten Gerike.
Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann erklärte am Mittwoch bei einer Ortseinsicht des Bauausschusses, dass die Stadt derzeit mehr als eine Dreiviertel Million Euro in die Technik des Abwassersystems investiert. Mit dabei (hinten von links): Abwassermeister Walter Reuter, Bauamtsleiter Martin Lang und Projektplaner Karsten Gerike.   » zu den Bildern

Ebern/Neuses - Kosten von rund 780 000 Euro brutto werden wohl auf die Stadt Ebern zukommen. Das verkündete Karsten Gerike vom Architektur- und Ingenieursbüro Baurconsult am Mittwochabend während eines kurzen Rundgangs des Bauausschusses der Stadt Ebern am Abwasser-Pumpwerk im Stadtteil Neuses - eine Information, die den einen oder anderen Stadtrat kurz hörbar die Luft einsaugen ließ. Denn ein Nachschlag von 10 000 Euro sei auf die bisherige Auftragshöhe von 770 000 Euro nötig gewesen, führt Gerike weiter aus. Nach jetzigem Stand würden die Kosten allerdings nicht weiter steigen. Hörbares Ausatmen.

Nachdem Ende 2018 bereits die Sanierung der städtischen Kläranlage mit einem Kostenpunkt von rund einer Million Euro beschlossen wurde, hat der Stadtrat Ende Juli des vergangenen Jahres auch die technische Aufrüstung von 14 Pumpwerken auf den Weg gebracht. Die Arbeiten begannen im Januar 2020. Ein neues Leitsystem schließt die Abwasserhäuschen nun unter anderem an die Fernüberwachung der Kläranlage an; die Pumpwerke in Bramberg und Albersdorf befänden sich laut Gerike bereits am Netz. Anschlüsse für Notstromaggregate und Einrichtungen zum Schutz vor Blitzeinschlägen wurden bereits oder werden in den kommenden Wochen installiert. Bis November dieses Jahres soll die gesamte Maßnahme abgeschlossen sein.

Mit der neuen Technik sollen Eberns Mitarbeiter im Abwasserwesen die einzelnen Stationen besser überwachen und im Falle eines Falles schneller und gezielter auf Störungen eingehen können. Daten und daraus resultierende Protokolle aus Messungen an den Überlaufbecken sollen zudem Aufschluss über den laufenden Betrieb geben. Eine Fernsteuerung etwa zum Ein- und Ausschalten sei nicht integriert, räumte Karsten Gerike ein. Sobald eine Störung eintrete, müssten sich die Mitarbeiter ohnehin vor Ort ein Bild machen und den Fehler beheben.

Genau dort sehen Eberns Abwassermeister Walter Reuter und Bürgermeister Jürgen Hennemann jedoch durch die neue Technik finanzielles Einsparpotenzial in den nächsten Jahren. Bei kleineren Störungen etwa könne künftig der eine oder andere Kontrollgang eventuell auf den nächsten Tag und damit die Regelarbeitszeit der Mitarbeiter gelegt werden. Einsätze der Rufbereitschaft wolle man damit folglich reduzieren und Kosten sparen. Die Kosten von etwas mehr als einer Dreiviertel Million Euro kommentierte Bürgermeister Hennemann so: "Wir haben ein großes Stadtgebiet. Das macht eine große Investition nötig." Die anwesenden Stadträte widersprachen dem nicht.

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Christian Schuster

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2020
17:06 Uhr

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Christian Schuster

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2020
17:06 Uhr



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