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Gemeindespitze wird weiblicher

In Maroldsweisach stehen Bürgermeister Wolfram Thein künftig zwei Stellvertreterinnen zur Seite: Heidi Müller-Gärtner und Ramona Schrapel gewinnen die Wahlen knapp.



Bürgermeister Wolfram Thein vereidigt seine beiden Stellvertreterinnen (von links): Ramona Schrapel, 3. Bürgermeisterin und Heidi Müller-Gärtner, 2. Bürgermeisterin. Fotos: Helmut Will
Bürgermeister Wolfram Thein vereidigt seine beiden Stellvertreterinnen (von links): Ramona Schrapel, 3. Bürgermeisterin und Heidi Müller-Gärtner, 2. Bürgermeisterin. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Maroldsweisach - Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und der Marktgemeinderat von Maroldsweisach, starteten am Montagabend im Hartlebsaal in eine neue sechsjährige Legislaturperiode. Die Gemeindespitze wurde weiblicher: Heidi Müller-Gärtner als zweite und Ramona Schrapel als dritte Bürgermeisterin leiten mit dem Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde. Bisherige Gemeinderäte wurden verabschiedet. René Schäd, bisheriger Geschäftsführer, wurde ebenfalls verabschiedet und gleichzeitig sein Nachfolger, Armin Bogendörfer, vorgestellt. Dieser tritt zum 1. Juni 2020 seinen Dienst an.

Neue Mitglieder in den Ausschüssen

Erlassen wurde vom Gremium die Geschäftsordnung für die Marktgemeinde und die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes. Zu Jugendbeauftragten wurden Stefan Böhm und Peter Hellmuth ernannt, zu Seniorenbeauftragten Gerhard Gagel und Rupert Fichtner. Bürgermeister Wolfram Thein wurde als Standesbeamter bestellt. Mitglieder im Finanz- und Forstausschuss sind Rupert Fichtner, Melanie Gräbner, Harald Deringer, Gunther Hartleb, Doreen Büschel, Martin Berwind, Peter Hellmuth und Ramona Schrapel. Dem Bauausschuss gehören an: Harald Deringer, Dieter Hepp, Heidi Müller-Gärtner, Wolfgang Harnauer, Gerhard Gagel, Stefan Böhm, Johannes Bätz und Martin Schramm. In den Ausschuss Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit wurden Heidi Müller-Gärtner, Rupert Fichtner, Günter Reß, Martin Berwind, Peter Hellmuth und Martin Schramm berufen. Zum Rechnungsprüfungsausschuss gehören: Melanie Gräbner, Dieter Hepp, Doreen Büschel, Gerhard Gagel, Stefan Böhm, Johannes Bätz und Ramona Schrapel.


Bürgermeister Wolfram Thein sprach eingangs der Sitzung seinen Dank an alle Wählerinnen und Wähler aus, die ihm erneut ihr Vertrauen als Bürgermeister schenkten. Auf den zurückliegenden Wahlkampf eingehend sagte er: "Dieser wurde intensiv aber fair geführt und es standen gute Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl." Der Gemeinderat sei eine Persönlichkeitswahl und das Gremium habe sich deutlich verjüngt. Er forderte alle auf, die Herausforderungen der kommenden sechs Jahre gemeinsam mit ihn zu meistern. Investitionen wären gut zu überlegen, da mit Steuermindereinnahmen gerechnet werden müsse. Begonnene Projekte, wie zum Beispiel das Gewerbegebiet würden abgeschlossen, Pflichtaufgaben erfüllt. "Der Gemeinderat und ich werden bemüht sein, alle unsere Ortsteile weiterhin zu berücksichtigen, und ich weiß, dass die Erwartungshaltung sehr groß ist. Jedenfalls freue ich mich auf eine gute und sachbezogene Zusammenarbeit."

Anschließend verabschiedete Thein die ausscheidenden Gemeinderäte und Ortssprecher. Mit Günter Freß aus Allertshausen verlässt ein Urgestein den Gemeinderat. Der vierfache Handwerksmeister hat sich 44 Jahre im Gremium und dort als Ortssprecher, Gemeinderat und zeitweise dritter Bürgermeister, vor allem im Haupt- Bau- und Umweltausschuss, zum Wohle der Gemeinde eingebracht. Herbert Baum aus Maroldsweisach konnte über drei Jahrzehnte zum Wohle der Gemeinde wirken, als Gemeinderat, zeitweise als dritter- und zweiter Bürgermeister. Hauptsächlich war er im Finanz- und Forstausschuss vertreten, aber auch im Rechnungsprüfungs- Bau- und Umweltausschuss. 26 Jahre war Wilfried Wolfsberger aus Maroldsweisach Gemeinderat und im Haupt- Rechnungsprüfungs- und Bauausschuss tätig. Aus Hafenpreppach kommt Helmut Berwind, der es auf 18-jährige Tätigkeit brachte. Er war tätig im Finanz- und Forstausschuss und hat sich vor allem für das Gemeindehaus seines Heimatortes stark gemacht.

Zwei Wahlperioden, also zwölf Jahre, brachte sich Eberhard Vogel aus Wasmuthhausen als Ortssprecher und Gemeinderat ein, wobei er im Bau- und Umweltausschuss mitwirkte. Bürgermeister Wolfram Thein würdigte die Ausscheidenden und dankte ihnen. Diese sagten alle, dass sie mit Freude bei ihrer Arbeit im Gemeinderat waren. Fünf Ortssprecher, Werner Rögner aus Marbach, 42 Jahre dabei, Winfried Appel aus Geroldswind, 30 Jahre, Erhard Denninger, Voccawind, 18 Jahre, Johannes Bätz, Todtenweisach sechs Jahre und Ruth Fleischmann, Gresselgrund, sechs Jahre, schieden aus und wurden von Bürgermeister Wolfram Thein gewürdigt.

Ein relativ "kurzes Gastspiel" hatte René Schäd als Geschäftsleiter in Maroldsweisach (die Neue Presse berichtete ). "Du wurdest zum 25. April 2016 eingestellt, hast Dich schnell eingearbeitet, viele neue Ideen eingebracht und umgesetzt", sagte der Bürgermeister. Schäd habe sachlich und zielführend seine Aufgaben erledigt. René Schäd wechselt in seine Heimatgemeinde Stadtlauringen, wo er wiederum Geschäftsleiter sein wird.

Als echte "Kampfabstimmung" gestaltete sich die Wahl für die Bürgermeister-Stellvertreter. Vorgeschlagen für das Amt des 2. Bürgermeisters wurde Gunther Hartleb (SPD) von Gerhard Gagel, und Heidi Müller-Gärtner (CSU) von Dieter Hepp. Mit 9:8 Stimmen gewählt wurde schließlich die Bürgermeister-Kandidatin der CSU. Gunther Hartleb schlug für das Amt des 3. Bürgermeisters dann Doreen Büschel (SPD) vor, Martin Schramm wiederum plädierte für Ramona Schrapel (FWG), welche ebenfalls mit 9:8 Stimmen die Oberhand behielt. Beide wurden von Bürgermeister Wolfram Thein vereidigt, der auch seinen bisherigen Vertretern, Harald Deringer und Gunther Hartleb dankte.

Es folgte auch die Vereidigung der neuen Gemeinderäte. Diese sind: Johannes Bätz (JB), Maroldsweisach (bisher Ortssprecher in Todtenweisach), Martin Berwind (JCU), Hafenpreppach, Wolfgang Harnauer (SPD), Hafenpreppach, Peter Hellmuth (JB), Ditterswind und Martin Schramm (FWG), Dürrenried.

Autor

Helmut Will
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Veröffentlicht am:
13. 05. 2020
15:20 Uhr

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Helmut Will

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Veröffentlicht am:
13. 05. 2020
15:20 Uhr



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