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Gestrandet in Maroldsweisach

Seit Mitte März hängt der Zirkus "Baroness" in der Marktgemeinde fest - und darf nicht spielen. Nun wird nicht nur das Tierfutter knapp.



Angelo, Joena und ihre Kinder sitzen seit Mitte März mit ihren Tieren in Maroldsweisach fest. Archivfoto: Gerhard Schmidt
Angelo, Joena und ihre Kinder sitzen seit Mitte März mit ihren Tieren in Maroldsweisach fest. Archivfoto: Gerhard Schmidt  

Maroldsweisach - Seit dem 15. März sitzt der Zirkus "Baroness" mit seinen tierischen Artisten am Maroldsweisacher Sportheim fest. Feststehen, das bedeutet keine Einnahmen trotz laufender Kosten für Tierfutter, Tierarzt und auch für die Fahrzeuge. Zum Zirkus gehören Patricia und Manolito Lauenburger mit ihren Kindern Ritschie und Vivian, Schwiegersohn Angelo Buch mit seiner Frau Joena und den Kinder Lourdes (7 Jahre), Dylian(5) und Evangeline (2).

Die Männer der Familie überbrücken die Zeit mit Reparaturarbeiten an den Zirkuswagen und den Zelten. Am 20. März erhielt die neunköpfige Zirkusfamilie vom Zirkusverband die Information, dass alle Auftritte und das Weiterreisen ab sofort verboten seien. Alle Zirkusse mit festem Winterlager konnten noch schnell dorthin zurück. Nicht aber der Zirkus Baroness, er sitzt mit Sack und Pack in der kleinen Ortschaft fest - und das in der besten Spielzeit des Jahres. Normalerweise spielen Zirkusse von Februar bis Mai ein paar Rücklagen ein, in den heißen Sommermonaten und im kalten Winter sind die Zirkuszelte eher schlecht besucht. Doch in diesem Jahr ist alles anders, auch Sondergastspiele in Schulen und Altenheimen sind nicht erlaubt; so hat man sich in dem ein oder anderen Jahr gut retten können wenn es mal eine Flaute gab.

Das Zirkuszelt der Familien Lauenburger und Buch bietet Platz für 450 Besucher, verteilt auf Tribüne und Loge, doch die Manege bleibt aller Voraussicht nach mindestens noch bis September leer. Was danach kommt, bleibt ungewiss. Große Sorgen machen der Familie die Fahrzeuge, drei ihrer Maschinen brauchen dringend TÜV. Ohne Einnahmen können sie sich nicht auf unabsehbare Werkstattkosten einlassen. Das Corona-Soforthilfepaket ist so undurchsichtig, dass die Familie sich nicht traut es zu beantragen, zu groß ist die Angst vor einer Rückzahlung.

Der Zirkus hat vier Pferde, ein Pony, vier Esel, zwei Lamas, drei Alpakas und drei Hunde. Die Tiere benötigen pro Woche zwei Ballen Heu, einen Sack Quetschhafer und ca. einen Sack Hundefutter.

Wer selbst gutes Futterheu abzugeben hat oder Futter spenden möchte, darf sich gerne an die Zirkusfamilie wenden (Telefon 0157/369 488 21). Für Futterspenden ist Futtermittel Schmidt in Lichtenstein gern Ansprechpartner, Frank Schmidt weiß was die Zirkusfamilie benötigt und liefert auch aus (Telefon 09535/693). Lebensmittel- oder Getränkespenden können gerne in Form eines Gutscheins abgegeben werden: Der Getränkemarkt Sagasser in Maroldsweisach und auch die Bäckerei Guthardt in Ermershausen verkaufen Gutscheine. Geldspenden können gerne auf das Postbank-Konto der Marktgemeinde Maroldsweisach vorgenommen werden (DE79 7935 0101 0000 8800 21, Text: Spende Zirkus Baroness). Viele Maroldsweisacher haben bereits auf die verschiedensten Weisen gespendet, wofür sich die Marktgemeinde und die Familie Lauenburger/Buch herzlich bedankt: "Jede Hilfe ist willkommen und wird gebraucht."

Autor

Nicolas Ebert
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Veröffentlicht am:
03. 07. 2020
19:06 Uhr

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Nicolas Ebert

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03. 07. 2020
19:06 Uhr



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