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Hassberge

Haarige Angelegenheiten

Rudi Klos war wieder fleißig: Der Ebelsbacher hat erneut ein Theaterstück geschrieben, das demnächst im Bürgersaal zur Aufführung gelangt. Mittlerweile kennt man die Stücke des 52-Jährigen auch im Ausland.



Hahn im Korb: Pfarrer Valentin Klops (Ewald Moser) inmitten der Stammkundinnen Helga Rostich (Christine Bauer, links), sowie (von rechts) Wilma Herzig (Regina Lang) und Erna Ranzig (Margot Wittig). Auch sie bekamen bei der Komödie "Waschen - Schneiden (Pf)legen" von Autor Rudi Klos ihrer Rollen auf den Leib geschrieben. Fotos: Ralf Naumann
Hahn im Korb: Pfarrer Valentin Klops (Ewald Moser) inmitten der Stammkundinnen Helga Rostich (Christine Bauer, links), sowie (von rechts) Wilma Herzig (Regina Lang) und Erna Ranzig (Margot Wittig). Auch sie bekamen bei der Komödie "Waschen - Schneiden (Pf)legen" von Autor Rudi Klos ihrer Rollen auf den Leib geschrieben. Fotos: Ralf Naumann   » zu den Bildern

Ebelsbach - Er hat es wieder getan. Vor allem nachts. Viele Stunden saß Rudi Klos in den letzten Wochen und Monaten an seinem Laptop. Der Ebelsbacher hat dabei viel nachgedacht und noch mehr getippt. Am 25. Oktober nun wird das Ergebnis zum ersten Mal präsentiert, wenn die Theatergruppe im Bürgersaal der Gemeinde seine inzwischen sechste Komödie mit dem viel versprechenden Titel "Waschen - Schneiden - (Pf)legen" uraufführt. Eines vorweg: "Lachen ist garantiert", verspricht Klos.

Termine & Karten

Die Aufführungen des aufregenden Treibens sind freitags, 25. Oktober, um 19.30 Uhr (Uraufführung), und 8. November (19 Uhr, jeweils mit Stühlen und Tischen), sowie samstags, 26. Oktober, 2. und 9. November (jeweils 19.30 Uhr). Dazu gibt es am Sonntag, 3. November wieder eine Nachmittagsvorstellung um 16 Uhr (ebenfalls mit Stühlen und Tischen).

Vorverkauf im Foyer des Bürgersaales im Ebelsbach-Zentrum am Sportgelände ist am Freitag, 11. Oktober (18 bis 20 Uhr) sowie am Samstag, 19. Oktober (10 bis 12 Uhr). Auch telefonisch können ab 12. Oktober (ab 18) Uhr unter 0178/9063289 Karten bestellt werden. Reservierungen über www.theatergruppe-ebelsbach.de sind dann ebenfalls möglich.


Seit seinem ersten selbst geschriebenen Theaterstück "Ein Dachschaden mit Zwischenfällen" im Jahr 2009 folgten mit "Wahrsagen leicht gemacht" (2011), Betteln Verboten! Hausieren erlaubt" (2013), "Vorgezogene Weihnachten" (2015) und "Wir sind wieder da" (2017) weitere Drei-Akter, die mittlerweile nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in Österreich und Luxemburg gezeigt werden. Und seiner ursprünglichen Idee blieb er stets treu: "Die Rollen schreibe ich den Mitspielern und Mitspielerinnen immer auf den Leib", sagt der 52-Jährige, der sich dabei natürlich miteinbezieht: Theater in Ebelsbach ist ohne Rudi Klos, seit einigen Monaten auch 1. Vorsitzender des Vereins, auf der Bühne eigentlich nicht vorstellbar. Diesmal verwandelt er sich in den Hairstylisten Ruppert Flinke.

Es geht in "Waschen - Schneiden - (Pf)legen" also um einen Haarsalon. Und "schuld" daran ist die Maskenbildnerin der Theatergruppe, Sandra Karl. Warum? Die Frisörmeisterin aus Ebelsbach hat ihn für sein neuestes Werk inspiriert. "Sie sagte aus einer Laune heraus, ich könnte doch einmal ein Friseurstück schreiben. Die Idee fand ich glänzend und ging mir dann natürlich auch nicht mehr aus dem Kopf", lacht Klos. "Relativ lange" werkelte er dann an dem Lustspiel. "Aber wenn es gut werden soll, dauert es eben auch seine Zeit."

Die Zuschauer dürfen sich nun auf den Friseurmeister Gernot Schenk (Heiko Braunreuter) freuen, für den es privat wie auch geschäftlich gar nicht gut läuft: Seine Frau Anna (Ronda Fleming) hat ihn verlassen und zu allem Überdruss geht das Geschäft immer schlechter. Als auch noch ein neuer Friseurladen im Ort öffnet und er deswegen Bedenken hat, dass noch mehr Kundschaft abspringen könnte, beschließt er spontan seinen Laden, den er immerhin schon dreißig Jahre führt, gründlich zu renovieren. Eine Feier zu Neueröffnung soll die Kunden wieder anlocken. In dem etwas überdrehten Freiberufler und Haarstylisten Ruppert Flinke glaubt er jemanden gefunden zu haben, der ihn bei seinem Vorhaben unterstützt und nebenbei auch für mehr Kundschaft sorgt. Als aber die ehemaligen Stammkundinnen Helga (Christine Brauer) und Erna (Margot Wittig), die trotz Hausverbotes und gekränkter Eitelkeit, mit ihrer Freundin Wilma (Regina Lang) bei der Neueröffnung erscheinen, fängt das eigentlich schon vorprogrammierte Chaos immer mehr an Fahrt aufzunehmen.

"Wir sind heuer zwölf Akteure auf und natürlich auch hinter der Bühne. Das alleine ist schon recht viel, wenn man bedenkt, dass hinter der Bühne der Platz begrenzt ist", macht Rudi Klos deutlich und weist noch auf eine weitere "Premiere" hin: "Heuer habe ich auch zum ersten Mal ein Stück mit zwei Bühnenbildern geschrieben." Es gibt demnach nicht nur zwei Kulissen, sondern auch doppelt soviel Möbel, Schränke und andere Requisiten wie üblich. Das alles muss erst einmal hinter der Bühne stehen muss, ehe es zum Einsatz kommt. Aber auch das werden wir hinbekommen", freut er sich trotz der Anspannung auf die Aufführungen.

Zurück zum Autor Rudi Klos. Seit Anfang Oktober ist sein Stück "Vorgezogene Weihnachten" im Deutschen Theaterverlag erhältlich mit dem neuen Titel "Jingle Bells in kurzen Hosen". "Man hat mich gefragt ob ich mir einen anderen Titel für das Stück vorstellen könnte, da dieses Stück ja nicht nur in der Weihnachtszeit gespielt werden soll, sondern das ganze Jahr über", erklärt er die Umbenennung.

Bleibt noch eine Frage: Wie stolz ist er auf sich? "Es ist mir wichtig, den Menschen damit eine Freude zu machen. Wenn man über meine Geschichten, die ich mir ausdenke, herzhaft lachen kann, ist das für mich die größte Anerkennung", sagt Rudi Klos und will das Wort "stolz" zunächst nicht in den Mund nehmen. Wobei: "Wenn man das Jahr über hört, ‚hoffentlich kommt wieder ein Stück von dir’, macht einen das schon auch stolz", lacht er.

Autor

Ralf Naumann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
13:46 Uhr

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Autor

Ralf Naumann

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
13:46 Uhr



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