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Hassberge

Handymast nun auch für Kirchlauter

Laut Versorger ist die Gemeinde im Hinblick auf den Mobilfunk unterversorgt. Der Gemeinderat gab nun das Einvernehmen für einen neuen Sender.



An der Kreisstraße zwischen Neubrunn und Kirchlauter wurde vor einiger Zeit ein Mast für Mobilfunk mit einer Höhe von rund 30 Metern aufgestellt, der jedoch noch nicht in Betrieb genommen wurde; im Hintergrund Neubrunn. Foto: Günther Geiling
An der Kreisstraße zwischen Neubrunn und Kirchlauter wurde vor einiger Zeit ein Mast für Mobilfunk mit einer Höhe von rund 30 Metern aufgestellt, der jedoch noch nicht in Betrieb genommen wurde; im Hintergrund Neubrunn. Foto: Günther Geiling  

Kirchlauter - Die "DFMG Deutsche Funkturm" plant in der Gemarkung Kirchlauter den Neubau eines neuen Mobilfunkmastes. Dazu reichte sie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einen Bauantrag ein, dem der Gemeinderat das Einvernehmen erteilte und ihn zur Genehmigung an das Landratsamt Haßberge weiterleitete.

Vor einiger Zeit wurde im Bereich von Kirchlauter schon für den Gemeindeteil Neubrunn ein Mobilfunkmast auf der Höhe zwischen Neubrunn und Kirchlauter aufgestellt. Er soll das Funknetz für Neubrunn ausstrahlen. Die Inbetriebnahme lässt aber im Moment noch auf sich warten.

Die Bauherrin "Deutsche Funkturm" plant nun die Errichtung eines Schleuderbetonmastes (Höhe 34,05 Meter) mit Stahlaufsatzrohr (6,02 Meter) und zwei Plattformen sowie Outdoortechnik auf Stahlkonstruktion. Damit wird eine Gesamthöhe von 40,07 Meter erreicht. Das Vorhaben befindet sich auf der Flächennummer 1336 der Gemarkung Kirchlauter im Außenbereich und muss daher die Vorgaben des Paragrafen 35 BauGB erfüllen.

Es ist nach den Mitteilungen des Bauamtes zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben handle. Nach Paragraf 35 Abs. 1 Nr. 3 BauGB sind Vorhaben, die der öffentlichen Versorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen dienen, im Außenbereich zulässig. Öffentliche Belange dürften diesem Vorhaben nicht entgegenstehen und durch Auflagen der Fachbehörden werde eine Kompensation erreicht. Auch eine ausreichende Erschließung liege vor, indem eine wegemäßige Erschließung erkannt werde, Niederschlagswasser versickere oder in Gräben abgeleitet werde und eine Wasserversorgung nicht notwendig sei. So sei also von einer Genehmigungsfähigkeit des Mastes auszugehen.

Der Gemeinderat selbst sah zwar so gut wie keine Notwendigkeit für diesen Handymast, Bürgermeister Karl Heinz-Kandler (SPD) erklärte aber, dass ein Gewerbetreibender auf ihn zukam und sich beschwerte, dass er in seinem Betrieb keinen Empfang habe. Ziel dieser Maßnahmen sei es, alle Flächen mit Empfang abzudecken und die vorhandenen Lücken zu schließen.

Laut der Deutschen Funkturm GmbH sei Kirchlauter unterversorgt, weshalb auch die ganze Geschichte ins Rollen gekommen wäre. Im Übrigen sei es möglich, auf seinem Privatgrundstück einen eigenen Mast aufstellen zu lassen. Erst ab einer Höhe von zehn Metern sei eine Baugenehmigung erforderlich. Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme, dem Bauantrag das Einvernehmen zu erteilen.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Anschaffung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehren in Kirchlauter und Neubrunn, wobei man jeweils vier neue Lungenautomaten und Pressluftatmer für notwendig erachtete. Für die derzeit verwendeten Atemschutzgeräte gebe es nämlich ab 2020 keine Ersatzteile mehr. Dies hätte die Abmeldung beider Wehren in Bezug auf Atemschutzgeräte zur Folge, wenn eine plötzlich zu leistende Reparaturmaßnahme an den Geräten nicht mehr gewährleistet werden könne. Um die Einsatzbereitschaft weiter zu sichern, wurde deswegen auch von der Feuerwehrdienstaufsicht die Neubeschaffung empfohlen. Einstimmig genehmigte das Gremium die Anschaffung der Atemschutzgeräte mit Kosten von rund 16 000 Euro für die beiden Wehren.

Hinsichtlich der Ausrüstung der FFW Kirchlauter ging es außerdem um die Neuanschaffung von weiterer Ausrüstung. Die sei notwendig, weil die Wehr in den vergangenen Monaten zahlreiche Neuzugänge zu verzeichnen hatte. Weil die Anzahl der vorhandenen Ausrüstung zur Einkleidung nicht ausreiche, seien weitere Ausrüstungsartikel notwendig. Der Gemeinderat vergab auch hier einen Auftrag in Höhe von 5400 Euro.

Im weiteren Verlauf sprach Bürgermeister Kandler nochmals die Beschwerde von GR Uwe Derra an. Er hatte bemängelt, dass ihm nicht alle für die Sitzung relevanten Unterlagen zugingen und forderte, dass ihm diese vorbeigebracht würden. Der Bürgermeister zeigte sich enttäuscht von Derras Forderung und sah es als Konsequenz - sollte er Bürgermeister bleiben - dass keine Gemeinderatsmitglieder oder Fraktionen vor der Sitzung Unterlagen erhielten. Dazu führte GR Uwe Derra aus, dass ihm nach der Geschäftsordnung die Unterlagen zustünden. Dies lege der Gemeinderat und nicht der Bürgermeister fest.

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Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
10. 12. 2019
18:18 Uhr

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Autor

Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
10. 12. 2019
18:18 Uhr



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