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Hassberge

Heißes Jahr für die Feuerwehr

Mehrere Brände halten die Feuerwehren in der Region in Atem. Die Polizei sucht nach den Verursachern.



Der Brand in Eberns Altstadt im April hätte böse enden können.
Der Brand in Eberns Altstadt im April hätte böse enden können.   » zu den Bildern

Ebern/Autenhausen - Heiß geht es her im Jahr 2018. Und daran hat nicht nur der Klimawandel schuld. Anfang April kommt die Stadt Ebern mit einem blauen Auge davon - der Brand in einem in der Ritter-von-Schmitt-Straße in der Altstadt von Ebern hat keinen größeren Schaden angerichtet. Gegen 7.45 Uhr entdeckt ein Nachbar des Hauses im östlichen Bereich der Altstadt die Rauchentwicklung und wählt den Notruf. Eine Streife der Eberner Polizei, die Feuerwehren der Stadt und die FTE-Werksfeuerwehr, dazu die Wehren aus Ebern, Eyrichshof und Fierst sind rasch vor Ort. Aus Fenstern im Obergeschoss dringen dicke Rauchwolken, auch im Erdgeschoss sind schon Flammen zu sehen.

Die Feuerwehren verschafften sich durch den Hintereingang im Hof Zugang zu dem zurzeit unbewohnten Gebäude und haben die Gefahr rasch im Griff. Dank der zügigen Löscharbeiten sind angrenzende (Fachwerk-)Gebäude, die in der Straße in dichter Bebauung nebeneinanderstehen, von dem Schwelbrand nicht betroffen - ein Stadtbrand, wie er Ebern in der Vergangenheit nicht nur einmal heimgesucht hatte, kann verhindert werden.

Auch in dem rund 300 Jahre alten, dreistöckigen Gebäude bleibt der Schaden gering. Brandermittler der Schweinfurter Kripo machen Arbeiten, unter anderem mit einem Gasbrenner, für den Schwelbrand verantwortlich. Er muss sich im Lauf der Nacht langsam vorangefressen haben.

Im Dürre-Sommer 2018 überschlagen sich die Warnungen vor Wald- und Feldbränden; die Regierung von Unterfranken setzt mehrmals Flugüberwachungen an. Anfang August wird die Befürchtung Realität: Zwischen Fischbach und Siegelfeld neben der Bundesstraße 279 steht eine Fläche von 150 mal 150 Meter, etwas mehr als zwei Hektar, in Flammen. Ein Großeinsatz von 14 Feuerwehren mit insgesamt 130 Kameraden wird gestartet, um den Waldbrand in Schach zu halten.

Verstärkt werden sie vom Technischen Hilfswerk aus Haßfurt und rund 40 Rettungskräften des Roten Kreuzes. Die sind vor allem dazu da, die erschöpften Feuerwehrleute in der Hitze mit Getränken zu versorgen. Zu Schaden kommt beim Einsatz niemand; und auch die Situation ist bald im Griff. Ein Hubschrauber mit Löschwasserbehälter hilft dabei mit. Nach knapp zwei Stunden ist das Gröbste geschafft.

Zur Kontrolle geht noch einmal der Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera in die Luft, um etwaige Glutnester aufzuspüren bzw. ausschließen zu können.

Mitte Oktober steigt dann erneut mitten in Ebern eine dunkle Rauchsäule empor, und zwar am Tennisplatz an der Coburger Straße, gegenüber dem Krankenhaus: Die Tennishütte steht in Flammen. Jugendliche haben das Feuer entdeckt und einen Notruf abgesetzt.

Mit 58 Einsatzkräften der Feuerwehren Ebern, Eyrichshof und Fierst sind die Helfer vor Ort. Nachalarmiert wurde noch die Werksfeuerwehr der Firma Valeo. Die Hütte ist das Vereinsheim des Eberner Tennisclubs (TC) und nach dem Brand nicht mehr zu gebrauchen. Nachdem aber die Versicherung des TC einspringen wird, soll das Häuschen wieder aufgebaut werden. Der Brand ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen: vermutlich auf brennende Zigaretten, die achtlos ins trockene Gebüsch am Tennisheim geworfen wurden.

Von absichtlicher Brandstiftung geht indes die Polizei im Seßlacher Stadtteil Autenhausen aus - und zwar von einem regelrechten "Feuerteufel". Zunächst brennt Mitte September eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder. Zehn Tage später wird ein als Lagerstätte genutztes Gebäude Raub der Flammen. Schließlich sorgt Anfang November ein angezündeter Holzstapel für einen erneuten Feuerwehreinsatz. Die Kriminalpolizei bildet eine Sonderermittlungskommission. Wer der Täter sein könnte, ist bislang aber nicht bekannt.

Autor
Tanja Kaufmann

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Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
21:20 Uhr

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Tanja Kaufmann

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30. 12. 2018
21:20 Uhr



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