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Hennemann tritt wieder an

Der Eberner Bürgermeister will seine Arbeit auch nach 2020 fortführen. Die SPD Ebern hat ihn einstimmig für eine erneute Kandidatur nominiert.



Jürgen Hennemann vor dem Eberner Rathaus. Der amtierende Bürgermeister möchte seine Arbeit auch nach der Wahl 2020 weiter fortführen. Die Unterstützung der Eberner SPD hat er. Archivfoto: Tanja Kaufmann
Jürgen Hennemann vor dem Eberner Rathaus. Der amtierende Bürgermeister möchte seine Arbeit auch nach der Wahl 2020 weiter fortführen. Die Unterstützung der Eberner SPD hat er. Archivfoto: Tanja Kaufmann  

Ebern - Ein Herausforderer steht schon fest, nun positioniert sich auch der Amtsinhaber: Eberns Erster Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) tritt zur Kommunalwahl im März 2020 wieder für das Amt des Stadtoberhaupts an. Das berichtet SPD-Ortsvereins- Vorsitzender Eckart Roeß aus der jüngsten Vorstandssitzung der SPD Ebern. Demnach erfolgte die Nominierung durch den SPD-Vorstand einstimmig. "Mit Jürgen Hennemann haben wir einen Bürgermeister, der die Stadt Ebern erfolgreich leitet und voranbringt", so Roeß.

Das sei an vielen Projekten zu sehen, die auf die Zukunft ausgerichtet seien. Als Beispiele nennt der Eberner SPD-Vorsitzende die Stärkung der Schulstadt durch regelmäßige Abstimmungen zwischen Schulleitern und Stadt sowie die Einbeziehung der Eltern, die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden mit der Baunach-Allianz und der Musikschule, den Ausbau der Betreuungseinrichtungen durch Notgruppen und Bau einer neuen Kindertagesstätte auf dem ehemaligen Berufschulareal, die solide Haushaltsführung mit Schuldenabbau bis zum Gewebesteuereinbruch oder die Schaffung einer offenen Willkommenskultur in der Stadt.

Weiterhin habe die Stadt unter der Leitung von Bürgermeister Jürgen Hennemann eine erfolgreiche Bewerbung zur Fairtrade-Stadt durchgeführt, indem auch Vereine, Schulen und ortsansässige Gewerbetreibende mit ins Boot geholt wurden. Auch der "Marktplatz der biologischen Vielfalt", das Energiecoaching und die Beteiligung am neuen Förderprojekt "innen statt außen", mit Schaffung von neuem Wohnraum in innerstädtischen Lagen und Baulücken standen auf der Agenda und wurden gelungen abgearbeitet. "Das waren alles Themen, die Jürgen Hennemann als Bürgermeister angeleiert und vorangetrieben hat", stellt der Vorsitzende fest, der seinen Bürgermeister lobt: "Du bist immer ansprechbar." Dazu kämen die vielen unzähligen Gespräche mit Bürgern, Bauwerbern, Gewerbetreibenden und Behörden.

Es sei ein Witz, wenn der Bürgermeister so hingestellt werde, "als würde er nichts auf die Reihe bekommen", ärgert sich Eckart Roeß über derartige Aussagen. "Jürgen Hennemann hat Weichen in eine gute Zukunft für Ebern gestellt, egal ob bei der Erschließung von weiteren Gewerbeflächen oder dem Ermöglichen von Baumöglichkeiten in der Stadt, als auch bei der Willkommenskultur. Auch dem Vorwurf zu vieler Entscheidungen in nichtöffentlicher Sitzung widerspricht Eckart Roeß: "So viele Informationen gab es von der Stadt noch nie." Das VG-Blatt sei neu aufgelegt worden, die Information erfolge umfassend.

Selbstkritisch gaben sich der Bürgermeister Jürgen Hennemann und der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Eckart Roeß aber auch. Es gebe immer "Stellschrauben, an denen es etwas zu verbessern gibt", heißt es wörtlich.

Jürgen Hennemann stellte in der Vorstandssitzung allein die Bilanz das Jahres 2018 als Beispiel seiner inzwischen fünfjährigen Amtszeit vor. "Was angekündigt wurde, wird auch angepackt", fasste er die Vorgehensweise zusammen. Was er am Anfang des Jahres 2018 im roten Eber als Vorhaben aufgezeigt hatte, konnte er im Frühjahr 2019 als erledigt aufzeigen. Geplant und auch erfolgt seien beispielsweise die Einweihung des Betreuungsgebäudes für die Grundschule, der Neubau des Wohnheimes der Meisterschule für das Schreinerhandwerk, das am kommenden Dienstag offiziell eingeweiht wird, die Gründung des Vereines Baunach-Allianz, um das Integrierte ländliche Entwicklungskonzept (Ilek) umsetzen zu können, ein weiterer Abschnitt in der Erschließung des Baugebiet Haube in Unterpreppach oder die Verlegung und Neugestaltung des Spielplatzes in Eyrichshof. Ebenfalls wie angekündigt angelaufen sei die Planung für den geplanten Umbau des Xaver-Mayr-Hauses mit Hilfe von Städtebaufördermitteln sowie für eine neue integrative Kindertagesstätte und den Umbau der alten Schule in Bramberg zum Wohnen und um die Vereinsnutzung zu ermöglichen.

Als "In-Arbeit-Projekte" bezeichnet der Bürgermeister den geplanten Bau eines neuen Altenpflegeheims der Diakonie im Mannlehen samt Sanierung des Hauses St. Elisabeth, der seinen Worten nach "stockt". "Die Diakonie muss für den Bau im Mannlehen ihre Anforderungen für den Bebauungsplan vorlegen", so Jürgen Hennemann: "Wir warten."

Ebenfalls in Arbeit sei die Planung des Feuerwehrhauses in Unterpreppach, wo derzeit "grundsätzliche Abklärungen laufen". Ein weiterer Ausbau des schnellen Internets im Stadtgebiet, im Förderprogramm in den Stadtteilen und in Eigenregie durch die Telekom in der Kernstadt laufe ebenfalls und sei in vielen Stadtteilen und in der Kernstadt in ca. 1800 Haushalten bereits verfügbar. "Weitere 470 folgen im März 2019", verspricht der Bürgermeister. Diskussionen gebe es zu weiteren Baugebieten wie in Bischwind, was sich wegen der Vorgaben der Erschließung schwierig darstelle. In der Debatte befinde sich weiterhin ein möglicher Begräbniswald, während für eine pflegearme Friedhofsgestaltung bereits Aufträge für den Eberner Friedhof und für Fischbach und Eichelberg vergeben worden seien.

"Ich stelle mich gerne nochmal für das Amt zur Verfügung, da mir die Aufgabe, Ebern voranzubringen und weiterzuentwickeln, sehr am Herzen liegt und auch Spaß macht", erklärt Jürgen Hennemann. Für seine Bereitschaft erhielt er bei der Vorstandssitzung viel Beifall, fügte aber auch an, dass noch viel zu tun sei und das Angefangene umzusetzen. "Ich will nicht, dass jemand anderes die Früchte der angefangenen Projekte erntet", betonte Jürgen Hennemann: "Das möchte ich schon selbst tun und weiter gestalten."

Leider seien viele Verfahren sehr langwierig und stünden auch nicht in der Macht des Bürgermeisters, sie umzusetzen. Als Beispiel nannte er die angekündigte Verlagerung der Landesbaudirektion: Das, was die Stadt hätte beeinflussen können, sei schnell gegangen, wie zum Beispiel der Umbau und der Einzug in das alte Rathaus. Fraktionsvorsitzende Brunhilde Giegold berichtete bei der jüngsten SPD-Vorstandssitzung außerdem aus der letzten Stadtratssitzung. Wie bereits berichtet, werde ein Verfahren eingeleitet zur Anfrage zur Ansiedlung eines Netto-Marktes auf dem Grundstück von Reifen Wagner am südlichen Stadteingang. "Wir haben eingebracht, dass doch die Bäckerei Schoder, die nicht mehr im Norma Markt wegen Umbau verbleiben konnte, doch in den neuen Netto Markt einziehen könnte", so Brunhilde Giegold. Damit wäre wieder eine Bäckerei nahe an der Altstadt.

Bürgermeister Hennemann habe schon in der Stadtratssitzung den Vorschlag aufgegriffen und will den Kontakt herstellen. tnk

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
12:50 Uhr

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04. 07. 2019
12:50 Uhr



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