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Hassberge

Herzlicher Abschied für Norbert Mohr

Über vierzig Jahre hat der Dienststellenleiter der Polizei Haßfurt die Zügel in der Hand gehabt. Nun geht er in den Ruhestand. Im folgt zunächst Thomas Hümmer.



Polizeipräsident Gerhard Kallert (links) verabschiedete Norbert Mohr (Dritter von links), der zusammen mit seiner Ehefrau Ursel den Ruhestand genießen wird. Thomas Hümmer, hier zusammen mit Ehefrau Christina und seinen beiden Kindern, wird die vorübergehende Nachfolge als Haßfurter Dienststellenleiter antreten. Foto: Licha
Polizeipräsident Gerhard Kallert (links) verabschiedete Norbert Mohr (Dritter von links), der zusammen mit seiner Ehefrau Ursel den Ruhestand genießen wird. Thomas Hümmer, hier zusammen mit Ehefrau Christina und seinen beiden Kindern, wird die vorübergehende Nachfolge als Haßfurter Dienststellenleiter antreten. Foto: Licha  

Haßfurt - Nach 42 Dienstjahren wurde Norbert Mohr, der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Haßfurt, in den Ruhestand verabschiedet. Dem Polizeioberrat folgt Polizeioberkommissar Thomas Hümmer, der als Interimsnachfolger im Rahmen der Führungs-Bewährung die Dienststellenleitung für die nächsten sechs Monate übernehmen wird. Zu einer Feierstunde zum Amtswechsel am Montag in der Rathaushalle waren zahlreiche Ehrengäste gekommen, unter ihnen Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Polizeipräsident Gerhard Kaller, Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, stellvertretender Landrat Michael Ziegler und Bürgermeister Günther Werner.

In seinen Abschiedsworten, mit einer Portion Humor vorgetragen, stellte Norbert Mohr fest, dass es in seinen über vier Jahrezehnten Dienstzeit viele Veränderungen gegeben habe, besonders auch dim Hinblick auf die Technik. Die Aufgaben seien aber im Kern gleich geblieben, wenn auch heute das Sicherheitsgefühl immer mehr im Fokus stehen würde. In den Polizeiberuf sei er regelrecht "hineingerutscht", führte Mohr aus, denn mit seinen ersten Dienstjahren habe e er eigentlich "nur überbrücken" wollen. "Später habe ich gemerkt, dass das nicht nur ein Job, sondern meine Berufung ist", erklärte der baldige Ruheständler, der als hervorragender Netzwerkler gilt. "Die ersten drei Stunden waren für mich die Hölle", beschrieb Mohr scherzhaft die Situation an seinem ersten Arbeitstag damals bei der Kripo in Schweinfurt. Es habe für ihn, der sehr gerne mit anderen kommuniziere, eine bedrückende Ruhe im Büro geherrscht, die sich erst gelöst habe, als nach langer Zeit das erste Mal das Telefon klingelte. "Ich war schon immer Klassensprecher oder Pfadfinder-Gruppenleiter", schmunzelte Mohr, der demzufolge wohl immer schon ein Macher war.

Am 1. März 1977 in Würzburg eingestellt, war Norbert Mohr zunächst fünf Jahre Streifenbeamter bei der Polizeiinspektion Schweinfurt-Land. Nach dem Studium an der Beamtenfachhochschule Fürstenfeldbruck kam er nach Schweinfurt zurück und übernahm dort verschiedene Aufgaben, ehe er Dienststellenleiter bei der Polizeiinspektion Alzenau wurde.

Auf zahlreiche weitere interessante Tätigkeiten kann der 61-Jährige nach über vier Jahrzehnten zurückblicken. So war er zum Beispiel unter anderem Mitarbeiter im Lagezentrum des Bayerischen Innenministeriums in München, stellvertretender Leiter des Präsidialbüros beim Polizeipräsidium Unterfranken und als Leiter der Sondergruppe Einsatz und stellvertretender Dienststellenleiter der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg. Mit "Du warst ein guter Chef", kommentierte der stellvertretende Dienststellenleiter Kurt Etzel dessen letzte Station seit Mai 2016 in Haßfurt.

"Der Freistaat Bayern und insbesondere die unterfränkische Polizei hat Ihnen viel zu verdanken und auf Ihre eindrucksvolle und erfolgreiche Arbeit können Sie zu Recht stolz sein", würdigte Polizeipräsident Gerhard Kallert die Verdienste Mohrs. Kein Geheimnis verriet Kallert, dass die Arbeitsergebnisse der Polizeiinspektion Haßfurt hervorragend seien. Als einen kompetenten und stets hilfsbereiten Ansprechpartner bezeichnete stellvertretender Landrat Michael Ziegler den scheidenden Haßfurter Polizeichef. Immer um unbürokratische Lösungen bemüht, gab es viele Berührungspunkte, wie zum Beispiel bei der Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Feuerwehr. Lobend erwähnte Ziegler auch die gemeinsamen Anstrengungen zusammen mit dem Jugendamt zur Verbesserung des Jugendschutzes und der Prävention. Auch bei Großveranstaltungen wie die Weinfeste in Sand und Zeil oder die Eltmanner Biertage wurde und wird stets eng zusammengearbeitet, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Als vertrauensvoll und zielführend hat auch Bürgermeister Günther Werner die Zusammenarbeit mit Polizeioberrat Mohr erlebt: "Sie haben ihr Amt als Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt erfolgreich ausgeübt und Herausforderungen gemeistert sowie brenzlige Situationen rechtzeitig erkannt".

Und auch sein Nachfolger findet lobende Worte: "Als er erfahren hatte, dass ich als Nachfolger von Norbert Mohr vorgesehen bin, hatte ich sofort das Gesicht von Mohr mit seinem typisch verschmitzten Lächeln vor Augen", berichtete Thomas Hümmer bei seiner Antrittsrede. 2015, nach seinem Studium als frisch gebackener Kommissar, hatte er diesen kennen gelernt und seither begleitet ihn Mohr im Rahmen der monatlichen Führungskräftetrainings für das anstehende Assessment Center. Hümmer versicherte, seine neue Aufgabe mit aller Kraft, Motivation und Engagement anzugehen.

Der 32-Jährige Familienvater wird aufgrund seiner bislang gezeigten herausragenden Leistungen im Polizeidienst im Förderprogramm zur Erprobung für die vierte Qualifikationsebene, dem ehemaligen höheren Polizeivollzugsdienst, die Haßfurter Dienststelle für sechs Monate leiten.

Für den Wiesentheider, der zuletzt als stellvertretender Dienststellenleiter bei der Polizeiinspektion Gerolzhofen tätig war, ist Haßfurt nun die letzte Station bevor bei erfolgreicher Absolvierung das bayernweite Auswahlverfahren im Assessment Center ansteht.

Autor

Christian Licha
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
18:02 Uhr

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Christian Licha

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14. 05. 2019
18:02 Uhr



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