Topthemen: Sturmtief FriederikeLandestheaterVerkehrslandeplatzStromtrasseHSC 2000 Coburg

Hassberge

Heuer wieder Fell und Federn

Der Ibinder Kleintiermarkt gilt als der älteste und traditionsreichste in Bayern. Während die Vogelgrippe im letzten Jahr für Probleme sorgte, findet nun alles ganz wie gewohnt statt.



Für die Kleinsten war es im vergangenen Jahr schon ein Hungucker - auch wenn das Federveih trotz allem schmerzlich vermisst wurde. Doch Hasen und Co konnten zumindest den Nachwuchs begeistern. Foto: Albrecht
Für die Kleinsten war es im vergangenen Jahr schon ein Hungucker - auch wenn das Federveih trotz allem schmerzlich vermisst wurde. Doch Hasen und Co konnten zumindest den Nachwuchs begeistern. Foto: Albrecht  

 

Erlaubte Tiere und Anfahrt

Gemäß der Abstimmung der Wirtsleute mit dem zuständigen Veterinäramt können zu den Märkten folgende Tiere gebracht werden: Tauben, Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Für Gänse und Enten muss der jeweilige Züchter aber ein entsprechendes virologisches Gutachten, das nicht älter als sieben Tage ist, vorweisen.

Alternativ gilt auch eine veterinäramtliche Bestätigung bei der entsprechenden Haltung des Wassergeflügels zusammen mit Indikatortieren.

Und so gelingt die Anfahrt: Ibind liegt direkt an der Bundesstraße 303 auf halber Strecke zwischen Coburg und Schweinfurt. Das Dorf inmitten des idyllischen Naturparks Haßberge ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Burgpreppach.

Weitere Informationen zum Ibinder Tauben- und Kleintiermarkt findet man auf der Homepage des Gasthauses bei www.ibind.de. Telefonische Rückfragen sind unter 09534/876 möglich. red

 

Ibind - Am kommenden Sonntag, 7. Januar, startet die Traditionsveranstaltung "Ibinder Tauben- und Kleintiermarkt" im Fränkischen Gasthaus Rädlein in die neue Marktsaison. Bis einschließlich 25. März finden hier sonntags von 8 Uhr bis 12 Uhr die Märkte im Saal und auf der Terrasse des Ibinder Wirtshauses statt.

 

"Gerade der in Ibind stattfindende ländliche Kleintiermarkt hat eine einzigartige Atmosphäre", schwärmt Gastwirt und Veranstalter Uwe Rädlein. Den Besuchern sei der Kult um das hier angesiedelte nordbayerische "Kleintier-Mekka", in Verbindung mit dem besonderen Flair des fränkischen Traditionswirtshauses, ans Herz gewachsen. Die Konstellation "Markt im Wirtshaus" stelle, so Rädlein, "in der heutigen Kulturlandschaft mittlerweile eine solche Seltenheit dar, dass sie deutschlandweit ihresgleichen sucht."

Doch es war nicht immer alles rosig. Denn im vergangenen Jahr machte den Veranstaltern, Züchtern und Besuchern die Vogelgrippe, verbunden mit der seit November 2016 geltenden Stallpflicht, einen Strich durch die Rechnung. "Taubenmarkt erstmals ohne Tauben" titelte unsere Zeitung am 5. Januar 2017. Statt Hennen gab es hier nun Hamster, Hasen, Meerschweinchen und Ähnliches zu sehen. Fell statt Federn.

"Durchhalten", lautete damals die Parole. Ein Taubenmarkt ohne Tauben, beziehungsweise: Gänzlich ohne Federvieh - das machte sich auch an den Besucherzahlen bemerkbar. Und auch die Zahl der Züchter war im vergangenen Jahr eher überschaubar. Während es sonst rund 20 sind, kamen lediglich vier auf die Terrasse des Gasthauses. Erst am 19. März 2017 konnte man aufatmen. Die Stallpflicht wurde aufgehoben und der Taubenmarkt konnte wieder mit dem gewohnten Federvieh stattfinden. "Damit hat sich die Devise des Durchhaltens bestätigt", resümierte damals Uwe Rädlein.

Bereits seit 1935 wird diese Kleintier-Börse immer ab dem ersten Sonntag nach Dreikönig bis einschließlich Palmsonntag im örtlichen Gasthaus durchgeführt. Somit gilt der Ibinder Kleintiermarkt in dieser Form als der älteste und traditionsreichste in ganz Bayern. "Der positiven Zuspruch, welchen die Besucher allwöchentlich der Ibinder Tierbörse entgegen bringen, ist unter anderem auch in dieser Eigenart begründet. Sonntag für Sonntag wird das von den Gästen immer bestätigt", führt Rädlein heuer aus. Eine weitere Besonderheit des Ibinder Kleintiermarktes sei es, dass für jeden Besucher, egal ob nun Anbieter, Käufer oder Schaulustiger, der Eintritt kostenfrei ist. red/kap

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 01. 2018
21:30 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Probleme und Krisen Terrassen Vogelgrippe
Ibind
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Heuer nur Hamster statt Henne

05.01.2017

Heuer nur Hamster statt Henne

Am Sonntag findet in Ibind erstmals ein Taubenmarkt ohne Tauben statt. Weil die Vogelgrippe grassiert, muss das Geflügel im Schlag bleiben - ein Schlag wiederum für alle Züchter. » mehr

Gemeindereferent Norbert Zettelmeier gab dem neuen Laufsteg den kirchlichen Segen.

14.12.2017

Von der Natur lernen

Was erst nur eine Idee war, ist nun zu einem Projekt für den Landkreis geworden: Das Grüne Klassenzimmer im Wald bei Ibind. Dort hat man nun einen neuen Steg am Himmelsee übergeben. » mehr

Sichtlich wohl fühlt sich die niederbayerische Kabarettistin Andrea Limmer unter dem fränkischen Wappen bei ihrem Auftritt in Ibind, auch wenn sie freimütig bekannte: "I bin die Limmerin, und da bin i niet dahoam". Foto: Albert

26.11.2017

Charmante "Lästerbabbn"

Die niederbayrische Kabarettistin Andrea Limmer begeistert im "Iwinner Tunnelsaal". Dabei wird es für die Zuschauer alles andere als ein ruhiger Abend. » mehr

Dick eingepackte: Nino, das jüngste Skiclub-Mitglied

26.01.2017

Mit "Inferno" den Eichelberg hinunter

Der Ibinder Ski-Club lädt zum ersten Rennen - und die Teilnehmerzahl übertrifft alle Erwartungen. Sogar ein 83-Jähriger wagt sich auf seinen Brettern auf die Piste. » mehr

Zweiter Fall von Geflügelpest bestätigt

13.02.2017

Zweiter Fall von Geflügelpest bestätigt

Das Friedrich-Löffler- Institut hat bei einem Greifvogel im Landkreis Haßberge das Virus H5N8 nachgewiesen. Vor Kurzem hatte man bereits eine Wildgans gefunden. » mehr

Weniger zu tun gibt es auf dem Hühnerhof der Familie Rügheimer durch die Stallpflicht nicht. Die Legeleistung steigt, weil die Hühner eben nicht auf den Wiesen picken können. So muss Michaela Rügheimer fleißig weiter die Eier sortieren.

06.02.2017

Freilandhaltung steht vorerst vor dem Aus

Michaela und Roland Rügheimer hatten ihre Kinder gerade aus dem Gröbsten raus, da kam die Geflügelpest - und mit ihr die Stallpflicht. Nun bespaßen sie die Hühner ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

NP-Aktion: Mahlzeit in der Markthalle

"Mahlzeit!" in der Markthalle | 18.01.2018 Coburg
» 17 Bilder ansehen

Neujahrsempfang

Neujahrsempfang | 17.01.2018 Coburg
» 8 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 01. 2018
21:30 Uhr



^