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39 neue Feldgeschworene im Landkreis Haßberge nahmen an einer Schulung des Vermessungsamtes teil. Sie lernen vor allem eins: Auf Genauigkeit kommt es bei ihrer Aufgabe an.



Auch Bobby-Joe Undiener aus Goggelgereuth ünte als neuer Feldgeschworener die korrekte Vermessung. Fotos: Christian Licha
Auch Bobby-Joe Undiener aus Goggelgereuth ünte als neuer Feldgeschworener die korrekte Vermessung. Fotos: Christian Licha   » zu den Bildern

Haßfurt/Kreis Haßberge - 39 neue Feldgeschworene, die im vergangenen Jahr beim Siebenertag in Zeil vereidigt wurde, nahmen am Freitag im Landratsamt an einer Schulung durch das Vermessungsamt Schweinfurt teil.

Die Tradition der Feldgeschworenen gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert und ist besonders in Franken verbreitet. Hier gibt es 60 Prozent aller bayerischen Siebener, wobei der Landkreis Haßberge mit 1050 Ehrenamtlichen die größte Feldgeschworenenvereinigung im ganzen Freistaat ist.

Die Siebener haben ihren Namen daher, weil es früher immer sieben Personen eine Art Feldgericht bildeten, erklärte Gerhard Hartmann, der Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Schweinfurt. Heute ist diese Anzahl nicht mehr zwingend notwendig. Es ist auch möglich weniger Feldgeschworene für jede einzelne Gemarkung zu haben, wobei es im Idealfall doch schon mindestens fünf sein sollten.

Aufgabe der Siebener ist es heute, für die Abmarkung der Grundstücksgrenzen zu sorgen und diese dauerhaft, je nach Untergrund, mit Steinen, Nägeln oder Meiselzeichen zu markieren. "Die Aufgaben sind beschränkt auf der Sicherung der Grenzpunkte, wenn eine Zerstörung droht", erklärte Hartmann und verwies auch auf die Kostenersparnis, die die Grundstückseigentümer haben, wenn dies die Feldgeschworenen durchführen. Nach einem theoretischen Teil, in dem alle Rechte und Pflichten erläutert wurden, folgte die praktische Unterweisung im Hof des Landratsamtes, bei der die Frauen und Männer einen Vorgeschmack auf ihre zukünftige Aufgabe bekommen. Als Siebener wird man auf Lebenszeit berufen. Nur aus gesundheitlichen Gründen kann man zurücktreten oder wenn ein Wegzug aus dem Heimatort erfolgt, für den man zuständig ist.

Schweigen ist Gold

Verschwiegenheit ist eine wichtige Voraussetzung. So gibt es das Siebenergeheimnis, das auf keinen Fall verraten werden darf. Hierbei handelt es sich um geheime Zeichen die gesetzt werden, um die Echtheit einer Markierung zu gewährleisten. Diese ist nämlich ein Hoheitszeichen und darf nur von den Feldgeschworenen oder dem Vermessungsamt gesetzt werden.

Landrat Wilhelm Schneider nahm sich die Zeit, um den Feldgeschworenen seinen Dank auszusprechen. Sie seien ein wichtiger Bestandteil im Gemeindeleben und opfern ihre Freizeit für die Allgemeinheit. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich, so Schneider.

Im Zeiler Stadtteil Krum gibt es zwei neue Feldgeschworene, die an der Unterweisung teilnahmen. Florian Hetterich und Volker Schuler haben das Amt jeweils auf Vorschlag ihres Schwiegervaters beziehungsweise Vaters angenommen. Die beiden Senioren traten aus gesundheitlichen Gründen zurück und wollten die Tradition in der Familie weitergeben. "Für mich war das selbstverständlich, dass das Amt annehme", sagte Florian Hetterich. Volker Schuler pflichtete ihm bei: "Auch ich war sofort begeistert, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen".

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Christian Licha
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Veröffentlicht am:
29. 01. 2019
12:02 Uhr

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Autor

Christian Licha

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Veröffentlicht am:
29. 01. 2019
12:02 Uhr



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