Topthemen: Globe TheaterHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

Hassberge

Jede Stimme hilft den Bienen

Stefan Zettelmeier, Sprecher des örtlichen Aktionsbündnisses, ist nicht ganz zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. Vor allem kleinere Orte schwächeln.



Sie wollen den Bienen, Schmetterlingen und Insekten über die zehn-Prozent-Hürde helfen und damit deren Lebensbedingungen verbessern (von links): Catharina Fastenmeier, Rainer Baumgärtner, Maikäfer Sebastian Fastenmeier, Dieter Sauer, Antonia Ort, Bienchen Johanna Fastenmeier, Martin Bathon und Stefan Zettelmeier. Foto: Ort
Sie wollen den Bienen, Schmetterlingen und Insekten über die zehn-Prozent-Hürde helfen und damit deren Lebensbedingungen verbessern (von links): Catharina Fastenmeier, Rainer Baumgärtner, Maikäfer Sebastian Fastenmeier, Dieter Sauer, Antonia Ort, Bienchen Johanna Fastenmeier, Martin Bathon und Stefan Zettelmeier. Foto: Ort  

Kreis Haßberge - Das "Volksbegehren Artenvielfalt" läuft seit dem vergangenen Donnerstag. Noch bis zum 13. Februar haben die Bürger Zeit, sich in ihren Rathäusern für das Begehren stark zu machen und mit ihrer Unterschrift für den Gesetzentwurf zu stimmen. Wie sieht es bisher aus im Landkreis Haßberge?

"Durchwachsen", so findet Stefan Zettelmeier, Sprecher des örtlichen Aktionsbündnisses. "In den großen bayerischen Städten war und ist der Zuspruch groß. Bei uns auf dem Land sieht es da schon anders aus." Während in München die Menschen trotz Minustemperaturen gut gelaunt Schlange vor den Einwohnermeldeämtern standen, fällt die Bilanz hier bei uns ganz unterschiedlich aus: "In der Kreisstadt haben sich mittlerweile 8,5 Prozent der Bürger eingetragen. Gut sieht es auch in Zeil (7,4 Prozent) aus, wobei die Nachbargemeinde Sand mit 8,3 Prozent die Nase vorn hat. Zumindest die Hälfte der notwendigen zehn Prozent der Wahlberechtigten (5,2 Prozent) haben in Untermerzbach schon unterschrieben. Dann folgen Königsberg mit 4,7 Prozent und Knetzgau mit 4,1 Prozent.

Wesentlich holpriger ist das Volksbegehren in den kleineren Ortschaften gestartet. "Man erkennt ganz deutlich, welche Gemeinde die Verwaltung im Ort hat. Wenn die Leute im Heimatort gerade mal eine halbe Stunde Eintragungszeit haben (wie beispielsweise in Ermershausen) und ansonsten kilometerweit bis zur nächsten VG fahren müssen, wird es einem schon schwer gemacht, sein Bürgerrecht auszuüben. Und das sieht man dann auch an den bisherigen Ergebnissen." So haben sich von den Kirchlauterern nur 2,3 Prozent und von den Stettfeldern gerade mal 2,1 Prozent eingetragen.

Dieter Sauer und Thomas Ort, die zusammen mit anderen Rathauslotsen schon viele Gespräche mit den Menschen auf der Straße geführt haben, wissen aber auch: "Bei den Menschen ist ein großes Interesse am Volksbegehren da. Vielen Leuten, quer durch alle Altersschichten, liegt die Artenvielfalt am Herzen." So manches Missverständnis hätten sie schon im Dialog aus dem Weg räumen können.

"Wir sind verhalten optimistisch", so Zettelmeier, "aber die Hürde von einer Million Stimmen ist schon sehr hoch. Daran ist schon manches Volksbegehren gescheitert." Wichtig sei es jetzt, dass sich - neben den prominenten Erstunterzeichnern wie Bürgermeistern und Seelsorgern - auch noch viele andere Engagierte mit ihrem Ausweis und möglichst auch gleich noch ein paar Freunden und Verwandten ins Rathaus aufmachten, denn "Es geht um jede Stimme". red

—————

Infos zu den Eintragungszeiten findet man auf der Homepage der Gemeinden oder online unter der Adresse www.volksbegehren-artenvielfalt.de.

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
21:06 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Artenvielfalt Bienen Volksbegehren Zufriedenheit
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Flächen, die "eh da" sind, zur Förderung der Artenvielfalt nutzen, das wollen (von links) Lea Fließ vom Forum Moderne Landwirtschaft, Landwirt Klaus Merkel, Kerstin Krohn vom Forum Moderne Landwirtschaft, Bürgermeister Günther Werner, Professor Roland Kubiak von RLP-Agroscience und Matthias Trapp vom Institut für Agrarökologie. Foto: Peter Schmieder

16.06.2016

Die Bienen sollen profitieren

Haßfurt beteiligt sich als erste Stadt in Franken am Eh-da-Projekt, das die Artenvielfalt in der Natur fördert. Beiden Feldtagen wurde das Programm vorgestellt, mit dessen Hilfe ungenutzte Flächen zu einem wertvollen Leb... » mehr

Dirk Kammlott und Karl-Heinz Ochs vom Eberner Bauhof haben vor wenigen Wochen den Grundstein für pflegearme, aber dennoch blütenreiche Beete am Coburger Kreisel gelegt. Hier sollen genügsame Pflanzen wie Präriekerzen, Palmlilien oder Herbstastern gedeihen, Unkraut dagegen weniger. Foto: Schuster

06.12.2018

Weniger ist manchmal mehr

Blühwiesen und reduzierte Pflege: Im Rahmen des Projekts "Marktplatz der biologischen Vielfalt" formuliert die Stadt Ebern als Projektgemeinde erste Ansätze. » mehr

Am Kreisel in der Coburger Straße werden auf den neu bepflanzten Flächen Insektenhotels in Baumstämmen entstehen.	Fotos: Christian Schuster

12.11.2018

Zweiter Anlauf für Eberns Bienenweiden

Die Blumenwiesen des "Blühenden Landkreis" sollen Heim und Speisekammer für Insekten sein. Den Menschen macht der Unterhalt der Flächen aber zu schaffen. » mehr

Die Schüler erkunden die erste Station "Laubfrosch". Fotos: Kaufmann/Ebert

24.10.2018

Eine kleine Wanze weist den Weg

Auf dem Gelände des früheren Übungsplatzes laden ab sofort lehrreiche Wanderwege zum Besuch ein. An jeder Station gibt es Wissenswertes und einen Stempel. » mehr

Klaus Mandery im "Nasslager" seines Instituts, in dem über eine Million Insekten im Alkohol liegen.

13.11.2018

Reiche Vielfalt, auch an Ideen

Dr. Klaus Mandery hat eine Million Leichen im Keller. So viele Insekten lagern im Institut für Biodiversitätsinformation in Alkohol. Beste Grundlage für ein Modellprojekt, für das die Stadt Ebern nun ausgewählt worden is... » mehr

Zwar freut sich Juniorchef Max Martin über volle Trauben, doch mag er über einen Spitzenjahrgang nicht frohlocken: "Ich erwarte einen durchschnittlich guten, aber keinen Jahrhundertwein.". Dafür habe einfach das Wasser gefehlt, so Martin.

30.08.2018

Gute Weine und süße Früchte

Während Getreidebauern wegen des fehlenden Regens über Ernteausfälle klagen, zeigen sich Obstbauern und Winzer der Region zufrieden. Doch Euphorie bleibt aus. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Gesundheitstag in Coburg

Gesundheitstag in Coburg | 17.02.2019 Coburg
» 6 Bilder ansehen

Büttenabend in Rothenkirchen

Büttenabend in Rothenkirchen | 16.02.2019 Rothenkirchen
» 29 Bilder ansehen

Büttenabend in Kronach

Büttenabend in Kronach | 16.02.2019 Kronach
» 23 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
21:06 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".