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Junge Liste Ebern unterstützt Firmenpläne

Die Jungpolitiker verstehen den Ärger der Eyrichshöfer um das geplante Hochregallager. Dennoch plädieren sie dafür, den Standort Ebern für Firmen attraktiv zu halten.



Ebern/Eyrichshof - Zum Bau eines Hochregallagers in Eyrichshof und den Protesten einer Bürgerinitiative gegen das geplante Vorhaben (die Neue Presse berichtete mehrfach ) meldet sich nun die Junge Liste Ebern in einer Stellungnahme zu Wort. "Nachdem wir uns in Ruhe die verschiedenen Positionen auf den entsprechenden Veranstaltungen angehört und mit einigen Beteiligten gesprochen haben, sehen wir es nun als notwendig an, im Namen der Jungen Liste zu diesem Thema Stellung zu beziehen", heißt es in dem Schreiben, das der Neuen Presse vorliegt. Das tun die Jungpolitiker dann auch: "Auch wenn der anfängliche Mangel an Transparenz und Informationen wohl ein wesentlicher Faktor für die Aufregung einiger Eyrichshöfer war, so sehen wir mittlerweile einige Argumente der Bürgerinitiative als überzogen, bzw. bereits entkräftet an", schreiben sie.

Entgegen der Aussage aus Reihen der Bürgerinitiative, dass durch ein vollautomatisiertes Hochregallager keine neuen Arbeitsplätze entstehen würden, habe die Firma Uniwell durch ihre Geschäftsfelderweiterung, mit der auch der Bau des Lagers begründet sei, bereits Arbeitsplätze angebaut und wolle weitere anbauen. Mit einer durch die Bürgerinitiative angesprochenen Lärmbelästigung durch das Hochregallager selbst sei ebenfalls nicht zu rechnen, "da die Lärmbelastung 0 bis max. 20 Dezibel betragen wird", heißt es weiter.

Zudem sehen die Junge-Liste-Vertreter die unterschiedliche Auslegung der Höhenberechnung kritisch, "da unserer Ansicht nach von Seiten der Bürgerinitiative ein übergroßes Modell für Entsetzen gesorgt hatte". Die Bürgerinitiative hatte auf einem Informations-Flyer die grafische Animation eines Gebäudes in ein Foto des betreffenden Geländes montiert und bei einer Info-Veranstaltung vor Ort die zu erwartende Höhe mittels eines Krans demonstriert.

Die Befürchtungen der Bevölkerung um eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, wie sie zuletzt auch Kreisheimatpfleger Günter Lipp in einer Stellungnahme geteilt hatte (Neue Presse vom Samstag ), verstehen die Jungpolitiker dennoch, wie sie schreiben. Sie seien sich "darüber im Klaren, dass ein Hochregallager an besagter Stelle in Eyrichshof alles andere als schön aussehen wird". Doch: "Den ,alles soll doch so bleiben wie es ist‘-Ansatz halten wir allerdings für sehr kurzfristig gedacht und wenig zukunftsträchtig." Es sei die Pflicht einer Stadt, Unternehmen möglichst im Ort zu halten und strategisch nachvollziehbare und nötige Maßnahmen wie Erweiterungen möglich zu machen, um Unternehmen langfristig zu binden und so Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen: "Dies rechtfertigt auch eine Bebauungsplanänderung, vor allem in einem mit Fördermitteln erschlossenen Gewerbegebiet."

Grundsätzlich habe man Verständnis für die Aufregung und den Ärger der Eyrichshöfer. "Zum einen, weil der großflächige Ausbau Anwohner natürlich auf den ersten Blick abschreckt", wie es in der Stellungnahme heißt. "Zum anderen, weil das Argument des erhöhten Lkw-Aufkommens sicher nicht von der Hand zu weisen ist." Dennoch müsse hier die Frage gestellt werden, ob dieses nicht auch oder besonders durch Outsourcing an einen anderen Standort entstehen würde. Besonders besorgt seien die Eyrichshöfer über den Verbleib der Lkws, die außerhalb der Anlieferungszeiten der Firma Uniwell anreisen und beispielsweise über Nacht oder übers Wochenende in Eyrichshof verbleiben. Hier schlägt die Junge Liste eine Gegenmaßnahme vor, zu deren Umsetzung sie eindringlich rät: "Die Stadt sollte hier dringend dafür sorgen, dass im Gewerbegebiet Stellplätze für Lkw geschaffen werden, die rund um die Uhr genutzt werden können. Insbesondere deshalb, weil es durchaus möglich und gewünscht ist, dass sich auch weitere Firmen im Gewebegebiet ansiedeln und Stellplätze für Lkw somit unbedingt nötig sind." So könne den Anwohnern die Sorge genommen werden, die Lkws könnten irgendwo in Eyrichshof, vermutlich sogar auf privaten Grundstücken, unerlaubt parken.

Das Schreiben, das Susanne Giebfried stellvertretend für die Junge Liste Ebern unterzeichnet hat, schließt mit dem Fazit: "Um Ebern als Standort für Firmen attraktiv zu halten und die Zukunftsfähigkeit in Bezug auf Arbeitsplätze und Gewerbesteuer zu sichern, sollte die Firma Uniwell unserer Meinung nach in ihrem Vorhaben unterstützt werden." tnk

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
11:00 Uhr

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16. 07. 2019
11:00 Uhr



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