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Hassberge

Keine Ausnahmen im Sondergebiet

In Wüstenwelsberg stehen seit vielen Jahren kleine Campinhäuser. Offiziell sind viele von ihnen Schwarzbauten. Nun verliert das Landratsamt langsam die Geduld.



Für drei solche Holzhäuser, die seit vielen Jahren hier am Campingplatz in Wüstenwelsberg stehen, fehlen noch die Baupläne. Diese sind nun dem Landratsamt Haßberge vorzulegen. Fotos: Helmut Will
Für drei solche Holzhäuser, die seit vielen Jahren hier am Campingplatz in Wüstenwelsberg stehen, fehlen noch die Baupläne. Diese sind nun dem Landratsamt Haßberge vorzulegen. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Untermerzbach - Auch nach mehr als zehn Jahren muss eine Baugenehmigung eingeholt werden. In Wüstenwelsberg entstand nach den Worten von Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) im Jahr 2006 der Bebauungsplan "Sondergebiet Campingplatz Wüstenwelsberg." Im Lauf der Jahre wurden dort auch kleinere Holzhäuser errichtet, für die aber keine Baugenehmigung vorliegt. "Mit Inkrafttreten des Bebauungsplans haben es die Sondergebietnutzer versäumt, für ihre Wochenendferienhäuser die Baugenehmigungen zu beantragen. Mittlerweile wurden alle Ferienhausbesitzer vom Landratsamt Haßberge aufgefordert, die Baugenehmigungen für ihre Ferienwohnanlagen auf dem Campingplatz Wüstenwelsberg zu beantragen", sagte Bürgermeister Dietz im Gemeinderat.

Aus dem Gremium

Für das Ferienprogramm der Gemeinde haben sich etwa 40 Kinder angemeldet, wie Gemeinderat Martin Mölter, der hierfür verantwortlich zeichnet, mitteilte. Eine Abwasserpumpe habe in Gleusdorf ihren Geist aufgegeben, die andere ist auch erneuerungsbedürftig. Hier fallen Kosten von 11 700 Euro an.

Die letzte Sitzung der Vorstandschaft "Dorferneuerung Gleusdorf", wird am 14. September sein, dann ist diese aufgelöst.

In der Schlossstraße offenbarte der letzte starke Regen, das mit dem Kanal etwas nicht in Ordnung war. Deshalb habe man für Abhilfe geschafft und 2300 Euro hierfür investiert.


Drei Bauherren, die am Campingplatz am oberen Wirtschaftsweg Holzhäuser errichtet haben, müssen deshalb einen Plan nachreichen, der vom Landratsamt geprüft wird. Der Gemeinderat jedenfalls, personell "stark geschwächt", da die Landwirte fehlten und ihre Ernte einbrachten, erteilte bei seiner Sitzung am Montag im Rathaus schon mal sein Einvernehmen.

"Unser Abwassernetz in Untermerzbach im Finkenweg, Erkelring, Schulstraße und im Gartenweg ist das schlechteste im Gemeindegebiet, es sind erhebliche Schäden vorhanden. Es ist unbedingt zu sanieren, Eile ist geboten", sagte der Bürgermeister. Deshalb wurde die Maßnahme bereits durch das Ingenieurbüro Kittner & Weber ausgeschrieben. Dafür hatte die Gemeinde den Betrag von 80 000 Euro vorgesehen. "Das Submissionsergebnis hat für uns ein erfreuliches Ergebnis gebracht", so Dietz. Sieben Firmen wurden für diese Maßnahme angeschrieben und auch alle hätten ein Angebot vorgelegt. Das günstigste Angebot lag bei 65 400 Euro. "Das ist deutlich unter der von uns geplanten Summe", freute sich der Bürgermeister. Das Gremium stimmte diesem Angebot einstimmig zu.

Bevor es ins Sitzungszimmer ging, befasste sich der Gemeinderat mit der "Bemusterung" von Fliesen für die "Bürgerwerkstatt", Marktplatz 7. Auszusuchen waren Fliesen für die WC-Anlage in dem Gebäude. Man entschied sich für helle Bodenfliesen und für grau-marmorierte für die Wände, die bis zu 1,5 Meter hoch gefliest werden. Auch für einen Parkettboden und Innentüren fiel die Entscheidung. Das Parkett kommt auf 14 100 Euro und die Innentüren auf 6500 Euro.

Bürgermeister Helmut Dietz merkte bei einem Rundgang durch die Baustelle an, dass nicht alles so schnell voran gehe, wie man es sich gewünscht hätte. "Die Firmen haben mehrere Baustellen", sagte er. Da der Bauausschuss sich schon mal der Vergabe verschiedener Gewerke angenommen hatte, teilte der Bürgermeister mit, dass er diese in Form von dringlichen Anordnungen vergeben habe. So Trockenbauarbeiten mit einer Summe von 57 300 Euro, für Außenputz mit 54 100 Euro, die Fassadengestaltung schlägt mit 20 100 Euro zu Buche, die Stahlbauarbeiten mit 21 500 Euro. Steinmetzarbeiten kommen auf 9550 Euro, Estricharbeiten auf 6100 Euro, Fliesenarbeiten auf 14 900 Euro. Das Gremium segnete diese Ausgaben ab.

Für die Synagoge in Gleusdorf, die die Gemeinde samt eines Wohnhauses und einer Scheune gekauft hat, sollte ein "didaktisches Nutzungskonzept" erstellt werden, teilte der Bürgermeister mit. Zwei von drei angeschriebenen Anbietern legten ein Angebot vor. "Zusammen mit Frau Iris Wild, der Vorsitzenden des Träger- und Fördervereins Synagoge Memmelsdorf, haben wir die Vorstellungen der beiden Anbieter angehört und bewertet", erläuterte Dietz. Beide Anbieter, die "Agentur für kulturhistorische Recherchen" und der Anbieter "Ausstellung, Gestaltung, Archälogie" (A.U.G.E) seien für kulturhistorische Angelegenheiten kompetent. Sie lagen mit ihren Angeboten nicht weit auseinander. Die Entscheidung, das Entwicklungskonzept zu vergeben, fiel auf die "Agentur für kulturhistorische Recherchen" zum Angebotspreis von 11 900 Euro. Hier stehe eine kompetente Person dahinter, die mit dem Judentum in der Region bestens vertraut wäre, befand das Gremium. Nach einem Punktesystem habe sie den ersten Platz belegt. "Für den Kindergarten Memmelsdorf, der seit 1994 besteht, stehen im Gruppengebäude, das momentan als Krippe genutzt wird, einige Sanierungsmaßnahmen an, hauptsächlich die Fenster und auch energetische Maßnahmen. Deshalb stellt sich die Frage, ob wir uns diesbezüglich beraten lassen sollen", sagte der Bürgermeister. Die Beratung werde gegenwärtig noch von der BAFA (Wirtschaftsministerium) mit 80 Prozent gefördert. "Ja" befand der Gemeinderat, man sollte sich beraten lassen, damit man erkennen könne, was alles auf einen zukommt. Der Anteil der Beratungskosten beträgt für die Gemeine 3570 Euro.

Informationen zum Stand der Baunachallianz gab es vom Bürgermeister für den Gemeinderat. Er freute sich, dass Vertreter der Gemeinde bei allen "Werkstätten" in den Beratungen dabei waren. "Ich meine, es wurden gute Impulse herausgearbeitet", sagte Dietz, aber es gäbe noch einiges zu tun. Ein Projektmanager soll eingestellt werden und ein Verein gegründet werden. Gebühren für den Verein sollen für Gemeinden die schon in einer Allianz (Hofheimer- oder Initiative Rodachtal) sind niedriger sein, als für Gemeinden die noch in keiner sind. 1,40 Euro pro Einwohner sollen Gemeinden zahlen, die in einer Allianz sind. "Das wären 2378 Euro pro Jahr für Untermerzbach", sagte der Bürgermeister.

Einvernehmen wurde dem Bauantrag der Untermerzbacher Firma Rösler erteilt, die auf dem vorhandenen Firmengelände in Memmelsdorf eine Produktions- und Lagerhalle errichten möchte.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
08. 08. 2017
11:54 Uhr

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Helmut Will

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08. 08. 2017
11:54 Uhr



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