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Hassberge

Kindergarten im Container

In Untermerzbach gibt es zu viele Kinder - zumindest für den Kindergarten. Bis die Anmeldezahlen wieder zurückgehen, soll es eine Ersatzunterkunft geben.



Auf dieser Grünfläche in der Schustergasse in Memmelsdorf (im Hintergrund der Kindergarten) wird eine Containeranlage entstehen, damit alle für das nächste Kindergartenjahr angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Fotos: hw
Auf dieser Grünfläche in der Schustergasse in Memmelsdorf (im Hintergrund der Kindergarten) wird eine Containeranlage entstehen, damit alle für das nächste Kindergartenjahr angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Fotos: hw   » zu den Bildern

Untermerzbach - 87 Kinder sind für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis 1. Januar 2020 im Kindergarten Memmelsdorf angemeldet. Es könnten sogar noch einige mehr werden. Für die Einrichtung wären aber nur 62 erlaubt, deshalb befasste sich der Gemeinderat mit diesem Problem. Laut Landratsamt Haßberge muss für diese Situation bis zum Rückgang der Kinderzahlen eine Ersatzunterkunft für eine Gruppe mit etwa 25 Kindern geschaffen werden.

Aus dem Gremium in Kürze

Fortgeschrieben, bzw. verlängert wurde das Förderprogramm für junge Familien, welches am 31.12.2018 ausgelaufen war. "In der Diskussion um das Baugebiet Erkel II "Rothreisach" haben wir den Baulandpreis auf das Förderprogramm aufgesetzt. Deshalb sollten wir das Förderprogramm um weitere drei Jahre verlängern", so der Bürgermeister. Gemeinderat Heinrich Döhler fragte nach, wie die Nachfrage nach Bauflächen wäre. Anfragen seien für Untermerzbach da, aber bisher sei etwas Stillstand, sagte Dietz. Das sei auch in Memmelsdorf so. Gemeinderat Gerald Karl meinte zu überlegen, ob man nicht mehr in die Altorte investieren sollte. Schließlich wurde beschlossen das Förderprogramm um weitere drei Jahre, bis 31.12.21, zu verlängern.

Für eine statische Bearbeitung für den geplanten Neubau einer Aussegnungshalle in Gereuth wurde einem entsprechenden Büro aus Coburg der Auftrag für 1200 Euro erteilt.


Nach dem Abwägen aller Möglichkeiten wäre für diese Unterkunft nur eine Containeranlage möglich. Andere Möglichkeiten, alte Schule und Gemeindehaus Memmelsdorf wurden geprüft, scheiden aber aus. "Der Betrieb mit so vielen Personen ist im Kindergarten in Memmelsdorf nicht mehr möglich", sagte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD). Die Zahl sei so hoch, weil Kinder hinzu kamen, die bisher in anderen Kindergärten untergebracht waren. Die hohe Zahl der Kinder werde bis zum Kindergartenjahr 2022/23, also drei Jahre, anhalten. Erst dann werden die Zahlen wieder rückläufig sein, sagte Dietz.

Die angedachten "Ausweichmöglichkeiten", die alte Schule und das Gemeindehaus in Memmelsdorf, scheiden wegen zu hoher Kosten und anderen Nutzungen in diesen Häusern aus. Bürgermeister Dietz stellte dem Gremium als Alternative eine Containeranlage vor. "Eine in Betrieb stehende Anlage haben wir in der Kindertagesstätte Wonfurt besichtigt. Diese würde auch von der Aufsicht im Blick auf unsere Situation genehmigt", sagte Dietz.

Als Standort würde sich der Bauplatz Flurnummer 28/5 in der Schustergasse anbieten. Mit einem Durchgang in der bestehenden Zaunanlage könnte die Ersatzunterkunft an den Spielgarten und damit direkt an den Kindergarten angebunden werden. Strom, Wasser und Abwasser wären vorhanden. Kosten für eine Containeranlage wie die in Wonfurt wären etwa 76 000 Euro für den Container und 15 000 Euro für Fundamentierung mit Sanitär.

Helmut Dietz schlug vor, die Anlage zu kaufen. Auch müsste am Kindergarten noch einiges gemacht werden. Die Förderfähigkeit für die Ersatzunterkunft werde geprüft. Um die Anlage aufstellen zu können ist eine Genehmigung nach dem Baurecht notwendig, hierzu bedarf es einer Eingabeplanung. "Deshalb muss eine Entscheidung zeitnah getroffen werden", so das Gemeindeoberhaupt. Das Gremium beschloss, eine entsprechende Containeranlage anzuschaffen.

Es müssen Anfragen durch die Verwaltung gestellt werden, wie hoch die Kosten sind. Der Haushalt würde es hergeben, sagte Verwaltungsleiter Maier auf Anfrage von 2. Bürgermeister Siegfried Kirchner. Die Verwaltung wurde beauftragt dem günstigsten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Die Firma Rösler möchte in Memmelsdorf eine weitere Werkszufahrt wegen Betriebserweiterung anlegen. Die entsprechende Planung für diese Werksausfahrt lag dem Gremium vor. Sie soll über den Bereich des alten Bahnhofes geführt werden. "Diese neue Zufahrt entlastet die jetzige Anlieferung in der Kreisstraße und vermeidet damit den Stau im Bereich des Sportgeländes Memmelsdorf, der oft durch Anlieferungen entsteht und damit zu erheblichen Immissionen führt", sagte der Bürgermeister. Zudem werden mit der neuen Zufahrt fünf zusätzliche Lkw-Parkplätze entstehen, die mit dem Bau eines Büro-Pförtnerhäuschens und separatem WC und Duschanlage den parkenden Lkw-Fahrern zu Gute kämen. Auch müssen die jetzt parkenden Lkw am Bahngelände nicht mehr über die innerörtliche Kreuzung vorbei an der Schulbushaltestelle fahren und können direkt in den Ladehof der Firma Rösler einfahren. "Durch die neue Zufahrt wird sich eine deutliche Entspannung der Verkehrssituation auf der Kreisstraße entlang des Sportgeländes ergeben", meinte der Bürgermeister.

Das Gremium erteilte der Planung sein Einvernehmen. Zustimmung gab es auch für den Antrag der Firma Rösler im Firmengelände ein weiteres Bürogebäude zu errichten, sowie in einer bestehenden Lagerhalle Büros einzubauen.

Autor

Helmut Will
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Veröffentlicht am:
29. 01. 2019
14:24 Uhr

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Helmut Will

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Veröffentlicht am:
29. 01. 2019
14:24 Uhr



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