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Hassberge

Klima-Demo: Jetzt ziehen auch die Großen mit

Der Schulstreik von "Fridays for Future" deutlich gewachsen: Hunderte Menschen demonstrieren am Freitag für den Klimaschutz - diesmal explizit auch Eltern, Großeltern.



Dem weltweiten Aufruf von "Fridays for Future" folgten in Haßfurt viele: Rund 550 Schüler, Eltern und Großeltern zogen am Freitag für den Klimaschutz durch die Altstadt.	Fotos: Licha
Dem weltweiten Aufruf von "Fridays for Future" folgten in Haßfurt viele: Rund 550 Schüler, Eltern und Großeltern zogen am Freitag für den Klimaschutz durch die Altstadt. Fotos: Licha   » zu den Bildern

Haßfurt - Menschenmassen setzten sich auch in Haßfurt für den Klimaschutz in Bewegung. Gestartet am Unteren Turm, reihten sich immer weitere Mitstreiter ein. "Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen - alle zusammen für das Klima!", hieß das Motto der Fridays-for-Future-Bewegung, die weltweit am Freitag zu diesem Protest-Event aufrief.

Flashmob geplant

Die Schüler von Fridays for Future riefen alle Mitstreiter zur Planung eines Flashmobs auf. Ein Vorbereitungstreffen findet am 23. September um 15.30 Uhr am Parkplatz der Waldorfschule in Haßfurt statt.

Nach Angaben von Christoph Appel, der für "Parents for Future" die Veranstaltung organisierte, waren es rund 550 Schüler, Eltern und Großeltern, die mit einem kilometerlangen Protestmarsch durch die Altstadt auf ihr Anliegen lautstark aufmerksam machten. Abgesichert wurde der Demonstrationszug durch Beamte der Polizei Haßfurt, die die Besucherzahl bestätigten.

 

Auf dem Marktplatz versammelten sich die Teilnehmer zur Kundgebung. Zahlreiche Redner erhoben ihre Stimme für ein umweltbewussteres Verhalten. So auch Nadine Schubert, die als Verfechterin eines plastikfreien Lebens inzwischen überregional bekannt ist. "Unsere Demo ist umsonst, wenn ihr danach zu Mc Donalds geht oder einen Kaffee to-go trinkt", redete die ehemalige Radio-Moderatorin jedem einzelnen ins Gewissen. Allerdings rief sie auch dazu auf, die Stimme in Richtung Politik zu erheben: "Wir alleine können keinen Kohleausstieg oder das Verbot von Einwegflaschen beschließen".

20.09.2019 - Klima-Demo in Haßfurt - Foto: Christian Licha

Klima-Demo in Haßfurt Haßfurt
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Die 13-jährige Frida Göbel und der 15-jährige Jan-Niklas Schlirf mahnten an, dass man derzeit auf Kosten anderer lebe. Zum Beispiel auf Bewohner der Fidschi-Inseln, wo das Wasser steige oder allgemein auf Kosten der Mutter Erde. Die beiden Schüler riefen die Anwesenden auf, wo es geht, auf Autofahrten zu verzichten und lieber mehr Fahrrad zu fahren. Auch gegen Rassismus, Nationalismus und ausdrücklich gegen die AfD richtete sich ihr Appell, der sehr laut mit Beifall bestätigt wurde.

Mit gutem Beispiel voran geht das Stadtwerk Haßfurt, wie dessen Geschäftsführer Norbert Zösch den Demonstranten berichtete. So wurde die bestehende Power-to-Gas Anlage in Haßfurt um ein hochinnovatives Wasserstoff-Blockheizkraftwerk zur Rückverstromung von regenerativ gewonnenem Wasserstoff erweitert.

Das neue Blockheizkraftwerk ermöglicht - im Unterschied zur bisher praktizierten Beimischung von Wasserstoff ins Erdgasnetz mit Rückverstromung über konventionelle BHKW - einen Betrieb mit reinem Wasserstoff ohne fossile Brennstoffanteile. Damit wurde erstmals in der kommunalen Praxis eine wasserstoffbasierte und CO2-freie Speicherkette für regenerativen Strom umgesetzt. In diesem Zusammenhang versprach auch Bürgermeister Günther Werner (WG), dass Haßfurt regenerative Energien weiterbringen werde.

Auch Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sah es als Verpflichtung an, die Beweggründe der Aktivisten anzuhören. "Vieles was heute alltäglich ist, müsse man überdenken", sagte Schneider und versprach sich für Punkte, die den Landkreis betreffen, einzusetzen. So wolle man zum Beispiel den ÖPNV weiter ausbauen und optimieren.

Dr. Heiner Goschenhofer, der Gründer von "Großeltern für’s Klima" in Hofheim, mahnte als Arzt vor der Erderwärmung, die gesundheitlich zuerst die Schwächsten, nämlich die Jüngsten und Ältesten, treffe. Eltern und Großeltern sollten ihr Engagement nicht nur auf diese Veransatltung beschränken.

Unterhaltsam wurde es, als Slamerin Ann Katharina Re., so ihr Künstlername, der Mutter Natur mit einer lustigen und zugleich nachdenklichen Geschichte, ihre Stimme lieh. Von ihren Eltern liebevoll, aber zur Umweltsünderin erzogen, vermutete die 23-Jährige, dass sie wohl mit Fast Food-Tüte in der Hand zur Demo gegangen wäre, wenn es damals schon "Greta" gegeben hätte. Als konservative Fränkin mit Schäuferla und Rippla aufgewachsen, sei sie nun seit zwei Jahren überzeugte Veganerin.

Unterschiedlich beurteilten Anwesende das große Aufgebot in der Kreisstadt. Grünen-Kreisrätin Rita Stäblein kämpft schon 30 Jahre für die Umwelt und ist froh, dass nun endlich alle aufgewacht seien. Anders ein älterer Mann, der dem Treiben nichts abgewinnen konnte. "Die verursachen doch nur ein Verkehrschaos. Das kann doch kein Umweltschutz sein", war der Rentner überzeugt. Bis zum Nachmittag konnten sich Interessierte auf dem Kirchplatz an zahlreichen Ständen informieren.

 

Autor

Christian Licha
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
21. 09. 2019
08:54 Uhr

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Autor

Christian Licha

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Veröffentlicht am:
21. 09. 2019
08:54 Uhr



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