Lade Login-Box.
Topthemen: Coronavirus in BayernDie Videos der WocheDer BachelorCotubeBlitzerwarner

Hassberge

Maroldsweisach investiert in die Wehr

Die Feuerwehr Ditterswind kann sich auf ein neues Feuerwehrfahrzeug freuen und auch auf den Umbau ihres Gerätehauses. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen.



Feuerwehrvereinsvorsitzender Oskar Hauck vor dem Feuerwehrhaus, dem ein umfassender Um- und Anbau in einer Höhe von 185 000 Euro bevorsteht. Fotos: Helmut Will
Feuerwehrvereinsvorsitzender Oskar Hauck vor dem Feuerwehrhaus, dem ein umfassender Um- und Anbau in einer Höhe von 185 000 Euro bevorsteht. Fotos: Helmut Will  

Maroldsweisach - Zeit für Neues: Der Umbau des Maroldsweisacher Gerätehauses wird im Zuge der Beschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges nötig. Das erklärte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung. Deshalb müsse der Um- und Anbau des Feuerwehrgerätehauses geplant werden. Der Umbau umfasst die Sanierung der Fassade sowie das Dach und den Anbau mit Besprechungsraum, Umkleiden und Toiletten. Hierzu zeigte der Bürgermeister die Planung auf. "Netto wird diese Maßnahme 185 000 Euro kosten", ergänzte Verwaltungsleiter René Schäd. Nach den Worten des Gemeindeoberhauptes, könne nun die Ausschreibung erfolgen. "Ich hoffe auf gute Angebote aus der Baubranche, damit wir zügig beginnen können und die Maßnahme Ende 2020 abgeschlossen ist", sagte Thein.

Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) stellte die Frage nach der Unterhaltung des künftigen Feuerwehrgebäudes in Ditterswind. Nach seiner Meinung blieben zu viele Kosten bei dem Feuerwehrvereinen hängen, was er am Beispiel seines Heimatortes Wasmuthhausen verdeutlichte. Das werde geregelt wie bei allen anderen Feuerwehren, sagte der Bürgermeister. Vorsichtig fragte Gemeinderat Stefan Böhm (JCU) nach, ob das neue Feuerwehrfahrzeug auch in das umzubauende Gerätehaus passe. Thein versicherte, dass dem so sei. Das Gremium billigte die Planung einstimmig. Die notwendigen Finanzmittel werden im Haushalt 2020 eingestellt. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins in Ditterswind, Oskar Hauck, sagte auf Anfrage, dass er die Maßnahmen befürworte. "Hoffentlich haben wir auch künftig genug Feuerwehrleute, damit die Kosten nicht in den Sand gesetzt sind", sagte er. Einen neuen Feuerwehrkommandanten würde man im kommenden Jahr auch brauchen, da der bisherige, Thomas Brenner, nach Coburg ziehe. Aktuell zeige sich hier noch keine Lösung.

Schon seit geraumer Zeit wird im Gemeinderat diskutiert, ob sich die Gemeinde der Musikschule Ebern als Mitglied anschließen soll. Um einen Überblick darüber zu geben, war die Leiterin der Musikschule Ebern, Kristina Renner gekommen, die seit Februar dieses Jahres die Leitung innehat. Nach ihren Worten gebe es aktuell 311 selbst zahlende Musikschüler, aus Kooperationseinrichtungen werden 350 unterrichtet. "Für das Schuljahr 2019/20 haben wir 149 Neuanmeldungen, sagte Kristina Renner. Abmeldungen habe es im laufenden Schuljahr 92 gegeben. Sie legte dar, dass das Angebot der Musikschule breit gefächert sei. Elf verschiedene Instrumente könnten derzeit erlernt werden, wobei man sich stets an den Erfordernissen anpasse. Mit 14 Partnern aus Kindergärten und Schulen des Landkreises habe man eine Kooperation. Aktuell hätten sich bisher sechs Gemeinden der Musikschule angeschlossen. In Verhandlung stehe man mit der Baunach-Allianz und deren Mitgliedsgemeinden und im September 2020 wäre eine Fusion mit dem "Musik-Bahnhof Gädheim" angedacht.

Kristina Renner warb dafür, dass sich auch die Gemeinde Maroldsweisach der Musikschule Ebern anschließt. "Musikalische Laienvereinigungen, wie zum Beispiel die Weisachtaler Blasmusik und viele Familien vor Ort wünschen einen Anschluss an die Musikschule", sagte deren Leiterin. Musik diene der Persönlichkeitsentwicklung, bringe ein Stück Lebensqualität und örtliche Musikkapellen und Chöre würden davon profitieren. Der bereits bestehende Schülerstamm aus dem Bereich von Maroldsweisach betrage 16 Kinder und Jugendliche. Auf Frage des zweiten Bürgermeisters Harald Deringer sagte Renner, dass ein Unterrichtsraum von Vorteil, bzw. nötig wäre.

Die Leiterin der Musikschule zeigte die Vorteile öffentlicher Musikschulen auf, die unter Schulaufsicht der Regierung stünden und bei denen es staatliche Zuschüsse für das Lehrerpersonal gebe. Auch sei die Musikschule umfassend vernetzt. "Wir haben nur qualifiziertes Personal in Festanstellung", so Kristina Renner. Im Landkreis Haßberge gebe es sonst kaum die Möglichkeit für einen qualifizierten Musikunterricht. Auf Frage von Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) sagte Renner, dass die Schüler entsprechende Qualifikationen erwerben könnten. Auskunft über einige Fakten, wie Kündigung und Gebühren wollte Gemeinderätin Ramona Schrapel (FW) wissen. "Ich befürchte, dass die Gebühren aus dem Ruder laufen könnten", sagte sie.

Kristina Renner ging umfassend auf die Finanzierung der Musikschule mit relativ hohen Personalkosten und eher geringen Verwaltungsaufwand ein. "Entstehende Defizite müssten durch Staatszuschüsse, Spenden und Geldern von Kommunen und Landkreis abgedeckt werden. Wie sie in einer Grafik zeigte, sind die Kosten für die Musikschule durch Unterrichtsgebühren in etwa zur Hälfte gedeckt. Der Grundmitgliedsbeitrag für die Gemeinde pro Einwohner belaufe sich auf 50 Cent. Pro Jahreswochenstunde entstehe ohne jegliche Förderung eine Unterdeckung von derzeit 745 Euro. Die Leiterin wies noch darauf hin, dass Anmeldeschluss der 30. Juni wäre. Der Kommunalzuschuss für Maroldsweisach läge bei 2.571 Euro bei 15 Anmeldungen und 5,59 Jahreswochenstunden. Gemeinderat Herbert Baum (parteilos) meinte, dass die Musikausbildung in der Gemeinde doch recht gut funktioniere. Dem hielten die Gemeinderäte Dieter Hepp (CSU) und Heidi Müller-Gärtner (JCU) entgegen: "Wir brauchen Frühausbildung und wir sehen für Maroldsweisach Handlungsbedarf", sagten beide. Bürgermeister Wolfram Thein fasste zusammen: "Wir werden mit musikalischen Leistungsträgern, Schulen und Kindergärten sprechen um das Interesse abzuklopfen. Dann sprechen wir wieder hier im Gremium, um zu einer Entscheidung zu kommen."

Für die Kommunalwahl 2020 wurde Verwaltungsleiter René Schäd zum Wahlleiter bestimmt. Ihm steht Verwaltungsangestellter Helmut Heigl zur Seite. Beschlossen wurde für die Kommunalwahl am 15. März 2020 auch ein Erfrischungsgeld von 40 Euro.

Der Bürgermeister wies noch darauf hin, dass im Gewerbegebiet "Bleichäcker" alle abgeschlossenen Verträge ihre Rechtskraft hätten. "Alle Genehmigungen für Markt und Tankstelle sind erteilt und es kann bald mit dem Bau losgehen", schloss Thein.

Autor

Helmut Will
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
15:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bau Baubranche Bürgermeister und Oberbürgermeister CSU Feuerwehrleute Harald Deringer Herbert Baum Kinder und Jugendliche Kommunalwahlen Musikschulen Personalkosten SPD Sanierung und Renovierung Schülerinnen und Schüler Wolfram Thein
Maroldsweisach
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Vom Blitzlicht erhellt: das Kriegerdenkmal in der Ortschaft Birkenfeld. Künftig werden die Kosten für den Stromanschluss, die Beleuchtungs-Kosten und der Strom für die Wasserpumpe im Dorfbrunnen von der Marktgemeinde übernommen. Foto: Helmut Will

18.02.2020

Gemeinde übernimmt Stromkosten

Im Fokus der jüngsten Gemeinderatssitzung in Maroldsweisach stand zum einen das Kriegerdenkmal und zum anderen die Anschaffung neuer E- Lade-Säulen. Für letztere gibt es eine Finanzspritze. » mehr

Lange wurde im Gemeinderat Maroldsweisach wegen Umplanung und Mehrkosten von 10 000 Euro für das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach diskutiert. Fotos: Helmut Will

29.01.2020

Maroldsweisach zahlt für Mehrzweckgebäude

Rund 10 000 Euro muss die Marktgemeinde an Mehrkosten für die Sanierung des Gebäudes aufbringen. Dies blieb nicht ohne Diskussion im Gemeinderat. » mehr

Das Zeilberg-Echo soll künftig alle vierzehn Tage in Papierform kostenfrei ausgeliefert werden. Auch eine digitale, ebenfalls kostenlose, Version ist geplant. Foto: Kreuzer

17.10.2019

Gemeinde-News zum Nulltarif

In Maroldsweisach werden die Bürger ab Januar 2020 das Zeilberg-Echo kostenfrei erhalten. Dafür hat sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit ausgesprochen. » mehr

Die Grundschule in Maroldsweisach soll an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Für die Mittelschule war das bereits beschlossen. Foto: Helmut Will

25.06.2019

Auf der Suche nach Anschluss

Der Vermögenshaushalt der Marktgemeinde Maroldsweisach muss nachgebessert werden. Grund ist die Erschließung des neuen Gewerbegebietes. Diskussion gibt es um eine Ladesäule. » mehr

Wird sie im März 2020 Bürgermeisterin in Maroldsweisach? Heidi Müller-Gärtner nimmt Glückwünsche zu ihrer Nominierung vom CSU-Ortsvorsitzenden Rupert Fichtner entgegen. Mit ihm und ihr freuen sich (von rechts) Harald Deringer und Wilhelm Schneider. Foto: Will

06.06.2019

CSU nominiert Bürgermeister-Kandidatin

Heidi Müller-Gärtner wird im kommenden Jahr in Maroldsweisach für das Amt des Gemeindeoberhauptes kandidieren. Das hat die Partei am Mittwochabend verkündet. » mehr

Die CSU Maroldsweisach hat nominiert. Mit dabei sind (von links): Melanie Gräbner, Tobias Vollert, Erhard Denninger, Wolfgang Willy Kettler, Marion Schneider, Rupert Fichtner, Heidi Müller-Gärtner, Harald Deringer, Larissa von Maydell-Schneider, Dieter Hepp, Christian Wokel, Christian Vogel, Eberhard Vogel und Henrik Stein. Foto: Ludwig Biener

02.12.2019

Die Mannschaft steht

Bei der Nominierungsversammlung des CSU Ortsverbandes in Maroldsweisach zeigen sich die Mitglieder voller Motivation. Unterstützung erhalten sie von Landrat Wilhelm Schneider. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

VfL Gummersbach - HSC 2000 Coburg 24:24 (10:12) Gummersbach

VfL Gummersbach - HSC 2000 Coburg 24:24 (10:12) | 18.02.2020 Gummersbach
» 79 Bilder ansehen

Größte Jura-Schildkröte der Welt in Oberfranken Bamberg/Landkreis

Größte Jura-Schildkröte der Welt in Oberfranken | 18.02.2020 Bamberg/Landkreis
» 5 Bilder ansehen

Autonomes Fahren in der Region

Autonomes Fahren: Shuttle-Bus-Präsentation in Kronach | 18.02.2020 Kronach
» 45 Bilder ansehen

Autor

Helmut Will

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
15:52 Uhr



^