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Hassberge

Mehr Platz für den Nachwuchs

Der Bau am Kindergarten Budenzauber gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nach Fertigstellung verfügt die Kita über 75 Regelplätze und 24 Plätze für Krippenkinder.



Wolfgang Martin
Wolfgang Martin  

Rentweinsdorf - Bei der Erweiterung des Kindergartens "Budenzauber" in Rentweinsdorf gibt es doch anscheinend mehr Hürden zu überwinden, als man anfangs dachte. So muss nun im Zuge der Baumaßnahmen auch eine Einstellhalle für Geräte und Maschinen sowie für Fahrzeuge am Erweiterungs-Standort weichen und dafür an anderer Stelle ein Ersatzbau errichtet werden. Dies beschloss der Marktgemeinderat bei seiner letzten Sitzung.

Zu Beginn erfolgte eine Neubesetzung des Marktgemeinderates. Als Nachfolger Helmut Grells rückte Wolfgang Martin für die Überparteiliche Wählergemeinschaft Rentweinsdorf (ÜWG) nach, der von Bürgermeister Willi Sendelbeck vereidigt wurde. Dazu wurde teilweise auch die Ausschussbesetzung neu getroffen. Wolfgang Martin gehört demnach als ordentliches Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebern und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Rentweinsdorfer Gruppe an und ist Stellvertreter im Finanzausschuss.

Hinsichtlich der Erweiterung des Kindergartens benötigt der Markt Rentweinsdorf das Grundstück Fl. Nr. 161/1 mit einem Bau. Dieser muss deswegen abgerissen und dafür ein Ersatzbau mit Maßen von zehn Meter mal sechs Meter mit einer Teilfläche auf der Fl.Nr 165 der Gemarkung Rentweinsdorf geschaffen werden. Die Zufahrt ist über die Seestraße gegeben. Dabei handelt es sich um ein Einfüge-Vorhaben nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches, das vom Rat so genehmigt wurde. In einer vorausgegangenen Sitzung mit den Eltern von Krippen- und Kindergartenkindern hatte man die Auskunft erhalten, dass die Planung bis etwa Juni spruchreif und antragsfähig sei. Nötige Baugrundsondierungen und Ausweitung auf eine Straße erschwerten die Planungen und erhöhten die Gesamtkosten, die mittlerweile bei rund 1,7 Millionen Euro liegen. Nach Fertigstellung verfüge dann der Kindergarten über 75 (bisher 60) Regelplätze und 24, bisher zwölf, Plätze für Krippenkinder. Nach den bisherigen Vorstellungen sei ein Bauende bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2020/21 anvisiert.

Dirk Suhl von der VG Ebern nahm deswegen zum Tagesordnungspunkt "Einrichtung einer Kindergruppe für die Bau- und Übergangszeit in der ehemaligen Berufsschule" in Ebern Stellung. "Durch den Umbau und die steigende Kinderzahl können nicht alle Kinder in Rentweinsdorf untergebracht werden. Es wurden auch verschiedene Varianten geprüft, aber keine war vor Ort so, dass man sie nehmen konnte." Zu diesen Varianten zählten anscheinend eine Unterbringung im Schloss, im Marktsaal, im CVJM-Haus und in der Schule. Sie scheiterten aber an manchen Auflagen.

Deswegen sei noch einmal die ehemalige Berufsschule in Ebern ins Kalkül gezogen worden. Auch von der Fachaufsicht am Landratsamt sei diese Variante als optimal angesehen worden, zumal dort auch schon zwei Gruppen der Stadt Ebern untergebracht würden und die Infrastruktur dort vorhanden wäre. Man benötige deswegen nur noch den Beschluss des Marktgemeinderates, dass Rentweinsdorf die Kindergruppe dort einrichten wolle und auch die Kosten für die Einrichtung übernehme. Außerdem müsse dann der Markt die Anmietung mit dem Landkreis Haßberge verhandeln und die Verwaltung müsse beauftragt werden, die notwendigen Fördermittel dazu zu beantragen.

Das Gremium stimmte dem auch einmütig zu. Dabei konnte noch keine Antwort darauf gegeben werden, welche Gruppen nach Ebern kämen. Dies müsse erst mit den Eltern abgesprochen werden. Vielleicht sei es doch so, dass die Kinderkrippe hier bleibe und die größeren Kinder nach Ebern verlegt würden. Anschließend wurde auch noch ein Fachplaner bestellt, weil die Straße zwischen der "Türkei" und der "Seestraße" ja verlegt werden muss. Dabei kam bei einigen Marktgemeinderäten doch Verwunderung auf und Michael Lang von der Bauverwaltung konnte nur bestätigen, dass für das Gesamtprojekt nun schon sieben Fachingenieure beauftragt worden seien.

Bürgermeister Willi Sendelbeck informierte noch darüber, dass die Stromleitung durch das Bayernwerk von Salmsdorf zum Doktorshof unterirdisch verlegt werden soll. Außerdem seien zwischen Salmsdorf und Goggelgereuth am Laimbach ein oder zwei Biber massiv am Werk. Man habe hier schon das Landratsamt und den Biberbeauftragten Wolfgang Lappe eingeschaltet. In Rentweinsdorf habe sich seit 45 Jahren der Wanderverein für die Pflege des "Obstberges" verantwortlich gezeigt. Da die Mitglieder und helfenden Bürger in die Jahre gekommen seien, könne dies nun nicht mehr vom Wanderverein geleistet werden und sei die Gemeinde wieder zuständig.

Ludwig Bock sprach Heckenschnitt und auch Pflegearbeiten am Löschweiher in Salmsdorf an, der mit Fischen besetzt ist und vertrat die Meinung, dass für diese Arbeiten eigentlich der Pächter zuständig sei. Wenn dies so sei, dann habe der dies auch zu erledigen. Es seien aber auch die Gemeindearbeiter im Einsatz gewesen. Kurt Weißheimer verwies auf den Pachtvertrag, in dem stehe, dass für diese Arbeiten der Pächter zuständig sei und auch Volker Zürl bestätigte, dass der Pächter für den Zulauf, den Mönch und den Zuschnitt der Hecken am Ufer verantwortlich sei.

Bürgermeister Willi Sendelbeck meinte dazu: "Wir haben tatkräftig mitgeholfen, die Gemeinde, die Angler und ich und es ist alles an einem Tag passiert. Groß war der Aufwand für die Gemeinde nicht. Außerdem hat diese schon immer die schweren Dinge erledigt." Die Diskussion schloss man mit dem Hinweis des zweiten Bürgermeisters Kurt Weißheimer ab: "In Zukunft sollte man sich an den Pachtvertrag halten."

Autor

Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
27. 03. 2019
21:20 Uhr

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Günther Geiling

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27. 03. 2019
21:20 Uhr



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