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Hassberge

Nahverkehrsplan nimmt Fahrt auf

Busse in einheitlichem Design und barrierefreie Haltestellen: Das Fazit der Verkehrsexperten für den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis zeigt den Verbesserungsbedarf.



Busverkehr am Haßfurter Bahnhof: Für die Barrierefreiheit an den Haltestellen übernimmt der Landkreis die Zielvorgaben des Nahverkehrsplans, die Umbaumaßnahmen selbst liegen jedoch im Verantwortungsbereich der jeweiligen Kommune. Foto: Christian Licha
Busverkehr am Haßfurter Bahnhof: Für die Barrierefreiheit an den Haltestellen übernimmt der Landkreis die Zielvorgaben des Nahverkehrsplans, die Umbaumaßnahmen selbst liegen jedoch im Verantwortungsbereich der jeweiligen Kommune. Foto: Christian Licha  

Kreis Haßberge - Über die Zukunft des Nahverkehrs im Landkreis befasste sich der Verkehrsausschuss des Kreistages am Dienstag bei seiner Sitzung. Mit Hartmut Müller vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN), dem der Landkreis seit einiger Zeit angehört, war ein Fachmann anwesend, der den Endbericht über den Nahverkehrsplan vorstellte.

Für die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Angeboten im ÖPNV ist der Aufgabenträger, also der Landkreis zuständig. Hier orientiert man sich nicht an dem Grenzwert, der als Mindestanforderung gilt, sondern an dem festgelegten Richtwert, welcher einen guten ÖPNV-Standard garantiert. Die räumliche Erschließung, Erreichbarkeit übergeordneter Orte und die Bedienungshäufigkeit sind die Indikatoren für den Richtwert, wie Müller erläuterte.

Nur an Schultagen gut

In einer Schwachstellenanalyse wurde der Soll-Ist-Vergleich ermittelt. So ist die Erreichbarkeit eines Mittelzentrums an Schultagen zu 74 Prozent gewährleistet, während es in den Ferien nur noch 45 Prozent sind. Am Wochenende wurde der schlechteste Wert mit nur fünf Prozent ermittelt. Defizite mit kurzfristigen Handlungsbedarf sollen baldmöglichst durch Verbesserungsmaßnahmen beseitigt werden.

Auch soll das Erscheinungsbild der Busse Schritt für Schritt einheitlich werden, denn viele Bürger erkennen einen öffentlichen Bus nicht als solchen, sondern denken, dass dieser ausschließlich für die Schulbeförderung da ist. Busse, die durch die Verkehrsunternehmen neu angeschafft werden, erhalten ein einheitliches weiß-grünes Design, das auch das Logo des VGN und des Landkreises Haßberge enthält.

Auch in der Barrierefreiheit übernimmt der Landkreis die Zielvorgaben, in dem entsprechende Fahrzeuge eingesetzt werden und die Haltestellen umgebaut werden. Diese Umbaumaßnahmen liegen jedoch in dem Verantwortungsbereich der jeweiligen Gemeinden.

Zur Verbesserung der Verkehrsanbindung wurde den Verkehrsunternehmen bereits Vorschläge für die Bereiche Goßmannsdorf, Burgpreppach, Unterpreppach, Breitbrunn/Kirchlauter und Oberaurach/Eltmann vorgestellt. Ein Unternehmen hat bereits in zwei Teilbereichen Verbesserungen eingeführt.

Um eine "Rosinenpickerei" bei zukünftigen Ausschreibungen der Linien zu vermeiden, sollen einzelne Strecken, die nahe beieinander liegen in Linienbündel vergeben werden.

Landrat Wilhelm Schneider betonte auf Nachfrage, dass die gemeindlichen Busverbindungen, zum Beispiel die Bürgerbusse, nicht Bestandteil der Nahverkehrsplanung seien. Außerdem rief Schneider die Gemeinden dazu auf, bei künftigen Bauprojekten, wie beispielsweise in der Dorferneuerung, die Ertüchtigung der Haltestellen zur Barrierefreiheit mit einzuplanen, denn so können Kosten minimiert werden.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass der erarbeitete Nahverkehrsplan dem Kreistag in seiner nächsten Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Außerdem wurde der Landrat ermächtigt, einen Vertrag mit der VGN zu unterzeichnen, der die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes zum Inhalt hat. Für die nächsten fünf Jahre fallen hierfür Kosten von 59 205 Euro an, die mit voraussichtlich 67 Prozent bezuschusst werden.

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Christian Licha
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Veröffentlicht am:
05. 12. 2018
18:08 Uhr

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Christian Licha

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05. 12. 2018
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