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Nicht alles ist schlecht

Die SPD Ebern sieht ein Bekenntnis der Eberner Bürger zu sozialen Werten. Die Corona-Krise habe die Menschen umdenken und kreativ werden lassen.



Ebern - Trotz Corona-Krise war und ist die SPD Ebern rund um den Ortsvereinsvorsitzenden Eckart Roeß aktiv und nimmt zu vielen Themen, die zurzeit die Bevölkerung und Eberns Bürger bewegen Stellung. So befasste sich der Vorstand laut einer aktuellen Pressemeldung des Ortsvereins in seiner letzten Videokonferenz unter anderen mit den für die SPD wichtigen Themen "sozialer Zusammenhalt", "Bildungspolitik" sowie "soziale Gerechtigkeit".

Aktuell werde, so heißt es in der Meldung, die Thematik "Schule, Eltern, Kinder" in der Bevölkerung diskutiert. Dabei habe es sich in den letzten Wochen gezeigt, dass Bildung wichtig ist. Die Voraussetzungen, diese auch in Krisenzeiten adäquat umzusetzen, seien in Zeiten des sogenannten Home-Schooling nicht, schwerlich oder kaum möglich. Aber warum? Der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Ebern Eckart Roeß hat sich laut Meldung in vielen Gesprächen mit Eltern und auch Lehrern die Sorgen und Nöte angehört und kommt zu folgenden Schlüssen: Nicht nur, dass oft ein mediengeschultes Personal fehle - das Kultusministerium habe eindeutig eine wichtige Entscheidung verschlafen. Auch die technische Ausrüstung in Schulen, der Lehrer, die Infrastruktur wie beispielsweise schnelles Internet überall und letztendlich die Ausrüstung bei den Schülern und Eltern fehle.

"Digitaler Unterricht darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern", meint Roeß. "Digitaler Unterricht Zuhause ist ohne Laptop oder Tablet nicht möglich. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Schüler jetzt nicht lernen können, weil ihnen Geräte fehlen." Was weiterhin fehle, sei eine Lösung für die, die keinen Internetanschluss haben. "Ich erwarte, dass das Bildungsministerium dies zügig vorantreibt", so Roeß.

Auf der kommunalen Ebene habe sich Bürgermeister Jürgen Hennemann schon sehr bemüht und für die Grundlage für die Infrastruktur des schnellen Internets gesorgt und als Schulverbandsvorsitzender Mittelschule Ebern diese mit digitaler Ausstattung auf ihrem Weg der Referenzschule für digitale Bildung unterstützt und vorangebracht.

Weitere bildungspolitische Forderungen der SPD Ebern sind, so Roeß in seiner Pressemeldung, die Ausbildung von medienkompetenten Lehrern sowie die Neueinstellung von mehr Personal, damit zukünftig die Eltern entlastet werden. Ein Ende des Homelearning 2.0 und vollwertiger digitaler Unterricht zu Hause sei leider, außer an Medienreferenz-Schulen wie der Mittelschule Ebern, noch nicht abzusehen. Auch die unterschiedlichen Herangehensweisen der Eberner Schulen an eine Schulöffnung (Tage- beziehungsweise Wochenweise) erleichtern den Elternalltag nicht gerade, wie Roeß betont. Das stelle die Arbeitnehmer vor fast unlösbare Aufgaben - auch hier sieht die Eberner SPD Handlungs- und Gesprächsbedarf.

Ein weiteres Thema, das die Eberner SPD diskutiert hat, ist der soziale Zusammenhalt in der Stadt und auf dem Land. Nach der Fraktionsvorsitzenden Ulrike Zettelmeier sei der Sozialstaat eine der größten Errungenschaft des 19. beziehungsweise 20. Jahrhunderts. Er ergänze die bürgerlichen Freiheitsrechte durch soziale Bürgerrechte. Daher gehören für den SPD-Ortsverein Demokratie und Sozialstaat zusammen. Aber auch in der Kommune direkt vor Ort sei das Soziale, das Miteinander, gerade in Zeiten von Corona, in den Vordergrund gerückt und nehme eine wichtige Rolle ein. "Man schaut wieder verstärkt aufeinander." SPD Ortvereinsvorsitzender Eckart Roeß stellt fest, dass das persönliche Gespräch, sei es mit den Nachbarn oder den Bekannten, die man beim Spazierengehen trifft, einen neuen, wichtigen Stellenwert im Alltag einnehme. Wo früher nur ein kurzes Hallo herrschte, werde sich nun die Zeit genommen, natürlich mit Sicherheitsabstand, über "Gott und die Welt zu plaudern".

Neue Kommunikationsformen wie Videokonferenzen hielten den Kontakt zu Familienmitgliedern, Freunden, Vereinsmitgliedern und Arbeitskollegen aufrecht. Bürgermeister Jürgen Hennemann lobt dabei die Kreativität der Eberner Bürger und die vielen Ideen, die dabei entstehen. "Die Stadt tut zur Unterstützung und Förderung neuer Ideen was sie kann", bekräftigt Hennemann. Als Erfolg könne dabei die tatkräftige Hilfe angesehen werden, die den ersten ökumenischen Freiluftgottesdienstes der beiden Eberner Kirchen auf dem Wohnmobilstellplatz ermöglichte habe. Viele Eberner hätten das Angebot dankbar angenommen und ein Miteinander der besonderen Art erlebt.

Eckart Roeß hofft nur, dass dieses soziale Miteinander auch lange noch nach der Corona-Pandemie anhält - das wäre dann ein echter Gewinn für Ebern anzusehen. "Unser Land und auch Ebern erlebte und erlebt durch Corona eine schwierige Phase, die alle Bürger beansprucht und sehr vieles abverlangt. Was zählt, ist ein umsichtiges und entschlossenes Krisenmanagement, nicht nur von oben, da ist auch die Kommunalpolitik mit ihren Vertretern vor Ort gefragt." Und so können Ortsvereinsvorsitzender Eckart Roeß und SPD Bürgermeister Jürgen Hennemann feststellen, dass sich die Eberner Bürger vorbildlich an die Bestimmungen gehalten haben und die Nachbarschaftshilfe erlebe eine Renaissance. So zieht SPD Ortsvereinsvorsitzender Eckart Roeß als Fazit, das Ebern auch für kommende Krisen gut aufgestellt ist. eck

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2020
16:44 Uhr

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12. 06. 2020
16:44 Uhr



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